Was ist ein grauer Star (Katarakt) und wie wird er heute behandelt?

Der graue Star (Katarakt) ist eine Trübung der Augenlinse, die meist ab dem 50. Lebensjahr auftritt und mit der Zeit zu einer zunehmend verschwommenen Sicht führt. Sie kann durch die Implantation von Kunstlinsen vollständig therapiert werden. Die Grauer-Star-Operation gehört zu den am häufigsten durchgeführten Eingriffen am Menschen und ist einer der Tätigkeitsschwerpunkte unserer Augenärzte.

Spezialist für dieses Thema

Portraitfoto von Dr. Detlev Breyer

Dr. Detlev Breyer

Augenarzt, Augenchirurg und leitender Operateur

Dr. Detlev Breyer gilt als einer der Pioniere der Kleinstschnittchirurgie bei der Operation des grauen Stars und erhielt 2016 zum vierten Mal in Folge die Auszeichnung des TOP-Mediziners für Refraktive Chirurgie der Focus-Ärzteliste. Er und seine Kollegen Dr. Kaymak und Dr. Klabe implantieren eine künstliche Linse mit einem minimalen Schnitt von 1,5 - 1,6 mm, während durchschnittlich 2,5 mm nötig sind. Noch präziser und sicherer ist die Operation mit dem Laser die Laser-Grauer-Star-OP.

Die Symptome des grauen Stars (Katarakt)

Katarakt Auswirkungen und Ursachen

Durch den grauen Star werden die Augenlinse und damit auch die Sicht zunehmend trüb, Betroffene sehen wie durch einen Schleier. Die Griechen glaubten übrigens, dass dieser Schleier durch eine Flüssigkeit hervorgerufen werde, die im Innern des Auges herunterläuft und prägten den Namen Katarakt, was soviel wie Wasserfall bedeutet. Je nach Stadium ist sogar von außen eine Graufärbung der Linse sichtbar, wodurch vermutlich die deutsche Bezeichnung, der graue Star, entstanden ist.

Wie bei einer Kamera beeinträchtigt die Trübung der Linse die Brechung der Lichtstrahlen im Auge und führt zu den typischen Symptomen des grauen Stars:

  • die Sicht wird zunehmend verschwommen
  • Farben erscheinen blasser
  • die Blendempfindlichkeit nimmt zu
  • Ihre Augen gewöhnen sich langsamer an wechselnde Lichtverhältnisse
  • die räumliche Wahrnehmung und Fernsicht verschlechtern sich.
  • Wahrnehmung von Lichthöfen (Halos) um Lichtquellen herum

Die meisten der Symptome des grauen Stars empfinden vor allem Autofahrer als besonders störend. Am Anfang bemerken Sie nur wenig von diesem schleichenden Prozess. Er verläuft langsam und völlig schmerzfrei, kann aber die Sehqualität im Laufe der Jahre erheblich einschränken. Weltweit ist die Hälfte der Menschen über 70 vom grauen Star betroffen.

Mutter hebt Kind hoch (Foto unscharf, verblasst und mit Grauschleier)
Menschen, die unter einem grauen Star leiden, sehen die Welt wie durch einen immer dichter werdenden Schleier. Nur eine Operation hilft.

Die Erfahrung Ihres Operateurs beeinflusst maßgeblich das Ergebnis Ihrer Grauer-Star-Operation

Wussten Sie, dass die Erfahrung Ihres Operateurs, seine Operationstechnik und die Auswahl Ihrer Linsen entscheidende Faktoren sind, wenn es um Ihre Sehqualität nach der Operation des grauen Stars geht? Mit minimalinvasiver Operationstechnik und individuell ausgewählten Intraokularlinsen ist die Graue-Star-Operation heute gut verträglich und die Sehqualität wesentlich besser als noch vor einigen Jahren. Sie wird heute schon im frühen Stadium des grauen Stars durchgeführt. Ihr Augenarzt und Grauer-Star-Spezialist, Dr. Detlev Breyer, berät Sie gern.

Warum werden immer mehr Operationen des grauen Stars mit dem Laser durchgeführt?

Die minimalinasive Operation des grauen Stars

Behandelt wird der graue Star mit einer Operation, bei der das Innere der getrübten Linse entfernt und eine Kunstlinse bzw. Premiumlinse in den Kapselsack implantiert wird. Sie gehört zu den Routineeingriffen und wird in Deutschland rund 600 000 Mal im Jahr durchgeführt. Dabei variieren die Operationstechniken erheblich und auch die Erfahrung der Kataraktchirurgen ist sehr unterschiedlich. Laut einer Umfrage der Bundesverbandes der Deutschen Ophthalmochirurgen aus dem Jahr 2015 variierte die Schnittlänge zwischen 1,2 und 4 mm. Unsere Augenchirurgen führen die Operation routinemäßig mit einem Schnitt zwischen 1,5 und 2,0 mm durch. Dieser Schnitt ist notwendig, um den Kapselsack zu eröffnen, die natürliche Linse zu entfernen und die Kunstlinse in den Kapselsack einzusetzen. Schnittlängen unter 2,0 mm gelten als minimalinvasiv und sind schonender für das Auge. Dr. Breyer hat diese Operationstechnik, die auch Kleinstschnitt-Technik (Mikroinzisionstechnik) genannt wird, maßgeblich mit entwickelt. Übrigens übernimmt Ihre Krankenkasse in aller Regel die Kosten der Operation.

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Ist der graue Star gefährlich?

Warten Sie nicht zu lange mit der Operation des grauen Stars, weil schlechte Sicht für Sie und andere eine Gefahr sein kann.

Die gute Nachricht zuerst: Im Gegensatz zu einem grünen Star ist der Schaden, den der graue Star an der Linse des Auges verursacht, mit der Operation des grauen Stars, der sogenannten Kataraktoperation, vollständig zu beheben: Sobald wir die getrübte Linse gegen eine klare Kunstlinse ausgetauscht haben, erleben Sie wieder die klare Sicht, die Sie von früher kannten. Durch eine Premiumlinse mit mehreren Brennpunkten werden Sie sogar wieder unabhängig von Ihrer Lesebrille.

Dennoch raten wir Ihnen, die Graue-Star-Operation nicht zu lange hinauszuzögern, da eine getrübte Linse Ihr Sehvermögen zunehmend einschränkt und beim Autofahren oder in vielen Alltagssituationen eine Gefahr für Sie und andere darstellt. Stürze und Unfälle passieren einfach schneller, wenn man seine Umwelt nicht mehr klar und deutlich sieht.

Wie der graue Star die Linse des Auges verändert

Die Linse des Auges (griechisch "phakos") ist ein Organ ohne Nerven und Gefäße. Sie besteht aus einer Linsenkapsel und einem Linsenkern. Wie die Linse eines Fotoapparates ist die Augenlinse kristallklar und beidseitig konvex gekrümmt. Als Sammellinse bündelt die natürliche Linse das ins Auge eintretende Licht und fokussiert es auf der Netzhaut. Dabei kann sie aufgrund ihrer Elastizität sich entweder flach oder kugelig formen, um den Brennpunkt auf der Netzhaut zu verändern.

Im Laufe unseres Lebens verändert sich die Linse kontinuierlich: Neue Zellen bilden sich im Kern und lassen die Linse mit den Jahren dicker und unflexibler werden. Verliert die Linse ihre Elastizität, so verändert sich auch ihre Brechkraft und Gegenstände in der Nähe erscheinen zunehmend unscharf. Dieser Prozess führt zur sogenannten Alterssichtigkeit und in der Regel zur Abhängigkeit von einer Lesebrille.

Bei einem grauen Star kommt es darüber hinaus zu Veränderungen im Innern der Augenlinse. Dort befinden sich hoch konzentrierte Proteine, die durch die Schutzeiweiße A-Crystallin (cryAA) und B-Crystallin (cryAB) transparent bleiben. Versagen diese sogenannten Kristalline, so verklumpen die Proteine und führen zu der für den grauen Star typischen Linsentrübung. Durch sie wird das einfallende Licht gestreut – unscharfes Sehen ist die Folge. Gegen die Linsentrübung hilft keine Lesebrille, sondern nur die Katarakt- oder Grauer-Star-Operation.

Auge im Querschnitt, Pfeil auf der Linse
[1] Die Linse bündelt die in das Auge einfallenden Lichtstrahlen und fokussiert sie auf die Netzhaut, indem sie sich mithilfe des Ziliarmuskels flach oder kugelig formt (akkomodiert). Ihre Brechkraft beträgt mit 10 Jahren 15 dpt, mit 50 nur noch 2 dpt.

Was sind die Ursachen des grauen Stars?

Die Ursachen des grauen Stars sind nicht eindeutig geklärt. Bisher galt oxidativer Stress als einer der Faktoren, die zu den Umbauvorgängen in den Fibrillen der Linse des Auges führen. Weitere Faktoren, die zu einem grauen Star beitragen, sind:

  • natürliche Alterungsprozesse
  • UV-Strahlen des Sonnenlichtes
  • Infrarotstrahlen
  • zu wenig körperliche Aktivität
  • Rauchen
  • Diabetes
  • Mangelernährung
  • Verletzungen am Auge
  • Medikamente
  • Röteln während der Schwangerschaft können auch bei Babys einen grauen Star hervorrufen

Der Altersstar ist die häufigste Form des grauen Stars

Bei vielen Betroffenen treten erste Anzeichen einer Linsentrübung bereits ab dem 50. Lebensjahr auf und verstärken sich im Laufe des Lebens: Mit über 70 Jahren leiden rund 50 von 100 Menschen unter dem grauen Star. Deshalb spricht man auch vom sogenannten Altersstar. Es ist die häufigste Form des grauen Stars und kann unbehandelt bis zur Erblindung führen. Körperliche Aktivität wirkt sich positiv aus und kann den Altersstar hinauszögern.

Der graue Star in den Entwicklungsländern

Menschen in Entwicklungsländern leiden häufiger und schon in jüngeren Jahren unter dem grauen Star. Gründe dafür sind zum Beispiel Mangelernähung, viel Sonnenlicht und die Lebensgewohnheiten. Auch eine Rötelninfektion der Mutter während der Schwangerschaft kommt in Entwicklungsländern häufiger vor, da ein Impfschutz nur selten besteht und kann bereits beim Ungeborenen zu einem grauen Star führen. Im Gegensatz zu den hochentwickelten Ländern haben Menschen in den ärmeren Ländern der Welt nur selten die Mittel und Möglichkeiten, sich einer Operation des grauen Stars zu unterziehen, um wieder klar sehen zu können. Hier hilft jedoch die Christoffel Blindenmission, die wir aus dem Grund unterstützen. Mehr dazu im Kapitel Soziales Engagement.

Diabetiker haben ein hohes Risiko am grauen Star zu erkranken

Die Stoffwechselerkrankung Diabetes wirkt sich mit auf das Auge aus und führt nicht nur zur diabetischen Netzhauterkrankung (Retinopathie). Diabetiker leiden auch früher als andere Menschen unter einem grauen Star.

Unfälle und Medikamente können einen grauen Star verursachen

Unfälle, bei denen das Auge verletzt wurde, können zur Bildung eines grauen Stars führen. Auch einige Medikamente, insbesondere Cortison, können einen grauen Star verursachen, wenn sie über längere Zeit eingenommen werden.

Auch manche Augenoperationen ziehen eine grauen Star nach sich

Bei einer Augenoperation, bei der Glaskörper des Auges entfernt wird, lässt sich die Bildung eines grauen Stars häufig nicht vermeiden. Aus dem Grund wird eine Glaskörperoperationen oft mit dem Austausch der natürlichen Linse gegen eine Kunstlinse, also einer Kataraktoperation, verbunden.

Das sagen Patienten über ihre Operation des grauen Stars

„Trifokale Linsen – Ergebnis nach drei Jahren immer noch optimal“

„Ich habe mich vor drei Jahren entschlossen, mich von Herrn Dr. Beyer operieren zu lassen und bin immer noch sehr zufrieden. Im Vorfeld war ich sehr skeptisch, schließlich handelt es sich um eine OP am Auge, also einem äußerst sensiblen Bereich. Ich habe ganze Dissertationen zu dem Thema gelesen, um sachliche Informationen zu erhalten und Risiken abwägen zu können. Hinterher ist man immer schlauer und mich musste feststellen, dass ich mir das hätte sparen können. Ich möchte Herrn Dr. Beyer und seinem Team für die hervorragende Leistung noch einmal herzlich danken. Sie haben mir zu einem neuen Lebensgefühl verholfen.“

1,0 via jameda.de (Privatpatient)

„Klasse Arzt und tolles Team“

„Habe vor kurzem eine Katarakt OP durch Dr. Breyer und sein Team erhalten. Von Anfang an war ich super betreut und habe mich total wohl gefühlt. Der Eingriff selber wurde mit dem Laser durchgeführt und war schmerzfrei. Das Ergebnis ist wirklich beeindruckend und man sieht plötzlich wieder Farben und Kontraste, vorher war alles neblig - Katarakt eben. Trage seit dem Eingriff keine Brille mehr und fahre nach ca. 1,5 Wochen auch wieder mit dem Auto. Vielen Dank noch einmal für die neu gewonnene Seh- und Lebensqualität !“

1,0 via jameda.de (Kassenpatient)

„Nachstar – gut erkannt und kein Problem für Dr. Breyer“

„2013 wurde von Dr. Breyer bei mir an beiden Augen der graue Star erkannt und operativ super gut behandelt. Gute Beratung, verständliche Erklärung, soziales finanzielles Angebot für zwei unterschiedliche Linsen. Li. Auge Nachsicht, Re. Auge Fernsicht. Super – nach über 40 Jahren Brillenträger nun fast ohne Brille. Nun stellte sich 2016 auf dem rechten Auge eine Trübung ein. Diagnose vor drei Wochen: Nachstar! Vor zwei Tagen per Laser OP ohne Schmerzen behoben. Hier ist man gut aufgehoben“

1,4 via jameda.de
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  • Teaserfoto Laser-Grauer-Star-Operation

    Die Laseroperation

    Die Laseroperation des grauen Stars für hervorragende Sehqualität.

    • Per Kleinstschnitttechnik
    • Individuelle Linsenberatung
    • Sogar bei Hornhautverkrümmung

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  • Teaserfoto Premiumlinsen / Multifokallinsen

    Premiumlinsen

    Individuell ausgewählte Multifokallinsen: mehr Unabhängigkeit von der Lesebrille.

    • maßgeschneidert
    • modernste Optik
    • bessere Sehqualität

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  • Teaserfoto Überblendvisus / Düsseldorfer Schema

    Der Überblendvisus

    Überblendvisus statt Lesebrille durch verschiedene Multifokallinsen.

    • weniger störende Lichtphänomene
    • besseres Kontrastsehen
    • gutes räumliches Sehen

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Schützen Sie Ihr Augenlicht – kommen Sie zur Vorsorge!

Zum Vorderabschnitt zählen Bindehaut, Hornhaut, Linse und Iris. Dieser Bereich, auch die „Optik“ des Auges genannt, kann auf vielfältige Weise in seiner Funktion gestört werden, wie z. B. durch eine Hornhautschwäche oder -verkrümmung, Keratokonus, eine Bindehautentzündung sowie einen grauen oder grünen Star.

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Häufig gestellte Fragen

Hier finden Sie häufige Patientenfragen zum Thema Grauer Star oder Grauer-Star-Operation. Haben Sie auch Fragen, die hierhin gehören? Dann schreiben Sie unserer Redaktion Ihre Frage. Wir freuen uns von Ihnen zu hören.

Was ist, wenn die Operation des grauen Stars einmal nicht optimal läuft?

Unsere Operateure bei Breyer, Kaymak & Klabe sind so erfahren, dass sie mögliche Komplikationen sicher managen können und wir Sie nicht in ein Krankenhaus schicken müssen. Wir haben Augenärzte mit unterschiedlichen Tätigkeitsschwerpunkten im Haus: ehemalige Oberärzte und einen ehemaligen Chefarzt der Augenklinik im Marien Hospital Düsseldorf. Zu uns kommen sogar viele Patienten, bei denen es zu Komplikationen kam.

Helfen Sport und andere körperliche Aktivität gegen den grauen Star?

Das ist in der Tat das Ergebnis einer großen Studie, die eine schwedischen Autorengruppe Ende 2014 veröffentlichte. Sie verglichen den Zusammenhang zwischen körperlicher Aktivität bzw. Inaktivität und dem Risiko, einen grauen Star (Katarakt) zu entwickeln. Dafür beobachteten sie zwei Gruppen von rund 24.000 Frauen und rund 29.000 Männern im Alter von 45 bis 83 Jahren über einen Zeitraum von durchschnittlich 12 Jahren. Das Viertel (Quartil) der Teilnehmer, das in Befragungen die meiste körperliche Aktivität angegeben hatte, zeigten gegenüber denen mit der geringsten Aktivität das geringste Risiko, einen grauen Star zu entwickeln. Ein Beispiel: Wer täglich länger als eine Stunde geht oder Fahrrad fährt, wies ein um 12 Prozent geringeres Kataraktrisiko auf. Wer körperlich schwer arbeitete, hatte gegenüber Menschen mit sitzender Tätigkeit ein um 16 Prozent geringeres Risiko, an einem grauen Star zu erkranken.

Ist der graue Star (Katarakt) durch Medikamente heilbar?

Nein, das ist bisher noch nicht möglich. Forscher arbeiten zwar an einer medikamentösen Behandlung, diese steckt allerdings noch in den Kinderschuhen. Im November 2015 veröffentlichten Forscher um Jason Gestwicki von der University of Michigan in Ann Arbor im Fachmagazin Science ihre ersten Ergebnisse. Um sie zu verstehen, muss zunächst der Prozess erklärt werden, der zu einem grauen Star führt: Die Augenlinse besteht zur rund einem Drittel aus den Schutzeiweißen A-Crystallin (cryAA) und B-Crystallin (cryAB). Solange diese in gelöster Form vorliegen, sorgen sie dafür, dass die Linse des Auges transparent bleibt. Im Laufe des Lebens verändern diese Eiweiße jedoch ihre Form, sie entfalten sich und verklumpen. Das führt langfristig zu einer Trübung der Augenlinse. Die Wissenschaftler haben bei ihren Laborversuchen mit Mäusen aus einer Reihe von Wirkstoffen einen indentifiziert, der diese Prozess aufhalten und teilweise sogar rückgängig machen konnte. Bis ein solcher Wirkstoff als Medikament vorliegen wird, das für Menschen zugelassen ist, werden noch einige Jahre vergehen.

Woher weiß ich, welche Linse für mich die richtige ist?

Die Wahl der Linse sollten Sie in die Hände eines Spezialisten legen, wenn Ihnen Ihre Brillenunabhängigkeit nach der Operation wichtig ist. Wir beschäftigen uns wissenschaftlich mit Linsensystemen und dem Auswahlprozess. Dieser besteht aus mehreren Phasen: Wir besprechen mit Ihnen, welche beruflichen oder privaten Tätigkeiten Sie oft verrichten, welche Anforderungen Sie an das Sehen haben und wo Sie bereit wären, Kompromisse zu machen. Anschließend führen wir umfangreiche Voruntersuchungen und Vermessungen Ihrer Augen durch. Auf Basis unserer Kenntnisse der verschiedenen Linsensysteme, Ihren Untersuchungsergebnissen und Ihren Wünschen schlagen wir Ihnen Linsen vor, mit denen die angestrebte Sehqualität erreicht werden kann. Eine sehr individuelle Behandlung ist z.B. die Implantation von segmentalen Multifokallinsen nach dem Prinzip des von uns entwickelten Überblendvisus Düsseldorfer Schema. Abgesehen von den Linsen spielt natürlich die Erfahrung des Operateurs und die Operationstechnik eine Rolle. So erreichen wir z.B. bei Patienten mit einer Hornhautverkrümmung – und nicht nur bei diesen – eine höhere Präzision bei der Ausrichtung der Linsen durch den Einsatz eines Femtosekundenlasers bei der Kataraktoperation.

Wann ist der richtige Zeitpunkt für die Kataraktoperation?

Spätestens wenn Sie sich in Ihrer Sehfähigkeit sehr beeinträchtigt fühlen, weil Sie Kontraste nicht mehr gut wahrnehmen oder unter Blendungen beim Autofahren leiden, dann sollten Sie eine Kataraktoperation ins Auge fassen. Als Operateure empfehlen wir unseren Patienten aber immer, nicht zu lange zu warten, denn mit dem Alter steigen auch die Risiken der Operation. Ein sehr harter Linsenkern ist schwieriger zu operieren, auch könnten andere gesundheitliche Probleme mit dem Alter hinzukommen.

Bei der Kataraktoperation handelt es sich um eine Routineoperation. Wir wenden dabei eine sehr schonende minimalinvasive Technik an, auf Wunsch auch einen Laser. Die heute verfügbaren Linsen bieten eine so hervorragende Sehqualität, dass die meisten Patienten uns hinterher sagen: Hätte ich das doch schon früher gemacht. Und sehr viele tun das übrigens schon, wenn sich die Alterssichtigkeit bemerkbar macht, also weit vor dem 60. Lebensjahr, damit sie unabhängig von der Lesebrille werden. Die Meinung, man solle warten, bis der "Star reif ist", ist also nicht mehr zeitgemäß.

Wie lange halten Intraokularlinsen, die bei der Operation des grauen Stars implantiert wurden?

Die neuesten Generationen von Intraokularlinsen (IOL) sind sehr verträglich und haltbar. Sie können ohne Probleme ein Leben lang im Auge bleiben und müssen nicht ausgetauscht werden. Für den Fall, dass Ihnen eine Standardlinse implantiert wurde oder eine Linse, die eine bestehende Fehlsichtigkeit nicht ausreichend ausgleicht, gibt es jedoch die Möglichkeit, eine multifokale Add-on-Linse zusätzlich zur Intraokularlinse ins Auge einzupflanzen, damit Sie brillenunabhängig werden.

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