Der Überblendvisus nach dem Düsseldorfer Schema – bei grauem Star und Alterssichtigkeit

Menschen sind Individuen: Deswegen gibt es nicht die „beste“ Linse, die zu jedem passt. Nach dem von Dr. Breyer entwickelten „Düsseldorfer Schema“ zur Behandlung von Alterssichtigkeit kombinieren wir segmentale Premiumlinsen unterschiedlicher Stärken nach Ihren persönlichen Sehpräferenzen, um Ihnen maximale Brillenunabhängigkeit zu bieten. Das Besondere daran ist, dass sich die Sehbereiche der Linsen ergänzen und überschneiden, damit ein möglichst natürlicher Seheindruck entsteht.

„Über-blenden“ (von englisch:„mischen“) ist ein häufig genutzter Begriff aus Fotografie und Film, wo zwei Bilder miteinander „gemischt“ werden. Dieses Prinzip macht man sich bei der Sehkraft zunutze: Ein Auge sieht scharf in der Ferne, das andere in der Nähe. Zusätzlich sehen beide den mittleren „Überblendbereich“ scharf. Bisher wurde dies mit einheitlichen Sehbereichen von 0,0 und -1,5 dpt mit dem Laser erreicht. Beim Düsseldorfer Schema haben Sie hinsichtlich der Sehbereiche, in denen Sie ein scharfes Bild sehen werden, eine Auswahl.

Wichtige Vorteile des Überblendvisus

Gegenüber herkömmlichen Multifokallinsen und einer Monovisionsbehandlung hat der Überblendvisus folgende Vorteile:

  • maßgeschneiderte Therapie durch individuelle Linsenkombination
  • gutes räumliches Sehen
  • weniger störende Lichtphänomene
  • besseres Kontrastsehen
Dr. Breyer beim Vortrag
Dr. Breyer beim Innovationssymposium 2016

Dr. Breyer wendet den Überblendvisus nach dem Düsseldorfer Schema bei vielen Patienten an, die unter Alterssichtigkeit leiden, indem er segmentale Multifokallinsen bzw. Mehrstärkenlinsen, die scharfes Sehen in unterschiedlichen Distanzen ermöglichen, nach diesem Prinzip und unter Berücksichtigung der individuellen Sehanforderungen der Patienten miteinander kombiniert. Die Firma Oculentis war davon so überzeugt, dass sie unser „Düsseldorfer Schema“ bereits mit ihren darauf abgestimmten Premiumlinsen anderen Augenchirurgen empfiehlt.
Mehr über die Oculentis IOL lesen Sie in diesem PDF [2,1 MB]

Was bedeutet Überblendvisus und was sind die Vorteile?

Von der Laser Blended Vision zum Überblendvisus nach dem Düsseldorfer Schema

  • 2013: Die Inspiration. Dan Reinstein präsentiert in Singapur beim Zeiss-Symposium im Rahmen des APACRS die Presbyond Laser Blended Vision: Eine Excimerlaserbehandlung (Presbyond), bei der ein Auge für die Ferne (0,0 dpt.) und das andere Auge für das Sehen in der Nähe (-1,5 dpt.) optimiert wird. Zusätzlich erreicht ein spezielles Abtragungsprofil eine größere Tiefenschärfe (durch sphärische Aberrationen). Da die Zielrefraktion beider Augen nur um 1,5 dpt. voneinander abweichen, entsteht in mittlerer Entfernung ein Überblendbereich. Dieses Prinzip hat Dr. Breyer dazu inspiriert, es auf Intraokularlinsen zu übertragen.

  • 2014: Dr. Breyer präsentiert sein Konzept des Überblendvisus mit segmentalen MIOL in London vor dem Internationalen Kongress der Presbyopia Society (ISOP) und der European Society of Cataract and Refractive Surgeons (ESCRS).

  • 2015: Wir präsentieren unsere klinisch signifikanten wissenschaftlichen Daten, die diese Idee untermauern, in Barcelona vor ISOP und ESCRS.

  • 2016: Dr. Breyer stellt den Überblendvisus mit neuen Daten nicht nur bei unserem Innovationssymposium in Düsseldorf vor, sondern auch beim Weltkongress der Ophthalmologen in Guadalajara (Mexiko), in Athen (ESCRS), in Chinese Taipei (APAO), in Nürnberg (DOC) und in Rom im elitären Kreis der Amerikanisch-Europäischen Augenchirurgen (AECOS).

  • September 2016: Die Europäische Gesellschaft der Katarakt- und Refraktivchirurgen (ESCRS) zeichnet im Rahmen ihres internationalen Forschungskongresses in Kopenhagen das wissenschaftliche Video von Dr. Breyer und Kollegen über den Überblendvisus in der Kategorie "Innovation" aus.

  • to be continued
Dr. Breyer bei der Preisverleihung
Unser Video über das Düsseldorfer Schema wurde in der Kategorie Innovation von den Europäischen Augenchirurgen ausgezeichnet.
Portraitfoto von Dr. Detlev Breyer

Stereoskopisches Sehen beim Überblendvisus mit Refraktiven Multifokallinsen im Vergleich zu Phaken Augen

Ein Wissenschafts-OSKAR für unseren Vortrag auf der DOC Nürnberg 2017! Die Idee, das Düsseldorfer Schema wissenschaftlich auf das Tiefenschärfe-Sehen zu untersuchen, kam Dr. Breyer durch kritische Kollegen, die ihn nach seinen Vorträgen darauf ansprachen. Zwar hatte noch nie ein Patient dahingehend von sich aus über Beschwerden geklagt, aber das kann für einen kritischen Arzt und Wissenschaftler natürlich keine befriedigende Aussage sein. Also hat sich Dr. Hagen an die Arbeit gemacht: die preisgekrönte Arbeit können Sie hier mit einem Klick einsehen.

Portraitfoto von Dr. Detlev Breyer

Individualized Patient Care – Comparison of Different Variants of Blended Vision with Rotational Asymmetric Multifocal Intraocular Lenses (MIOL)

2013 stellte Prof. Dan Reinstein in Singapur in einer Sitzung, die Dr. Breyer moderierte, das sog. Presbyond-Augenlasern bei Alterssichtigkeit vor. Dr. Breyer inspirierte das zu seinem Düsseldorfer Schema mit segmentalen MIOL. Auf dem Kongress der amerikanischen Katarakt- und Refraktiv-Chirurgen (ASCRS) in LA 2017 stellt Dr. Breyer seine klinisch und statistisch signifikanten Ergebnisse seines Düsseldorfer Schemas vor. Von der Idee zum persönlichen Goldstandard.

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Fachvideo für Augenärzte und interessierte Patienten

Individuelle Patientenversorgung mit verschiedenen Varianten des Überblendvisus: das Düsseldorfer Schema

Dr. Breyer hat den Überblendvisus nach dem Düsseldorfer Schema mit einem Video auf zahlreichen internationalen Fachkongressen präsentiert. Im September 2016 wurde es sogar beim Europäischen Kongress der Refraktiv- und Kataraktchirurgen in der Kategorie "Innovation" ausgezeichnet. Es beschreibt die wissenschaftlichen Hintergründe und Datenerhebungen, die Funktionsweise, die Operation und die Patientenaufklärung. Schauen Sie doch einmal rein.

Innovationssymposium Augenchirurgie 2016: Detlev Breyer - Aktuelle Premium-IOLs: unser Düsseldorfer Schema

Das Patientengespräch: die Basis des maßgeschneiderten Überblendvisus

Um die richtige Linsenauswahl treffen zu können, legen wir größten Wert auf ein ausführliches Patientengespräch, in dem wir Ihre Sehgewohnheiten ganz genau erfragen. Dazu gehören Fragen zu Ihrem Beruf, Hobbys und anderen Tätigkeiten oder Gewohnheiten, die uns Aufschluss darüber geben sollen, welche Sehbereiche für Sie Priorität haben und wo Sie zu Kompromissen bereit wären, denn diese sind wichtig, um Nebenwirkungen auf ein Mindestmaß zu reduzieren. Eine große Rolle spielt zum Beispiel, ob Sie nachts häufig oder nur selten Autofahren, denn davon hängt in der Regel die Toleranz von Blendungen ab. Wer nachts häufig unterwegs ist, reagiert empfindlich auf Blendungen. Sportler bevorzugen meist scharfes Sehen in der Ferne, während Menschen, die sehr viel Naharbeit erledigen, auf das Nahsehen größten Wert legen.

Aus unserer wissenschaftlichen Erfahrung mit Premiumlinsen und den Ergebnissen des Patientengespräches leiten wir eine Linsenempfehlung ab. Das voraussichtliche Sehergebnis nach der Operation erläutern wir Ihnen mit Anschauungsmaterial wie z. B. Darstellungen von Blendeffekten und Tafeln mit Schrift in verschiedenen Größen, um Sie im Vorfeld realistisch darüber aufzuklären, was Sie erwarten können, wenn sich Ihr Gehirn an den neuen Seheindruck gewöhnt hat. Diese Anpassungsphase (Neuroadaption) ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich lang und kann durchaus rund drei Monate betragen.

Das sagen Patienten über das Düsseldorfer Schema

„Ihr Düsseldorfer Modell hat mich überzeugt.“

„Sehr geehrter Herr Dr. Breyer,
Ihr Düsseldorfer Modell hat mich schon aus heimatlicher Verbundenheit überzeugt. Dass es aber Erfolg hatte und ich wieder Durch- und Überblick gewinne, verdanke ich der Qualität und Präzision Ihrer Kompetenz als Arzt.

Mit freundlichen Grüßen!“

1,0 via Brief von Dr. Achim Rohde, Regierungspräsident a. D.

Die gründliche Voruntersuchung

Aus Erfahrung wissen wir: Je präziser die Voruntersuchung, desto besser das Operationsergebnis. Wir nutzen Voruntersuchungen nicht allein, um Ihre Eignung für einen refraktiven Eingriff festzustellen, sondern auch als Basis für die präzise Planung der Operation.

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Unser Überblendvisus geht um die Welt

  • Teaserbild von Dr. Breyer trägt beim Weltkongress der Ophthalmologen in Mexiko vor

    Dr. Breyer trägt beim Weltkongress der Ophthalmologen in Mexiko vor

  • Teaserbild von Wintermeeting der Europäischen Cataract- and Refractive Surgeons (ESCRS) in Athen

    Wintermeeting der Europäischen Cataract- and Refractive Surgeons (ESCRS) in Athen

  • Teaserbild von Kongress der Asia-Pacific Academy of Ophthalmology (APAO) in Chinese Taipei

    Kongress der Asia-Pacific Academy of Ophthalmology (APAO) in Chinese Taipei

Weiterführende Fachliteratur

Stereoskopisches Sehen beim Überblendvisus mit refraktiven Multifokallinsen im Vergleich zu phaken Augen.

Breyer DRH, Kaymak H, Klabe K, Ullmann C, Kretz FTA, Auffarth GU, Hagen PR. in: DGII Kongressband 2017, 075. doi: 10.3205/17dgii075 und vorgetragen auf der DOC 2017 doi: 10.3205/17doc052. Sehen Sie auch unseren Vortrag dazu für Kollegen.

Variante Comfort Blended Vision überlegen – Verschiedene multifokale IOL und das Düsseldorfer Schema: Ein retrospektiver Vergleich — PDF, 5 MB >

Hagen PR, Kaymak H, Klabe K, Kretz FTA, Auffarth GU, Breyer DRH in: Ophthalmologische Nachrichten 2017, Mai, Special: Ambulante Augen-OP, S. 9-10.

Refraktive und diffraktive optische Prinzipien bei Intraokularlinsen mit erweitertem Fokusbereich (EDOF-IOL) – Vergleich der visuellen Ergebnisse und Photopsien.

Hagen PR, Breyer DRH, Kaymak H, Klabe K, Kretz FTA, Auffarth GU. in: DGII Kongressband 2017, 074. doi: 10.3205/17dgii074