Die zukunftsweisende Operation des grauen Stars mit dem Femtosekundenlaser

Bereits 2012 war Dr. Detlev Breyer einer von 10 Pionieren in Europa, die die Operation des grauen Stars mit Hilfe eines Femtosekundenlasers durchführten. Er trägt weltweit über seine Erfahrungen vor. Sein Fazit: Mit einem Femtosekundenlaser gelingen Schnitte mit immer der gleichen Präzision – viel exakter, als die menschliche Hand es je könnte. Auch neuere Untersuchungen deuten darauf hin, dass die Laseroperation der manuellen Operationstechnik überlegen ist. Im Video unten erfahren Sie, wie eine Patientin den Eingriff mit dem Femtosekundenlaser erlebte.

Keine Angst vor der Operation des grauen Stars mit dem Laser – ein Erfahrungsbericht

Die Laser-OP des grauen Stars ist ein Schwerpunkt von Dr. Breyer

Portraitfoto von Dr. Detlev Breyer

Dr. Detlev Breyer

Augenarzt, Augenchirurg und leitender Operateur

Dr. Breyer wird von Forschern auf der ganzen Welt für seine Beiträge zu schonenden Operation des grauen Stars anerkannt: Er hat die Kleinstschnitttechnik mitentwickelt, gehört seit 2012 zu den Ersten, die einen Femtosekundenlaser bei der Kataraktoperation einsetzen und hat ein eigenes Konzept für die individuelle Linsenimplantation entwickelt: den Überblendvisus nach dem Düsseldorfer Schema. – Rufen Sie unsere Hotline an, wenn Sie sich für eine Operation bei Dr. Breyer interessieren.

Die Graue-Star-Operation mit dem Laser im Vergleich zur manuellen Methode

Bei der Star-Operation wird das Innere der natürlichen Linse abgesaugt und eine Kunstlinse in den Kapselsack implantiert. Seit Mai 2012 setzen wir für alle Schnitte, die bei der manuellen Operationstechnik vom Augenchirurgen durchgeführt wurden und bei Bedarf für die Zerkleinerung der Linse einen Femtosekundenlaser ein:

  • einen winzigen Schnitt am äußeren Rand des Auges
  • eine kreisrunde Öffnung in die vordere Linsenkapsel (Kapsulotomie)
  • sowie die Fragmentierung der Linse

Seit 2014 ist das der Femtosekundenlaser LENSAR (Topcon). Dieser verfügt im Vergleich zu Konkurrenzmodellen über ein sogenanntes 3-D-CSI-Kamerasystem, um eine echte 3-D-Rekonstruktion des Auges zu erstellen. Die Technik basiert auf einer Weiterentwicklung der Scheimpflugkamera, die auch in der Diagnostik verwendet wird. Die Strahlengänge der Kamera und des Lasers sind identisch, das heißt, sie benutzen denselben optischen Pfad. Dem Patienten gibt das zusätzliche Sicherheit.

Ergebnisse aus der Forschung

Eine großangelegte Metaanalyse mehrerer von Fachleuten geprüften Studien, die im September 2016 beim Europäsischen Kongress der Katarakt- und Refraktivchirurgen präsentiert wurde, verglich die Laseroperation mit der manuellen Operation des grauen Stars. Die Metaanalyse der Augenklinik der Universität Frankfurt untersuchte 34 Studien, in denen die Ergebnisse von 6.492 Augen, die mit dem Femtosekundenlaser operiert wurden, mit denen von 6.707 Augen verglichen wurden, die mit der manuellen Methode operiert wurden.

Das Fazit lautete: Die Femtosekundenlaser-assistierte Operation des grauen Stars hat vergleichbare Vorteile und Risiken wie die manuelle Kataraktoperation. Insgesamt scheint die Laseroperation der manuellen Methode überlegen zu sein.

So verläuft die schmerzfreie Grauer-Star-Operation mit dem Laser

Anästhesie: Wählen Sie die Schmerzfreiheit, die Sie wünschen:

  • Dämmerschlaf durch eine Spritze
  • Dämmerschlaf und eine Spritze neben das Auge (Peribulbäranästhesie). In 10 Jahren wurde bei uns dabei kein Augapfel verletzt.
  • Vollnarkose für Angstpatienten
  • Tropfanästhesie für Mutige

Vorbereitung: Ihre Haare und Ihr Körper werden abgedeckt und die Haut um das zu operierende Auge wird desinfiziert. Anschließend setzt der Operateur den Lidsperrer vorsichtig ein, damit das Auge geöffnet bleibt. Er positioniert das Kontaktglas (Patienteninterface) des Lasers auf Ihrem Auge und zentriert es genau über der natürlichen Linse. Der Lensar erlaubt aber auch die Ausrichtung auf die optische Achse.

Der Einsatz des Lensar Lasers: Mit unserem Lensar Laser treiben wir Perfektion auf die Spitze: Zunächst erfolgt ein Irisabgleich, um Winkelfehler bei torischen Linsen und bogenförmigen Keratotomien (Hornhautschnitten) zu vermeiden. Möglich wird das durch eine verbesserte Hornhautdiagnostik.

Unter der Kontrolle des Operateurs schneidet der Laser einen zuvor präzise berechneten kleinen Schnitt am äußeren Rand des Auges sowie eine kreisrunde Öffnung in die vordere Linsenkapsel (Kapsulotomie). Insbesondere die kreisrunde Kapsulotomie können selbst sehr routinierte Operateure manuell niemals so exakt ausführen. Anschließend zerkleinert der Laser die natürliche Linse. Da wir jede Linsentrübung vor der Operation genau vermessen, setzen wir beim Lasern nur so wenig Laserenergie wie nötig ein, um Ihr Auge zu schonen. Jeden dieser Schritte planen unsere Operateure vorher sehr genau und führen ihn exakt so durch, während sie alles in Echtzeit auf dem Monitor des integrierten Kamera-Systems verfolgen.

Der Einsatz des Nanosekundenlasers: Um den vorzerkleinerten Linsenkern vollständig entfernen zu können, wurde bisher Ultraschallenergie eingesetzt (Phakoemulsifikation). Heute setzen wir dafür den neuesten Nanosekundenlaser ein, um Ihr Auge so sanft wie möglich zu therapieren.

Die Implantation der Linse Anschließend setzt der Operateur unter dem Operationsmikroskop in die nun leere Linsenkapsel eine Kunstlinse. Aufgrund der exakteren Schnittführung des Lasers ist die Positionierung der Linse viel genauer möglich und das Sehergebnis nach der Operation entsprechend besser vorauszuberechnen. Gut zu wissen: Wir implantieren alle modernen Linsentypen. Diese bestehen aus weichen Materialien und werden gefaltet durch kleinste Öffnungen eingesetzt. Erst im Augeninnern nehmen sie ihre ursprüngliche Form wieder an.

Die ambulante Operation dauert nicht länger als 20 Minuten. Liegen Zusatzrisiken vor, so würden wir die Laser-Grauer-Star-Operation stationär vornehmen. Weiterführende Fachliteraturangaben zum Thema finden Sie unten auf dieser Seite.

Häufig gestellte Fragen

Sie fragen, unsere Ärzte antworten.

Was ist, wenn die Operation des grauen Stars einmal nicht optimal läuft?

Unsere Operateure bei Breyer, Kaymak & Klabe sind so erfahren, dass sie mögliche Komplikationen sicher managen können und wir Sie nicht in ein Krankenhaus schicken müssen. Wir haben Augenärzte mit unterschiedlichen Tätigkeitsschwerpunkten im Haus: ehemalige Oberärzte und einen ehemaligen Chefarzt der Augenklinik im Marien Hospital Düsseldorf. Zu uns kommen sogar viele Patienten, bei denen es zu Komplikationen kam.

Helfen Sport und andere körperliche Aktivität gegen den grauen Star?

Das ist in der Tat das Ergebnis einer großen Studie, die eine schwedischen Autorengruppe Ende 2014 veröffentlichte. Sie verglichen den Zusammenhang zwischen körperlicher Aktivität bzw. Inaktivität und dem Risiko, einen grauen Star (Katarakt) zu entwickeln. Dafür beobachteten sie zwei Gruppen von rund 24.000 Frauen und rund 29.000 Männern im Alter von 45 bis 83 Jahren über einen Zeitraum von durchschnittlich 12 Jahren. Das Viertel (Quartil) der Teilnehmer, das in Befragungen die meiste körperliche Aktivität angegeben hatte, zeigten gegenüber denen mit der geringsten Aktivität das geringste Risiko, einen grauen Star zu entwickeln. Ein Beispiel: Wer täglich länger als eine Stunde geht oder Fahrrad fährt, wies ein um 12 Prozent geringeres Kataraktrisiko auf. Wer körperlich schwer arbeitete, hatte gegenüber Menschen mit sitzender Tätigkeit ein um 16 Prozent geringeres Risiko, an einem grauen Star zu erkranken.

Ist der graue Star (Katarakt) durch Medikamente heilbar?

Nein, das ist bisher noch nicht möglich. Forscher arbeiten zwar an einer medikamentösen Behandlung, diese steckt allerdings noch in den Kinderschuhen. Im November 2015 veröffentlichten Forscher um Jason Gestwicki von der University of Michigan in Ann Arbor im Fachmagazin Science ihre ersten Ergebnisse. Um sie zu verstehen, muss zunächst der Prozess erklärt werden, der zu einem grauen Star führt: Die Augenlinse besteht zur rund einem Drittel aus den Schutzeiweißen A-Crystallin (cryAA) und B-Crystallin (cryAB). Solange diese in gelöster Form vorliegen, sorgen sie dafür, dass die Linse des Auges transparent bleibt. Im Laufe des Lebens verändern diese Eiweiße jedoch ihre Form, sie entfalten sich und verklumpen. Das führt langfristig zu einer Trübung der Augenlinse. Die Wissenschaftler haben bei ihren Laborversuchen mit Mäusen aus einer Reihe von Wirkstoffen einen indentifiziert, der diese Prozess aufhalten und teilweise sogar rückgängig machen konnte. Bis ein solcher Wirkstoff als Medikament vorliegen wird, das für Menschen zugelassen ist, werden noch einige Jahre vergehen.

Wie viele Operationen sollte ein Kataraktchirurg im Jahr durchführen?

Vorsprung durch Wissenschaft und Unabhängigkeit

Linsenauswahl

Wir implantieren alle Linsentypen unterschiedlicher Hersteller. Mithilfe unseres MI-LENS-Konzeptes analysieren wir, welche Linse zu Ihnen passt. Dabei bringen wir die verschiedenen Linseneigenschaften mit Ihren individuellen Anforderungen an das Sehen zusammen.

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Forschung

In unserer eigenen Forschungseinrichtung für Innovative Internationale Ophthalmochirurgie (I.I.O.) führen unsere Ärzte und wissenschaftlichen Mitarbeiter Studien und Untersuchungen durch und werten diese Daten aus, damit Sie als Patienten davon profitieren.

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Kooperationen

Durch unsere Forschungsaktivitäten haben wir enge Verbindungen zur Augenklinik am UniversitätsKlinikum Heidelberg geknüpft und sind Netzwerkpartner des dort ansässigen International Vision Correction Research Center (IVCRC).

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Die Vorteile der minimalinvasiven Laser-Grauer-Star-OP mit dem Lensar Laser:

  • Das Kontaktglas liegt auf der Lederhaut (Sklera), nicht auf der Hornhaut auf.
  • Daraus gehen 75% weniger Epithelzellen verloren, als bei anderen Lasermodellen.
  • Die Schnitte in die Hornhaut sind präziser.
  • Alle Schnitte sind reproduzierbar - unabhängig von äußeren Faktoren.
  • Die vordere Linsenkapsel ist präziser zu eröffnen.
  • Die Kunstlinse kann genauer ausgerichtet werden.
  • Es wird 40% weniger Ultraschallenergie benötigt, um die natürliche Linse zu entfernen.
  • Eine Hornhautverkrümmung kann sofort mit korrigiert werden.
  • Der Operationsablauf und das Ergebnis sind exakter planbar.
  • Die echte 3-D-Visualisierung und Kontrolle des Auges während der Operation (3-D-CSI Kamera-System) gibt Ihnen Sicherheit.
  • Bereits wenige Tage nach der Operation sind Tätigkeiten des täglichen Lebens wieder möglich.

Das berichten Patienten von ihrer Katarakt-Operation

„Klasse Arzt und tolles Team“

„Habe vor kurzem eine Katarakt OP durch Dr. Breyer und sein Team erhalten. Von Anfang an war ich super betreut und habe mich total wohl gefühlt. Der Eingriff selber wurde mit dem Laser durchgeführt und war schmerzfrei. Das Ergebnis ist wirklich beeindruckend und man sieht plötzlich wieder Farben und Kontraste, vorher war alles neblig - Katarakt eben. Trage seit dem Eingriff keine Brille mehr und fahre nach ca. 1,5 Wochen auch wieder mit dem Auto. Vielen Dank noch einmal für die neu gewonnene Seh- und Lebensqualität !“

1,0 via jameda.de (Gesetzlich)

Für wen kommt der Laser-Linsenaustausch infrage?

Ob Sie nun alterssichtig sind und unabhängig von Ihrer Lesebrille werden möchten oder ob Sie bereits unter den Symptomen des grauen Stars, also einer Linsentrübung leiden: In beiden Fällen könnte der Laser-Linsenaustausch eine mögliche Therapie für Sie sein. Gern besprechen wir mit Ihnen, was Sie sich von der Behandlung erhoffen und was Ihre Anforderungen an die Sehqualität nach einer Operation sind.

Die Graue-Star-Operation gehört übrigens zu den am häufigsten durchgeführten Eingriffen am Menschen. Allein in Deutschland werden jährlich über 600 000 Graue-Star-Operationen durchgeführt. Durch den Einsatz moderner Lasertechnologie wird er schonender für Ihre Augen und präziser.

Vor einer Operation führen wir sehr gründliche Untersuchungen durch, um das für Sie optimale Sehergebnis zu erzielen und Ihnen und uns Sicherheit zu geben. Die Ergebnisse unserer Untersuchungen fließen in die Behandlung ein und sind die Voraussetzung für die individuelle Auswahl und Berechnung Ihrer Premiumlinsen. Wenn Sie eine Hornhautverkrümmung haben, kann diese durch eine torische Linse ausgeglichen werden. Bei der Implantation ist in dem Fall die Messung mit dem Cassini LED-Topograph besonders hilfreich.

  • Teaserfoto Überblendvisus / Düsseldorfer Schema

    Ausgezeichneter Überblendvisus

    Der Überblendvisus nach dem Düsseldorfer Schema wird durch die Implantation von zwei verschiedenen Intraokularlinsen erreicht, sodass ein Auge in der Ferne scharf sieht und das andere Auge in der Nähe. Außerdem sehen beide Augen in mittlerer Entfernung scharf.

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  • Teaserfoto Premiumlinsen / Multifokallinsen

    Premiumlinsen/Multifokallinsen

    Es gibt sie nicht, die beste Premiumlinse für alle. Deshalb wählen wir eine auf Ihren Befund und Ihre individuellen Bedürfnisse zugeschnittene Premiumlinse für Sie aus. Unser wissenschaftliches Spezialwissen haben wir im MI-LENS®-Konzept zusammengefasst.

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Cassini LED-Topographie

Cassini und LENSAR eröffnen neuen Perspektiven für Patienten mit Hornhautverkrümmung: Hochpräzise Hornhautdiagnostik direkt in den Laser einzuspeisen und die echte Achse der Hornhautverkrümmung mit dem Laser zu markieren revolutioniert die Implantation von torischen Linsen und verbessern die Sehqualität.

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