Augen lasern mit PRK, LASIK, Femto-LASIK oder ReLEx SMILE?

Junges Paar zuhause auf dem Sofa und schaut in ein iPad.

Augenlasern – Welches Verfahren passt zu Ihnen? Verschaffen Sie sich einen Überblick.

Viele Menschen lassen sich die Augen lasern, um unabhängig von Brille oder Kontaktlinsen zu werden. Doch welches ist das richtige Augenlaserverfahren für Sie: PRK, LASIK, Femto-LASIK oder ReLEx SMILE? Worauf sollten Sie achten, bevor Sie sich für ein Verfahren oder einen Operateur entscheiden? Hier stellen wir Ihnen alle Lasermethoden vor, mit denen sich Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit, Hornhautverkrümmung oder Alterssichtigkeit korrigieren lassen. Dabei nehmen wir die Verfahren unter verschiedenen Kriterien unter die Lupe, damit Sie selbst vergleichen können:

  • Ablauf der Operation
  • Sicherheit und Effektivität
  • Schmerzen, Nebenwirkungen, Risiken
  • Anforderungen an den Operateur
  • Kosten

Augenlasern ist nicht gleich Augenlasern

Die Begriffe Augenlasern und LASIK werden oft als Synomyme verwendet. Tatsächlich stellt die LASIK nur eine von drei Generationen in der Entwicklung des Augenlaserns dar. Bei jeder Innovation ging es darum, die Risiken und Nebenwirkungen einer Augenlasermethode zu reduzieren. Aufgrund der höheren Sicherheit und der Schmerzfreiheit empfehlen wir unseren Patienten, ihre Augen möglichst mit dem modernsten Augenlaserverfahren ReLEx SMILE lasern zu lassen. Nur wenn das nicht möglich sein sollte, kämen andere Verfahren in die engere Auswahl. Wir helfen Ihnen, das für Sie sicherste und effektivste Verfahren auszuwählen, um Ihre Augen lasern zu lassen.

Augen lasern: Erfahrungsbericht eines RP-Redakteurs

Augen lasern in 26 Sekunden – Erfahrungsbericht eines Redakteurs der Rheinischen Post

Auge gelasert in 26 Sekunden! Christian Schwerdtfeger, Redakteur der Rheinischen Post aus Düsseldorf, hat ein Jahr recherchiert, bis er sich zu diesem Schritt entschieden hat. Dabei hat er sich vor allem mit den Risiken beschäftigt. In ReLEx SMILE hat er die Methode und in Dr. Breyer aus Düsseldorf den Operateur seiner Wahl gefunden: „Ich habe mich bewusst für eine inhabergeführte Praxis in Düsseldorf entschieden, bei der ich sicher sein konnte, dass ich noch vom Chef persönlich behandelt werde und ich im Notfall nicht weit fahren muss, um mich untersuchen zu lassen.“, so Christian Schwerdtfeger. Warum er sich eigentlich die Augen lasern ließ? Ganz einfach: Die Brille sei ihm lästig gewesen, weil sie ihn eingeschränkt habe. Das sei nun endlich anders. Doch lesen Sie am besten selbst seinen Erfahrungsbericht in der Rheinischen Post vom 23. Mai 2018 in unserem Blogposting oder schauen Sie sich sein Video an.

Meilensteine der drei Generationen des Augenlaserns

Erste PRK-Operation

1987 führte Prof. Seiler die erste Augenlaseroperation mittels PRK durch.

Erste LASIK-Anwendung

Prof. Pallikaris führt die erste LASIK-Augenlaserbehandlung durch.

Erste Femto-LASIK

Mit dem Femtosekundenlaser wird erstmals die klingenfreie LASIK möglich.

Erste ReLEx SMILE Behandlung

Prof. Sekundo und Blum führen in Kooperation mit Zeiss das erste flapfreie und schmerzlose Augenlaserverfahren durch.

Dr. Breyer ist einer der ReLEx SMILE-Pioniere

Als einer der ersten 10 Augenchirurgen weltweit wendet Dr. Breyer das ReLEx-SMILE-Augenlasern an.

Presbyond Laser Blended Vision

2013 stellte Prof. Dan Reinstein Augenlasern mit Presbyond zur Korrektur Alterssichtigkeit vor.

1 Million SMILE

Weltweit wurden mehr als 1 Mio ReLEx SMILE-Behandlungen mit Erfolg durchgeführt.

Spezialist für dieses Thema

Portraitfoto von Focus-Top-Mediziner Dr. Detlev Breyer

Focus-Top-Mediziner Dr. Detlev Breyer

Augenarzt, Augenchirurg und leitender Operateur
Focus Top Mediziner Auszeichnungen

Unser leitender Operateur Dr. Detlev Breyer ist seit 2013 Focus-Top-Mediziner für das „Brille-weg-Augenlasern“, Alterssichtigkeit und grauen Star. Er hat bereits über 40.000 Operationen selbstständig durchgeführt. Weltweit gehört er zu den ersten 10 Anwendern des sanften Augenlaserns ohne Flap, ReLEx SMILE, und hat sich in der Linsen- bzw. Kataraktchirurgie einen Namen gemacht, indem er die Mikroinzisionsschirurgie maßgeblich mit entwickelte. Seine Erfahrung sowohl beim Augenlasern als auch als Kataraktchirurg gibt Ihnen zusätzliche Sicherheit.

Augenlasern-TV: Dr. Breyer erklärt das Augenlasern

  • Teaserbild augenlasern-tv-1-prk-erste-generation Video anschauen

    PRK – die erste Generation des Augenlaserns ist recht sicher, aber auch sehr schmerzhaft.

  • Teaserbild augenlasern-tv-2-femto-lasik-zweite-generation Video anschauen

    LASIK und Femto-LASIK – die zweite Generation des Augenlaserns: schmerzfrei, aber mit Flap.

  • Teaserbild augenlasern-tv-3-relex-smile-dritte-generation Video anschauen

    ReLEx SMILE – die dritte Generation des Augenlaserns: ohne Flap und ohne Schmerzen.

Die photorefraktive Keratektomie (PRK) modelliert die obere Hornhautschicht

PRK: Einführung

Die 1. Generation des Augenlaserns

Die erste Augenlaserbehandlung am Menschen war die photorefraktive Keratektomie (PRK). Durchgeführt wurde sie von Prof. Dr. Theo Seiler im Jahr 1987 in Berlin mit einem Excimerlaser. Die PRK gilt daher als die erste Generation des Augenlaserns. Bei diesem Laserverfahren wird das Hornhautepithel zunächst mit einem feinen Spatel mechanisch entfernt. Anschließend wird die darunter liegende obere Hornhaut mit einem Excimerlaser modelliert. Nach dem Lasern muss für einige Tage ein Verband getragen werden, bis sich das Epithel regeneriert hat. Das Verfahren ist für geübte Operateure gut beherrschbar und gilt als recht sicher.

Der größte Nachteil sind die Schmerzen: Nicht nur das Abschaben des Epithels selbst ist sehr schmerzhaft, die Schmerzen dauern über mehrere Wochen an, bis die Wunde verheilt ist, weil diese Schicht der Hornhaut sehr stark von Nerven durchzogen ist, um das Auge zu schützen. Sie lösen den Lidschlussreflex aus, wenn ein Fremdkörper das Auge berührt und sorgen für den regelmäßigen Lidschlag, um den Tränenfilm zu regulieren. Daher empfehlen wir Patienten nur unter bestimmten Vorraussetzungen, sich mit diesem Verfahren ihre Augen lasern zu lassen.

Variante der PRK: LASEK – Präparation des Epithelblattes mit Alkohol

Beim Augenlasern mit der LASEK (Laser assisted sub-epithelial keratectomy) wird das Epithel als ganzes Epithelblatt mit Alkohol vorbehandelt, mit speziellen Instrumenten von Hand abpräpariert, abgehoben und umgeschlagen. Nach dem Lasern wird es wieder zurückgelegt. Die Vorbehandlung des Epithels mit Alkohohl kann dabei zu Heilungsstörungen führen. Nach Versorgung mit einer Verbandslinse für 1 bis 3 Tage ist die Schmerzempfindung etwas geringer als bei der PRK, und das Sehen soll schneller wieder aufgebaut werden.

Variante der PRK: Epi-LASIK – Schneiden des Epithelblattes mit dem Mikrokeratom

Das Augenlasern mittels Epi-LASIK (epitheliale LASIK) ist eine weitere moderne Variante der PRK, die weniger Risiken hat als die LASIK. Auch bei diesem Augenlaserverfahren wird das Epithel als ganzes Epithelblatt abgehoben und umgeschlagen, um nach dem Lasern wieder an den ursprünglichen Ort zurückgelegt zu werden. Dafür kommt jedoch ein ähnliches Mikrokeratom wie bei der LASIK zum Einsatz. Dadurch treten zwar keine alkoholbedingten Heilungsstörungen wie bei der LASEK auf, aber es besteht die Gefahr eines Fehlschnittes. Auch hier soll sich die Sehkraft schneller wieder erholen.

Das größte Risiko ist der Schnitt mit dem Mikrokeratom. Bei der Epi-LASIK wird das Epithelblatt mit einem Mikrokeratom geschnitten. Dadurch besteht die Gefahr eines Fehlschnittes, der nicht mehr zu korrigieren ist. Aus dem Grund empfehlen wir die Epi-LASIK nicht.
Erfahren Sie mehr zur PRK, LASEK und Epi-LASIK.

Anwendungsbereich:

  • Kurzsichtigkeit bis zu -6 dpt

Vor- und Nachteile der PRK

Vorteile

  • Es wird kein Hornhautdeckel (Flap) erzeugt
  • Auch bei dünnerer Hornhaut möglich
  • Die Hornhaut bleibt stabil
  • Keine flapbedingten Risiken

Nachteile

  • Sehr schmerzhaftes Entfernen des Epithels
  • Lange und schmerzhafte Heilungsphase (mehrere Wochen)
  • Mögliche Blendwirkungen nach dem Augenlasern

LASIK: Das erste Verfahren mit Hornhautdeckel (Flap)

Mikrokeratom-LASIK mit MEL 80

Die 2. Generation des Augenlaserns

Da ein Excimerlaser nur an der Hornhautoberfläche eingesetzt werden konnte, das Abpräparieren der Oberfläche, wie es beim Lasern der Augen mit der PRK geschah, aber mit sehr großen Schmerzen verbunden ist, wurde an einem neuen Verfahren geforscht. Die Idee: Die obere Hornhautschicht unterhalb des schmerzempfindlichen Hornhautepithels bis auf einen kleinen Steg abzutrennen und diese wie einen Deckel zur Seite zu klappen. Anschließend kam der MEL60, ein Vorgänger des heute sehr verbreiteten ophthalmologischen Excimerlasers zum Einsatz, um die Hornhaut im tieferen Stroma abzutragen und so die Fehlsichtigkeit zu korrigieren. Diese neue Augenlaserbehandlung nannte sich Laser in situ Keratomileusis, Formgebung im Innern der Hornhaut mittels Laser (altgriechisch Κερατων Hornhaut; Μιλευσισ Formgebung), kurz LASIK, und wurde erstmals 1989 von Prof. I. Pallikaris an der Universität Kreta in Griechenland durchgeführt. Diese Augenlasermethode hat eine recht flache Lernkurve für Augenärzte, dadurch wird sie auch von Augenärzten angeboten, die wenig oder keine anderen Augenoperationen durchführen. Im Falle einer Komplikation könnte das für den Patienten von Nachteil sein.

Bis heute wurden mehrere Millionen LASIK-Behandlungen durchgeführt. 90% der Patienten sind mit dem Ergebnis zufrieden, 10% aber nicht: Sie leiden unter den leichten bis schweren Nebenwirkungen des Augenlaserns, die Sie unten und z. B. auf der Website lasikcomplications.com nachlesen können.

Das größte Risiko ist der Flapschnitt mit dem Mikrokeratom. Bei der LASIK wird der Hornhautdeckel mit einem Mikrokeratom geschnitten. Dadurch besteht die Gefahr eines Fehlschnittes, der nicht mehr zu korrigieren ist. Aus dem Grund bieten wir die LASIK nicht mehr an.

Weitere flapbedingte Risiken Der Hornhautdecke (Flap) wächst nach dem Eingriff nie mehr so fest an wie vorher, er wird nur durch Adhäsion gehalten. Durch Einwirkungen von außen, z.B. bei Sportverletzungen, durch Haustiere oder Unfälle kann er jederzeit gelöst werden.

Erfahren Sie mehr zur LASIK.

Anwendungsbereich:

  • Kurzsichtigkeit bis -10,00 dpt
  • Weitsichtigkeit bis +4 dpt
  • Hornhautverkrümmung bis 5 dpt

Vor- und Nachteile der LASIK

Vorteile

  • Wenig Schmerzen während der Operation
  • Langjährig etabliertes Augenlaserverfahren
  • In der Regel gutes Sehergebnis
  • Wenig anspruchsvoll für den Chirurgen

Nachteile

  • Flapschnitt mit dem Mikrokeratom
  • Gefahr eines Fehlschnittes
  • Abflachung der Hornhaut, Blackout des Auges und erhöhter Augendruck beim Lasern
  • Trockene Augen bis 6 Monate nach dem Eingriff
  • Licht- und Blendeffekte
  • Flapbedingte Risiken: Verrutschen, Abtrennung des Flaps, Gefahr von Kindfingerverletzungen
  • Gefahr einer Hornhautschwächung (Keratektasie)

Femto-LASIK, Weiterentwicklung der LASIK – aber mit Flap

Augenlasern mit der Femto-LASIK

Mit der Einführung des Femtosekundenlasers in die refraktive Chirurgie wurde 2004 auch die Femto-LASIK zum ersten Mal durchgeführt. Die Bezeichnung Femto-LASIK ist etwas irreführend, wird doch die eigentliche Korrektur der Hornhaut auch bei diesem Augenlaserverfahren mit dem Excimerlaser durchgeführt. Der Femtosekundenlaser präpariert nur den Flap, also den Hornhautdeckel. Das Gute daran ist, dass dabei keine Klinge mehr eingesetzt werden muss und das Augen lasern mit der Femto-LASIK etwas sicherer ist, als die LASIK mit dem Mikrokeratom. Fehlschnitte sind korrigierbar, da der Femtolaser keine glatten Schnitte produziert, sondern Gasbläschen im Gewebe hinterlässt, zwischen denen Gewebebrücken stehenbleiben. Werden diese nicht durchtrennt, lösen sich die Bläschen auf und das Gewebe ist so stabil wie vorher. Mit der Femto-LASIK können Fehlsichtigkeiten sehr präzise ausgeglichen werden, durch ein wellenfrontgeführtes Verfahren lassen sich sogar kleinste Brechungsfehler korrigieren.

Flapbedingte Risiken Der Hornhautdecke (Flap) wächst nach dem Eingriff nie mehr so fest an wie vorher, er wird nur durch Adhäsion gehalten. Durch Einwirkungen von außen, z.B. bei Sportverletzungen, durch Haustiere oder Unfälle kann er jederzeit gelöst werden.
Erfahren Sie mehr zur Femto-LASIK.

Anwendungsbereich:

  • Kurzsichtigkeit bis -10,00 dpt
  • Weitsichtigkeit bis +4 dpt
  • Hornhautverkrümmung bis 5 dpt

Die Wellenfront-geführte Femto-LASIK

Wellenfront-Verfahren: Einführung

Bei der Wellenfront-geführten Femto-LASIK wird vor dem Lasern eine verbesserte Diagnostik angewendet, die die individuelle Brechkraft des Auges mit einem Aberrometer (von TOPCON) genau ausmisst. Damit werden die Abweichungen von der optimalen Augenoberfläche vermessen (Aberrationen), die zum Beispiel bei Dunkelheit für Blendungen und Reflektionen um Lichtquellen herum verantwortlich sein können.

Mit diesen Daten wird eine regelrechte persönliche „Landkarte” der Hornhaut erstellt (Hornhaut-Topografie), auf deren Basis der Excimerlaser eine noch genauere und maßgeschneiderte Korrektur durchführen kann, die mit Brille oder Kontaktlinsen nicht möglich ist. Die Wellenfront-Femto-LASIK wird in anderen Augenzentren auch iLASIK oder eeLASIK genannt.

Vor- und Nachteile der Femto-LASIK

Vorteile

  • Weniger schmerzhaftes Verfahren
  • Klingenfreies Verfahren
  • Wenig anspruchsvoll für den Chirurgen
  • Etabliertes Augenlaserverfahren
  • In der Regel gutes Sehergebnis

Nachteile

  • Trockene Augen bis zu 6 Monate nach dem Eingriff
  • Licht- und Blendeffekte
  • Flapbedingte Risiken: Verrutschen, Abtrennung des Flaps, Gefahr von Kindfingerverletzungen (z.B. beim Sport oder Unfällen)
  • Gefahr einer Hornhautschwächung (Keratektasie)

ReLEx SMILE – sanftes Augenlasern ohne Flap

ReLEx® SMILE Augenlasern ohne Flap

Die 3. Generation des Augenlaserns

ReLEx SMILE ist das erste Verfahren ohne Hornhautdeckel (Flap). Es wurde von Prof. Walter Sekundo und Prof. M. Blum in Kooperation mit der Fa. Carl Zeiss Meditec entwickelt und 2007 erstmals durchgeführt. Im Gegensatz zu früheren Augenlaserverfahren kommt ausschließlich ein Femtosekundenlaser zum Einsatz, der VISUMAX von Zeiss. Die Besonderheit von ReLEx SMILE besteht darin, dass die Korrektur der Fehlsichtigkeit im Innern der Hornhaut erfolgt, indem der Femtosekundenlaser ein Hornhautlentikel präpariert. Dieser wird im nächsten Schritt vom Operateur unter dem OP-Mikroskop vorsichtig entfernt. Wenn Sie sich dafür entscheiden, Ihre Augen mit ReLEx SMILE lasern zu lassen, sollten Sie einen erfahrenen Operateur auswählen, denn die Erfahrung des Operateurs spielt bei dieser Augenlaserbehandlung eine größere Rolle als bei den anderen Methoden. Dafür ist sie sicherer.

Der wichtigste Vorteil: Die oberste Hornhautschicht bleibt beim Augenlasern intakt, das Auge stabil. Es ist nur ein kleiner Schnitt notwendig, um das Lentikel zu entfernen, dabei werden deutlich weniger Hornhautnerven durchtrennt als bei einem Verfahren mit Flap, wie LASIK oder Femto-LASIK. Flapbedingte Risiken und Nebenwirkungen kommen nicht mehr vor.

Anwendungsbereich:

  • Kurzsichtigkeit (Sphäre) -0,50 bis -10,00 dpt
  • Hornhautverkrümmung bis 5,00 dpt
  • Sphärisches Äquivalent: -0,75 bis -10,00 dpt

Erfahren Sie mehr zu ReLEx SMILE

Vor- und Nachteile von ReLEx SMILE

Vorteile

  • Es wird nur ein Femtolaser eingesetzt
  • Geformtes Kontaktglas: Keine Abflachung der Hornhaut, keine Druckerhöhung
  • Keine Schmerzen während und nach dem Augenlasern
  • Die oberste Hornhautschicht bleibt nahezu intakt
  • Kein Flap, nur ein 2–4 mm Schnitt
  • Sicherer als (Femto-)LASIK
  • Geringere Gefahr einer Hornhautschwächung als bei Verfahren mit Flap (Keratektasie)
  • Keine Gefahr von Kindfingerverletzungen (z.B. bei Unfällen)
  • Kaum trockene Augen nach der Behandlung
  • Ideal bei Kontaktlinsenunverträglichkeit
  • Sehergebnis vergleichbar im (Femto-)LASIK
  • Kaum Vorsichtsmaßnahmen, Sport und Duschen am selben Tag

Nachteile

  • Bisher nicht für Weitsichtigkeit geeignet
  • Etwas längere Erholungsphase der Sehkraft als nach LASIK
  • Die Erfahrung des Operateurs spielt eine größere Rolle als bei LASIK und Femto-LASIK

Wir zeigen Ihnen eine ReLEx SMILE-Operation unseres Mitarbeiters

Erfahren Sie mehr über ReLEx SMILE

Was Ihnen wertvoll ist, gehört in gute Hände

Wenn Sie Ihre Augen lasern lassen möchten, um unabhängig von Brille oder Kontaktlinsen zu werden, dann vereinbaren Sie gerne einen Termin zur unverbindlichen Erstberatung oder zur Voruntersuchung bei Ihrem Augenlaser-Spezialisten Dr. Breyer. Per Telefon, E-Mail oder über unsere Terminvereinbarungs-App. Gerne rufen wir Sie auch zurück. Wir freuen uns über Ihre Nachricht.

Alle Augenlaserverfahren Schritt-für-Schritt

Wir haben Ihnen alle Laserverfahren Schritt-für-Schritt mit Grafiken dargestellt – vergleichen Sie selbst. Die wichtigsten Unterschiede sind diese:

Laserverfahren Schmerzen Risiko Sehqualität
PRK
LASIK
Femto-LASIK
ReLEx SMILE
  • PRK: Korrektur der Fehlsichtigkeit an der Oberfläche mittels Excimerlaser, sehr schmerzhaftes Abtragen des Epithels, weniger Risiken
  • LASIK: Korrektur mittels Excimerlaser im Stroma, schmerzärmer, aber höheres Risiko aufgrund des Flapschnittes mit einem Mikrokeratom
  • Femto-LASIK: Korrektur mittels Excimerlaser im Stroma, schmerzärmer, Flapschnitt mit einem Femtosekundenlaser, daher weniger Risiken als die LASIK
  • ReLEx SMILE: Korrektur im Stroma mittels Femtosekundenlaser. Keine Schmerzen, kein Flap, nur eine kleine Öffnung, deutlich geringeres Risiko.

Die photorefraktive Keratektomie (PRK) Schritt-für-Schritt

  • PRK-Augenlasern Schritt 1: Die oberste Schicht der Hornhaut, das Epithel, wird mit einer Alkohollösung vorpräpariert und anschließend mechanisch entfernt.

    PRK Augenlasern Schritt 1

    Die oberste Schicht der Hornhaut, das Epithel, wird mit einer Alkohollösung vorpräpariert und anschließend mechanisch entfernt. Das wird als sehr schmerzhaft empfunden.

  • PRK Augenlasern Schritt 2: Anschließend verdampfen Lichtpulse des Excimerlasers einzelne Bereiche der freigelegten Hornhaut, während der Patient einen Lichtpunkt fixiert. Es entstehen unangenehme Gerüche.

    PRK Augenlasern Schritt 2

    Anschließend verdampfen Lichtpulse des Excimerlasers einzelne Bereiche der freigelegten Hornhaut, während der Patient einen Lichtpunkt fixiert. Es entstehen unangenehme Gerüche.

  • Schritt 3: Nach der PRK-Behandlung ist die Hornhaut abgeflacht.

    PRK Augenlasern Schritt 3

    Nach der PRK-Behandlung ist die Hornhaut abgeflacht. Die Schmerzen dauern bis zu einigen Wochen an, bis die Wunde geheilt ist.

Die LASIK Schritt-für-Schritt

  • LASIK-Grafik: Der Flap wird durch das Mikrokeratom über 270 Grad bis auf eine kleine Verbindung abgehobelt.

    LASIK Schritt 1

    Der Flapschnitt wird mit einem Mikrokeratom bis auf eine kleine Verbindung abgehobelt und durchtrennt dabei auch Hornhautnerven.

  • LASIK-Grafik, Schritt 2:
Der Flap wird wie ein Deckel aufgeklappt.

    LASIK Schritt 2

    Der Flap wird wie ein Deckel aufgeklappt.

  • LASIK-Grafik, Schritt 3:
Lichtpulse des Excimerlasers verdampfen einzelne Bereiche der freigelegten Hornhaut.

    LASIK Schritt 3

    Lichtpulse des Excimerlasers verdampfen einzelne Bereiche der freigelegten Hornhaut. Es entstehen unangenehme Gerüche.

  • LASIK-Grafik, Schritt 4:
Der Flap wird zurückgeklappt. Er vernarbt an den Rändern, wächst aber nie mehr richtig fest.

    LASIK Schritt 4

    Der Flap wird zurückgeklappt. Er vernarbt an den Rändern, wächst aber nie mehr richtig fest.

Die Femto-LASIK Schritt-für-Schritt

  • Femto-LASIK Schritt 1
Der Femtosekundenlaser präpariert den Flap.

    Femto-LASIK Schritt 1

    Der Femtosekundenlaser präpariert den Flap und durchtrennt dabei auch Hornhautnerven.

  • Femto-LASIK-Grafik, Schritt 2:
Der Flap wird wie ein Deckel aufgeklappt.

    Femto-LASIK Schritt 2

    Der Flap wird wie ein Deckel aufgeklappt.

  • LASIK-Grafik, Schritt 3:
Lichtpulse des Excimerlasers verdampfen einzelne Bereiche der freigelegten Hornhaut.

    Femto-LASIK Schritt 3

    Lichtpulse des Excimerlasers verdampfen einzelne Bereiche der freigelegten Hornhaut. Es entstehen unangenehme Gerüche.

  • LASIK-Grafik, Schritt 4:
Der Flap wird zurückgeklappt. Er vernarbt an den Rändern, wächst aber nie mehr richtig fest.

    Femto-LASIK Schritt 4

    Der Flap wird zurückgeklappt. Er vernarbt an den Rändern, wächst aber nie mehr richtig fest.

ReLEx SMILE Schritt-für-Schritt

  • ReLEx SMILE Schritt 1
Der Femtosekundenlaser erzeugt den Lentikel im Innern der Hornhaut. Die Oberfäche der Hornhaut bleibt intakt.

    ReLEx SMILE Schritt 1

    Der Femtosekundenlaser erzeugt den Lentikel im Innern der Hornhaut. Die Oberfäche der Hornhaut bleibt intakt.

  • ReLEx SMILE Schritt 2
Dann schneidet der Laser eine Öffnung von 2-4 mm Schnitt in die Hornhautoberfläche.

    ReLEx SMILE Schritt 2:

    Dann schneidet der Laser eine Öffnung von 2-4 mm Schnitt in die Hornhautoberfläche.

  • ReLEx SMILE Schritt 3
Der Operateur präpariert das Lentikel und zieht es durch die Öffnung heraus.

    ReLEx SMILE Schritt 3:

    Der Operateur löst das Lentikel und zieht es durch die Öffnung heraus. Das Auge bleibt stabil.

  • Feder (als Symbol des sanften Augenlaserns)

    ReLEx & SMILE ...

    Genießen Sie Ihre neue Sehkraft!

Fachvortrag von Dr. Detlev Breyer

PRK, LASIK und SMILE: Die drei Generationen der Laser Vision Correction

Im Rahmen eines Fachsymposiums hielt Dr. Breyer diesen Vortrag, in dem er die drei Generationen des Augenlaserns vorstellte und miteinander verglich. Sein Vortrag richtet sich an Augenärzte, ist aber auch für gut informierte Patienten durchaus interessant.

Schnelltest: Sind Sie für das Augenlasern geeignet?

Geeignet

  • Stabile Brillenwerte in den letzten beiden Jahren
  • Sie sind volljährig
  • Ihre Hornhaut ist ausreichend dick
  • Ihre Augen sind gesund
  • Sie sind körperlich gesund
  • Realistische Erwartungen bzgl. Nutzen und Grenzen des Eingriffs

Nicht geeignet

  • Augenerkrankungen (z.B. Grauer Star, Grüner Star, Hornhauterkrankungen)
  • Zu dünne Hornhaut/Hornhautverdünnung
  • Rheumatische Erkrankungen
  • Schwangerschaft oder Stillzeit
  • Unrealistische Erwartungen bzgl. Nutzen und Grenzen des Eingriffs
  • Zu hohe Dioptrienwerte
  • Zu große Pupille

Augenlasern – die Eignungs- und Ausschlusskriterien

Der von der Kommission für Refraktive Chirurgie (KRC) festgelegte Anwendungsbereich hängt von verschiedenen Faktoren ab, die im Rahmen einer Voruntersuchung genau kontrolliert werden müssen.

Alter von mindestens 18 Jahren: Da die Fehlsichtigkeit bei jungen Menschen noch fortschreitet, ist eine Augenlaserbehandlung vor Vollendung des 18. Lebensjahres nicht angezeigt, da die Gefahr einer Regression besteht, d.h. das Sehergebnis würde sich wieder verschlechtern.

Hornhautdicke: Ein wichtiges Kriterium ist die Hornhautdicke. Grundsätzlich gilt, dass nach der Behandlung eine Restdicke von 250 µm verbleiben sollte. Bei flapbasierten Verfahren wie LASIK oder Femto-LASIK wird die Restdicke nach Abzug die Flapdicke und die maximale Tiefe der abzutragenden Hornhaut berechnet. Eine zu dünne Hornhaut und zu hohe Brillenwerte sind Ausschlusskriterien. Bedenken Sie, dass die Hornhaut die Stabilität des Auges gewährleisten und dem Druck, der von innen auf ihr lastet, standhalten muss. Eine zu dünne Hornhaut nach dem Augenlasern birgt die Gefahr der sogenannten Keratektasie, einer Instabilität der Hornhaut, die zu einer Vorwölbung führt.

Pupillengröße: Die Größe der Pupille ist ein wichtiges Kriterium für oder gegen eine Augenlaserbehandlung. Je größer die Pupille, desto größer ist das Risiko, dass es vor allem in der Dämmerung zu Blendeffekten kommt, weil das Licht auch durch den nicht optimal korrigierten Bereich der Hornhaut fällt und daher nicht genau auf der Netzhaut gebündelt wird.

„Keine Sorge, es gibt auch Alternativen zum Augenlasern, z.B. implantierbare Kontaktlinsen oder andere Linsenverfahren.“

Dr. Detlev Breyer

Stabile Brillenwerte seit mind. 1 Jahr: Nur, wenn die Fehlsichtigkeit stabil ist, ist eine Laserbehandlung erfolgversprechend. Wechselnde Brillenwerte (vor dem Einsetzen der Alterssichtigkeit) könnten ein Hinweis auf eine Hornhautschwächung, bzw. auf einen sogenannten Keratokunus sein. Dabei wölbt sich die Hornhaut des Auges aufgrund einer Gewebsschwäche konusförmig immer stärker vor. Wird dennoch eine Augenlaserbehandlung durchgeführt, so beschleunigt diese den Krankheitsverlauf. Oft ist im Spätstadium eines Keratokonus eine Hornhauttransplantation notwendig. Diese Erkrankung muss durch geeignete Diagnostik, z.B. das Belin-Ambrosio-Chart ausgeschlossen werden.

Keine Augenerkrankungen: Nur gesunde Augen sind für eine Augenlaserbehandlung geeignet. Ein grüner Star, grauer Star oder Hornhauterkrankungen sind definitiv Ausschlusskriterien. Für die Augenlaserverfahren LASIK und Femto-LASIK sind zudem trockene Augen ein Ausschlusskriterium, weil diese Verfahren die Symptome meist noch verstärken. Eine Ausnahme ist ReLEx SMILE, da hier nur ein Minischnitt von 2–4 mm erfolgt. Dieser wirkt sich nicht auf die Regulierung des Tränenfilms aus.

Diese Sehfehler lassen sich mit dem Lasern korrigieren

  • Teaserfoto Kurzsichtigkeit Erwachsene

    Kurzsichtigkeit

    Welche modernen Behandlungen von Kurzsichtigkeit (Myopie) gibt es?

    mehr erfahren >

  • Teaserfoto Weitsichtigkeit

    Weitsichtigkeit

    Bei einem weitsichtigen Auge liegt der Brennpunkt des Lichtes nicht genau auf der Netzhaut, sondern dahinter. Dadurch können nahe Gegenstände nicht scharf wahrgenommen werden. Je nach Ausprägung der Weitsichtigkeit werden ferne Gegenstände hingegen scharf erkannt.

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  • Teaserfoto Hornhautverkrümmung

    Hornhautverkrümmung

    Eine Hornhautverkrümmung führt dazu, dass sowohl nahe als auch ferne Gegenstände unscharf wahrgenommen werden. Gleichzeitig liegt oft eine Kurz- oder Weitsichtigkeit vor.

    mehr erfahren >

Augenlasern bei Alterssichtigkeit

Ist Augenlasern bei Alterssichtkeit möglich?

Alterssichtigkeit unterscheidet sich von Kurz-, Weit- oder Stabsichtigkeit durch seine Ursache: Im Laufe unseres Lebens wird die Linse des Auges unflexibler und kann die Brechkraft des Auges nicht mehr richtig an die Nähe anpassen, auch Akkommodation genannt. Spürbar wird das ungefähr ab Mitte 40, dann werden die meisten Menschen zunehmend weitsichtig. Da die Flexibilität der Augenlinse nicht wiederherstellbar ist, gibt es zwei moderne Augenlasermethoden, um trotz Alterssichtigkeit unabhängig von einer Lese- oder Gleitsichtbrille zu bleiben: Die Monovision oder den Überblendvisus durch das Presbyond Augenlasern.

Augenlasern nach dem Prinzip der Monovision und des Überblendvisus

  • Teaserfoto Monovision

    Die Monovision

    Die Monovision per minimalinvasiver Augenlaser- oder Linsen-OP.

    • simulierbar vor der OP
    • realisierbar mit Linsen…
    • …oder mit Augenlasern

    mehr erfahren >

  • Teaserfoto Presby-Augenlasern

    Laser-Überblendvisus

    Sanfte Laserbehandlung statt Lesebrille.

    • simulierbar vor der OP
    • Augenlasern ohne Flap
    • Monovision oder 'Blended Vision'

    mehr erfahren >

Die Voruntersuchung vor dem Augenlasern

Vor jeder Augenlaseroperation untersuchen wir sehr gründlich, ob Augenlasern bei Ihnen möglich ist. Die Voruntersuchung dient gleichzeitig der exakten Operationsplanung. Gut zu wissen: Wir führen grundsätzlich mehr Untersuchungen durch, als von der Kommission für Refraktive Chirurgie (KRC) gefordert sind. Das gibt Ihnen und uns mehr Sicherheit. Als sich unser Mitarbeiter zu einer ReLEx-SMILE-Operation entschieden hat, haben wir ihn begleitet. Unten sehen Sie das Video zu den Voruntersuchungen.

mehr erfahren >

Unser Patientenvideo zur Voruntersuchung vor dem ReLEx SMILE-Augenlasern

Was Ihnen wertvoll ist, gehört in gute Hände

Wenn Sie Ihre Augen lasern lassen möchten, um unabhängig von Brille oder Kontaktlinsen zu werden, dann vereinbaren Sie jetzt einen Termin zur unverbindlichen Erstberatung oder zur Voruntersuchung bei Ihrem Augenlaser-Spezialisten Dr. Breyer. Per Telefon, E-Mail oder über unsere Terminvereinbarungs-App. Gerne rufen wir Sie auch zurück. Wir freuen uns über Ihre Nachricht.

Augenlasern – die Kosten im Vergleich

Basis PRK / LASEK

Inklusive Erstberatung und Laserbehandlung

ab 1.180 €* Preis pro Auge

All-Inclusive PRK / LASEK

Inklusive Erstberatung und -untersuchung, Voruntersuchung, Laserbehandlung und 1 Nachuntersuchung

ab 1.576 €* Preis pro Auge

Basis Femto-LASIK

Inklusive Erstberatung und Laserbehandlung

ab 995 €* Preis pro Auge

All-Inclusive Femto-LASIK

Inklusive Erstberatung und -untersuchung, Voruntersuchung, Laserbehandlung und einer Nachuntersuchung

ab 1.395 €* Preis pro Auge

Wellenfront-optimierte Premium-Femto-LASIK

Inklusive Erstberatung und -untersuchung, Voruntersuchung, Laserbehandlung und 3 Nachuntersuchungen

ab 1.995 €* Preis pro Auge

Wellenfront-optimiertes Augenlasern ReLEx® smile

Inklusive Erstberatung und -untersuchung, Voruntersuchung, Laserbehandlung und 3 Nachuntersuchungen

ab 2.500 €* Preis pro Auge

Wellenfront-optimiertes Augenlasern ReLEx® smile bei höheren Werten

Inklusive Erstberatung und -untersuchung, Voruntersuchung, Laserbehandlung und 3 Nachuntersuchungen bei Werten von mehr als -3 dpt. und/oder einer Hornhautverkrümmung

ab 2.800 €* Preis pro Auge

Laser Blended Vision (Monovisionsbehandlung)

Inklusive Erstberatung und -untersuchung, Voruntersuchung, Laserbehandlung und 3 Nachuntersuchungen

ab 2.195 €* Preis pro Auge

* Das Honorar für unsere Laser- und Linsenbehandlungen richtet sich nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ). Damit Sie besser planen können, haben wir Ihnen hier beispielhaft die voraussichtlichen Preise einiger Leistungspakete zusammengestellt. Welche Behandlung für Sie persönlich infrage kommt und mit welchen Kosten Sie ungefähr rechnen können, besprechen wir gern nach einer Erstuntersuchung mit Ihnen.

Übrigens: Laserbehandlungen können unter Umständen als außergewöhnliche Belastung von der Steuer abgesetzt werden.

Welche Laser sind für das Augenlasern aktuell?

Beim Augenlasern zur Korrektur von Fehlsichtigkeiten an der Hornhaut werden in der Regel zwei Arten von Lasern eingesetzt: Excimerlaser und Femtosekundenlaser.

Excimerlaser verdampfen das Gewebe

MEL 80 Excimerlaser

Funktion: Excimerlaser sind Gaslaser, die elektromagnetische Strahlung im ultravioletten Wellenlängenbereich erzeugen können. Zu den aktuellen Modellen zählen z.B. der MEL 80 von der Firma Zeiss, der Strahlung mit einer Wellenlänge von 193 nm bei einer Frequenz von 250 Hz erzeugt, oder das Nachfolgemodell MEL 90 mit einer Frequenz von 250 bis 500 Hz. Beim Gewebeabtrag mit einem Excimerlaser wird das Gewebe durch den Laserspot verdampft. Je geringer die Spotgröße, desto präziser der Abtrag. Die des MEL 80 und MEL 90 liegt bei 0,7mm. Das Gewebe um den Laserspot herum wird nur geringfügig erwärmt. Da beim Laservorgang unangenehme Dämpfe und Gerüche entstehen – ähnlich wie bei der Verbrennung von Haut oder Haaren – verfügen Excimerlaser in der Regel über einen integrierten Rauchabzug.

Einsatzbereich: Der Excimerlaser wird für den Gewebeabtrag bei der PRK, LASEK, Epi-LASIK der LASIK und der Femto-LASIK genutzt. Soll er Gewebe im Innern der Hornhaut entfernen, so muss das darüber liegende Gewebe zuvor entfernt oder beiseite geklappt werden. Bei der PRK, LASEK und Epi-LASIK wird das Hornhautepithel auf verschiedene Weise entfernt. Bei der LASIK und Femto-LASIK wird ein Hornhautdeckel (Flap) geschnitten und zur Seite geklappt.

Effektivität: Der Gewebeabtrag mit einem Excimerlaser kann auf Basis einer exakten Voruntersuchung sehr präzise erfolgen. Es sind auch wellenfrontgeführte Abtragungsprofile möglich, die kleinste Abweichungen der Hornhautoberfläche von einer optimalen Kugel ausgleichen, um eine noch bessere Sehqualität zu erzielen.

Patienteninterface: In dem Bereich, an dem der Laser Kontakt zum Patienten hat, befindet sich ein sogenanntes Kontaktglas. Bisher haben Excimerlaser ein Kontaktglas, das mit einem recht hohen Sog an das Patientenauge andockt und es dabei abflacht. Diese Abflachung führt kurzzeitig zu einer Druckerhöhung im Auge, in der Regel sieht der Patient in dem Moment auch nur schwarz, das nennt sich "Blackout" des Auges.

Sicherheit: Ein Schnitt mit einem Excimerlaser ist nicht mehr rückgängig zu machen, da einmal verdampftes Hornhautgewebe sich nicht mehr regeneriert. Um Fehlschnitte zu vermeiden und die Sicherheit beim Augenlasern zu erhöhen, verfügen moderne Excimerlaser über ein Eyetracking-System, mit dem die Augenbewegungen des Patienten genau verfolgt werden. Leichte Bewegungen können innerhalb bestimmter Toleranzen beim Abtrag berücksichtigt werden. Bewegt der Patient das Auge zu stark, wird der wird der Laservorgang unterbrochen bzw. abgebrochen.

Femtosekundenlaser produzieren Gasbläschen im Gewebe

VisuMax Femtosekundenlaser

Funktion: Femtosekundenlaser senden Lichtpulse aus, deren Dauer im Femtosekundenbereich liegt. Eine Femtosekunde (fs) entspricht 10-15 Sekunden. Anders als ein Excimerlaser kann ein Femtosekundenlaser seine Laserpulse auch in einer genau berechneten Gewebstiefe freisetzen. Das darüber liegende Gewebe muss also nicht entfernt werden. Zu den fortschrittlichsten Modellen für den Einsatz in der refraktiven Hornhautchirurgie gehört der Femtosekundenlaser VisuMax der Firma Zeiss. Er erzeugt Strahlung mit einer Wellenlänge von 1043 nm. Die Pulsdauer beträgt 220 bis 580 fs bei einer Laserpulsrate von 500 kHz. Ein Femtosekundenlaser erzeugt keine Wärme, sondern winzige Gasbläschen im Innern des Gewebes. Bei einem Schnitt entstehen viele winzige Gasbläschen nebeneinander, zwischen denen kleine Gewebebrücken stehenbleiben. Erst, wenn der Operateur diese löst, ist das Schnitt durchgeführt und das Gewebe voneinander getrennt. Es entstehen weder unangenehmen Gerüche oder Geräusche.

Einsatzbereich: Ein Femtosekundenlaser wird eingesetzt, um beispielsweise den Flap bei einer Femto-LASIK zu schneiden. Das ist der entscheidende Unterschied zwischen den Verfahren: Bei der LASIK wird der Flap mit dem Mikrokeratom geschnitten, bei der Femto-LASIK mit dem Femtosekundenlaser. Der VisuMax ist darüber hinaus der einzige Laser, mit dem das Augenlasern mit dem Verfahren ReLEx SMILE möglich ist. Dabei erzeugt der VisuMax ein exakt berechnetes Hornhautscheibchen (Lentikel) im Innern der Hornhaut, nach dessen Entnahme durch eine winzige Öffnung die Fehlsichtigkeit des Auges korrigiert ist. Auch Hornhautschnitte und die Präparation eines feinen Tunnels in der Hornhaut, in den Ringsegmente zur Stabilisierung der Hornhaut eingesetzt werden können, sind unter anderem mit dem VisuMax möglich.

Effektivität: Femtosekundenlaser werden seit 2004 beim Augenlasern eingesetzt. Zunächst als Ersatz für das Mikrokeratom, denn mit dem Femtosekundenlaser lassen sich dünnere Flaps schneiden als mit dem Mikrokeratom. Der Femtosekundenlaser VisuMax steht dem Excimerlaser an Präzision und Effektivität in nichts nach, das bestätigen inzwischen zahlreiche Studien. Spätestens seit der Einführung des ReLEx SMILE-Verfahrens weiß man auch, dass mit dem VisuMax ebenso exakte Abtragungs- bzw. Schnittprofile realisierbar sind, wie mit einem Excimerlaser und eine präzise Korrektur der Fehlsichtigkeit auf Basis einer exakten Voruntersuchung erlauben, auch wellenfrontoptimierte Abtragungsprofile.

Patienteninterface: Ein großer Vorteil des VisuMax ist sein anatomisch geformtes Kontaktglas. Es erzeugt deutlich weniger Druck auf das Auge, weil es sich der Kugelform des Auges anpasst. Dadurch kommt es nicht zu einem Blackout des Auges.

Sicherheit: Wurde eine Fläche mit einem Femtosekundenlaser präpariert, so sind dort zunächst einmal nur Gasbläschen entstanden. Erst, wenn die Gewebebrücken zwischen ihnen durchtrennt wurden, handelt es sich um einen echten Schnitt. Sollte ein Fehler passiert sein, so besteht die einfache Lösung darin zuzuwarten, bis die Gasbläschen absorbiert wurden. Ca. 4 Wochen später kann der Laservorgang wiederholt werden, als sei nichts geschehen. Fehlschnitte sind mit einem Femtosekundenlaser also nicht möglich, was vor allem im Vergleich zu einem Flapschnitt mit einem Mikrokeratom ein großes Plus an Sicherheit ist.

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