Die schonende Therapie mit einem Nanosekundenlaser ist die erste wirksame Therapie bei trockener Makuladegeneration (AMD)

Diese neue Nanolasertherapie ist die erste verfügbare Behandlung der altersbedingten Makuladegeneration im Frühstadium, der trockenen Makuladegeneration. Sie kann die Regeneration der Netzhaut anregen und reduziert dadurch die Ablagerungen (Drusen) in der Netzhautmitte, der Makula.

Da der Nanolaser keine Wärme erzeugt, ist die Therapie sehr viel schonender als die Laserkoagulation und darf auch an der Makula angewendet werden, dem Bereich des schärfsten Sehens. Die auch als Laser-Regenerationstherapie bezeichnete Behandlung wird ambulant durchgeführt, ist schmerzfrei und birgt kaum Risiken.

Welche Wirkung kann die Lasertherapie erzielen?

  • Drusenreduktion: In 44 % der Fälle konnte die von Drusen besetzte Fläche der Makula reduziert werden.
  • Risikosenkung: 67 % der Patienten fielen aufgrund der Therapie aus der Hochrisikogruppe heraus.
  • Sehverbesserung: Besonders in der Hochrisikogruppe verbesserte sich die Sehqualität im behandelten und auch etwas im nicht behandelten Auge.

67 % der Patienten fielen aufgrund der Therapie aus der Hochrisikogruppe heraus.

Dies sind die Ergebnisse klinischer Studien, die von Frau Prof. Robyn Guymer am Center for Eye Research Australia (CERA) geleitet wurden. Mit einer ihrer Studien ging sie zwei Fragen nach: Verbessert sich durch die Nanolasertherapie die Sehfähigkeit? Können die Makuladrusen bei den Hochrisikopatienten reduziert werden? Insgesamt wurden in klinischen Studien über 400 Prozeduren erfolgreich durchgeführt. Gut zu wissen: Unsere Ärzte haben Erfahrung mit über 150 Laserbehandlungen mit dem 2RT-Nanosekundenlaser.

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Dr. Hakan Kaymak

Augenarzt, Augenchirurg und leitender Operateur

Als einer der Ersten in Europa bietet Dr. Kaymak diese neue Therapie der trockenen Makuladegeneration mit dem Nanosekundenlaser an und führt jährlich rund 500 Nanolasertherapien durch. Sind Sie an der Therapie interessiert? Machen Sie jetzt einen Termin für Januar 2017.

Bei trockener Makuladegeneration ist die Lasertherapie die einzige Option

Frühe Makuladegeneration

Bisher gab es keine Therapie bei früher und mittlerer Makuladegeneration, auch trockene AMD genannt. Die Behandlung mit dem Nanosekundenlaser ist die erste und einzige Option für viele Patienten. Die Lasertherapie ist sehr viel schonender als die Laserkoagulation und kann die Regeneration der Zellen des retinalen Pigmentepithels (RPE), eine der insgesamt 10 Schichten der Netzhaut, anregen. Zusammen mit der Bruchmembran versorgt das RPE die Sinneszellen (Photorezeptoren) der Netzhaut mit Nährstoffen und transportiert die Stoffwechselprodukte ab. Da diese Schicht bei früher und mittlerer Makuladegeneration jedoch in ihrer Funktion eingeschränkt ist, werden die Abbauprodukte unterhalb der Sinneszellen abgelagert.

Diese für das Frühstadium der AMD typischen Ablagerungen werden auch Drusen genannt. Je zahlreicher und größer die Drusen, desto schlechter werden die Photorezeptoren versorgt. Darunter leidet schließlich die Sehqualität. Oft führt die chronische Unterversorgung der Sehzellen dazu, dass die Erkrankung in das Stadium der fortgeschrittenen oder feuchten Makuladegeneration übergeht, in dem krankhafte Blutgefäße gebildet werden. Mit der Laser-Regenerationstherapie kann die mit Drusen besetzte Fläche deutlich reduziert und das Fortschreiten der Erkrankung verlangsamt werden.

Die Vorteile der Netzhauttherapie mit dem Nanosekundenlaser

  • schmerzfrei
  • nicht invasiv
  • die Photorezeptoren bleiben unversehrt
  • die natürliche Regeneration der Netzhaut wird angeregt
  • nur das Innere einzelner RPE-Zellen der Netzhaut wird fokussiert
  • die Zellmembran bleibt intakt
  • keine Wärmeentwicklung
  • kein Verschmelzen der Netzhautschichten
  • auch die Bruchmembran bleibt unangetastet

Wie wirkt die Regenerationstherapie der Netzhaut mit dem Nanolaser?

Der Ellex 2RT™ Nanosekundenlaser

Die Lasertherapie kann den natürlichen Regenerationsprozess des retinalen Pigmentepithels (RPE) an der Makula anregen, indem sie das Innere einzelner RPE-Zellen fokussiert. Das geschieht mittels des neuen Nanosekundenlasers der Firma Ellex, dessen Laserschüsse, die rund um die Makula gesetzt werden, sehr winzige Gasbläschen erzeugen. Sie treffen nur das Innere einzelner Zellen und lassen deren Zellmembran unversehrt. Weil diese RPE-Zelle anschließend ihre Aufgaben nicht mehr wahrnimmt, wird die natürliche Regeneration angeregt und eine neue Zelle gebildet.

Die Behandlung mit dem Kaltlichtlaser ist sehr schonend, sodass sie im Bereich der Makula angewendet werden darf. Im Gegensatz zur Laserkoagulation entwickelt sich keine Wärme, durch die die Gewebsschichten der Netzhaut miteinander verschmelzen könnten. Auch die empfindlichen Photorezeptoren bleiben intakt.

So verläuft die Laser-Regenerationsbehandlung

Die Laserbehandlung erfolgt ambulant in unserer Praxis. Zuvor wird das Auge durch leichte Augentropfen lokal betäubt. Während der Behandlung schauen Sie durch ein Kontaktglas, das mit dem Laser verbunden ist. Der Arzt blickt durch ein ebenfalls an den Laser angeschlossenes spezielles Mikroskop in das Auge und steuert den Laser. Eine Behandlung dauert ca. 10 Minuten.

Die Behandlung sollte halbjährlich wiederholt werden. Erste Ergebnisse sind nach rund zwei Jahren zu erwarten.

Nach der Behandlung wenden wir eventuell entzündungshemmende Augentropfen an. Rötungen oder verschwommene Sicht sind möglich, verschwinden aber schon nach kurzer Zeit.

Da es sich um eine chronische Erkrankung handelt, muss auch die Behandlung mehrfach durchgeführt werden. Wir empfehlen die Lasertherapie halbjährlich zu wiederholen. Nach rund zwei Jahren konnten wir bei den meisten Patienten bereits eine Rückbildung der Drusen feststellen.

Wie hoch ist das Risiko eine fortgeschrittene AMD zu entwickeln?

„Jeder Zweite mit höchstem Risiko entwickelt innerhalb von 5 Jahren eine fortgeschrittene AMD“

Ein OCT kann Hinweise darauf geben, ob die Erkrankung in den nächsten Jahren in ein fortgeschrittenes Stadium übergehen könnte. Als Risiken werden Pigmentveränderungen in einem Auge oder mindestens eine große Druse in einem Auge definiert. Hochrisikopatienten zeigen beide Veränderungen an beiden Augen. Basierend auf diesem System wird das Risiko ermittelt, eine fortgeschrittene AMD zu entwickeln:

  • 0 Risikofaktoren: 0,5 %
  • 1 Risikofaktor: 3 %
  • 2 Risikofaktoren: 12 %
  • 3 Risikofaktoren: 25 %
  • 4 Risikofaktoren: 50 %

Wie sinnvoll sind Nahrungsergänzungsmittel als Prävention einer AMD?

Wenn bei Ihnen bereits AMD-Symptome vorliegen, können bestimmte Nahrungsergänzungsmittel das Fortschreiten der Erkrankung verlangsamen.

Im Rahmen der weltweit größten prospektiven Studien, die die Wirksamkeit antioxidativer und anderer Nahrungsergänzungsmitteln bei AMD ausgewertet haben, den sogenannten ARED Studien, konnte kein Nachweis ermittelt werden, dass diese Nahrungsergänzungsmittel einer altersbedingten Makuladegeneration vorbeugen können. Als wichtigste AMD-Prävention wird von allen Fachleuten empfohlen, auf das Rauchen zu verzichten, weil das Rauchen als ein Hochrisikofaktor nachgewiesen werden konnte. Daneben kann eine ausgewogene Ernährung gemäß den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung dazu beitragen, das AMD-Risiko zu senken.

Wenn jedoch bereits Symptome einer AMD vorliegen, die gemäß der AREDS-Klassifizierung in die Kategorie 3 und 4 fallen, dann können bestimmte Nahrungsergänzungsmittel helfen, das weitere Fortschreiten der Erkrankung zu verlangsamen. Dazu gehören gemäß der letzten ARED Studie (2): Vitamin C 500mg, Vitamin E 400 IE, Zink 25mg, Kupfer 2mg, Lutein 10mg/Zeaxanthin 2mg. Gern beraten wir Sie dazu persönlich.

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Für wen ist die Lasertherapie geeignet?

Diese Laserbehandlung eignet sich für Patienten mit einer trockenen Makuladegeneration, d.h. einer AMD im frühen oder mittleren Stadium, bei denen sich die typischen Drusen und Pigmentveränderungen im Bereich der Makula gebildet haben. Sie sollte erfolgen, bevor erste Schäden eingetreten sind, die das Sehvermögen dauerhaft beeinträchtigen. Wurde bereits an einem Auge eine feuchte AMD diagnostiziert, also eine Makuladegeneration im fortgeschrittenen Stadium, so sollte das andere Auge mit dem Nanosekundenlaser behandelt werden, um dem Ausbruch der Erkrankung vorzubeugen.

Ist die Laserregenerationstherapie eine Kassenleistung?

Mehr zur Makuladegeneration und zur Vorsorge

  • Teaserfoto Altersbedingte Makuladegeneration (AMD)

    Altersbedingte Makuladegeneration

    Die altersbedingte Makuladegeneration ist eine chronische Augenerkrankung, die meist ab dem 55. Lebensjahr auftritt. Ablagerungsprodukte des Stoffwechsels und schließlich ein übermäßiges Gefäßwachstum unter der Makula, die für unser Lesevermögen, Farb- und Detailsehen zuständig ist, zerstören langsam unsere zentrale Sehkraft.

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  • Teaserfoto Vorsorge für Makula- und Netzhauterkrankungen

    Vorsorge bietet Sicherheit

    Zum hinteren Augenabschnitt gehören der Glaskörper und die Netzhaut (Retina), die vergleichbar ist mit der lichtempfindlichen Schicht einer Kamera. In ihrer Mitte befindet sich die Makula, der Punkt des schärfsten Sehens. Erkrankungen in diesem Bereich können zu schweren, meist unwiederbringlichen Sehverlusten im zentralen Gesichtsfeld führen.

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2RT in our Clinic

Präsentation von Dr. Kaymak zur Behandlung von Makulaerkrankungen, z.B. AMD, CCS mittels Laser-Regenerationstherapie (2RT).

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Erfahrungen mit dem 2RT-Nanolasert bei Chorioretinopathia Centralis Serosa

Dr. Kaymak stellt als weltweit Erster seine sanfte Augenlasertherapie mit dem Nanolaser beim DOC-Kongress in Nürnberg 2017 vor.

Weiterführende Fachliteratur

Nanosecond laser therapy reverses pathologic and molecular changes in age-related macular degeneration without retinal damage

Jobling AI, Guymer RH, Vessey KA, Greferath U, Mills, SA, Brassington KH, Luu CD, Aung KZ, Trogrlic L, Plunkett M, Fletcher EL; November 2014, The FASEB Journal, (PDF, 2,8 MB )

Nanosecond-laser application in intermediate AMD: 12-month results of fundus appearance and macular function

Guymer RH, Brassington KH, Dimitrov P, Makeyeva G, Plunkett M, Xia W, Chauhan D, Vingrys A, Luu CD., Clin Experiment Ophthalmol. 2014 Jul;42(5):466-79. doi: 10.1111/ceo.12247. Epub 2013 Nov 11.

Retinal Damage Profiles and Neuronal Effects of Laser Treatment: Comparison of a Conventional Photocoagulator and a Novel 3-Nanosecond Pulse Laser

Wood J P M, Shibeeb O’S, Plunkett M, Casson R J, Chidlow G. IOVS, March 2013, Vol. 54, No. 3;2305-2318.

Glial Cell and Inflammatory Responses to Retinal Laser Treatment: Comparison of a Conventional Photocoagulator and a Novel, 3-Nanosecond Pulse Laser

Wood J P M, Shibeeb O’S, Plunkett M, Casson R J, Chidlow G. Investigative Ophthalmology & Visual Science, March 2013, Vol. 54, No. 3, 2319-2332, (PDF, 1,5 MB)

Laser-Mediated Activation of Human Retinal Pigment Epithelial Cells and Concomitant Release of Matrix Metalloproteinases — PDF, 512,26 kB >

Zhang J J, Sun Y, Hussain A A, Marshall J, Investigative Ophthalmology & Visual Science, May 2012, Vol. 53, No. 6, 2928-2937

Subthreshold Diode Micropulse Laser Photocoagulation (SDM) as Invisible Retinal Phototherapy for Diabetic Macular Edema: A Review

Luttrull J K, Dorin G, Current Diabetes Reviews, 2012, 8, 274-284, (PDF, 525 KB )

Clinical Classification of Age-related Macular Degeneration

Ferris F L, Wilkinson C P, Bird A, Chakravarthy U, Chew E, Csaky K, Sadda S R, on behalf of the Beckman Initiative for Macular Research Classification Committee*; Volume 120, Number 4, April 2013, 844-851, (PDF, 598 KB)

Die Alternative zur Laserkoagulation bei diabetischem Makulaödem

Maulaödem

Diabetes hat als Stoffwechselerkrankung Gefäßveränderungen am Auge zur Folge, durch die neue, krankhafte Blutgefäße entstehen und Flüssigkeit hinter die Netzhaut gelangt. Diese können heute mit Medikamenteninjektionen und/oder der Laserkoagulation behandelt, aber nicht geheilt werden. Hinzu kommt, dass nicht alle Patienten auf die Medikamenteninjektionen ansprechen. In klinischen Studien konnten mit der Nanosekundenlasertherapie ähnliche Wirkungen erzielt werden wie mit der Laserkoagulation, jedoch schmerzfrei für den Patienten und ohne die empfindlichen Sinneszellen zu schädigen.