MI-LENS®: unser Konzept für die individuelle Premiumlinsenauswahl

Welche ist die beste Linse? Keine! Jeder Mensch braucht Linsen, die auf seine Sehgewohnheiten und Augen abgestimmt sind. Deswegen befassen wir uns wissenschaftlich mit den Optiken und Eigenschaften von Premiumlinsen und tragen in Kooperation mit Prof. Dr. Schaeffel, Universität Tübingen, zur Entwicklung von Linsensystemen bei.

Dieses Wissen haben wir in unserem Konzept MI-LENS® zusammengefasst, mit dem wir durch ausführliche Voruntersuchungen und Gespräche mit Ihnen die auf Ihre Bedürfnisse zugeschnittene Intraokularlinse auswählen.

Das Angebot an Premiumlinsen wird immer größer. Warum ist das so?

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Vorteile und Varianten von Intraokularlinsen

Intraokularlinsen

Der Ersatz der natürlichen Linse des Auges kommt hauptsächlich in fortgeschrittenem Alter vor, wenn die Flexibilität der natürlichen Linse nachgelassen hat und die Fokussierkraft des Auges nicht mehr gegeben ist oder wenn die Linse getrübt (Katarakt) und die Sicht nicht mehr klar ist. Hier können moderne Intraokularlinsen eingesetzt werden, die einen oder mehrere Brechpunkte haben können, z.B. Multifokallinsen, auch Mehrstärkenlinsen, mit unterschiedlichen optischen Prinzipien. Wenn Sie bisher Hochleistungsbrillengläser tragen und nun eine Linsenchirurgische Operation planen, dann empfehlen wir Ihnen sogenannte HD-Linsen, die weniger Halo- und Blendeffekte haben. Bei Bedarf sind diese Linsen auch mit Blaulichtfilter oder als torische Linsen verfügbar.

Sie sehen also: Es gibt nicht die eine Linse für alle, sondern viele verschiedene Typen, optische Prinzipien, Stärken und sogar Kombinationsmöglichkeiten. Hier stellen wir Ihnen die wichtigsten Linsentypen einmal vor:

  • Multifokallinsen (Mehrstärkenlinsen oder MIOL)
  • Segmentale Linsen vs. rotationssymmetrische MIOL
  • HD-Linsen
  • Torische Linsen
  • Aberrationskorrigierende Linsen
  • Linsen mit Violettlichtfilter (Gelbe Linsen)
  • Add-on-Linsen
Was genau sind segmentale Linsen?

In mehreren Entfernungen scharf sehen mit Multifokallinsen

Multifokallinsen

Standardlinsen, sogenannte Monofokallinsen, ermöglichen ein scharfes Fernbild, aber ein unscharfes Nahbild – dafür wäre weiterhin eine Lesebrille notwendig. Standardlinsen werden von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Wenn Sie eine bessere Sehqualität und Brillenunabhängigkeit wünschen, bieten Ihnen moderne Multifokallinsen mit mehreren Brennpunkten die Möglichkeit, in der Nähe, in mittleren Distanzen und der Ferne scharf zu sehen. Je nach Hersteller und Modell variieren Form und optisches Prinzip. So gibt es Multifokallinsen mit konzentrischen Stufen oder solche mit einem sektorförmigen Nahteil, die einen HD-Effekt besitzen. Letztere werden auch segmentale Linsen genannt. Welche Linse für Sie passend wäre, hängt von vielen Faktoren ab, die wir gerne mit Ihnen besprechen.

Torische Linsen bei Hornhautverkrümmung

Torische Multifokallinse

Liegt bei Ihnen neben einer Kurz- oder Weitsichtigkeit auch eine Hornhautverkrümmung vor, so kann beides mit torischen Linsen ausgeglichen werden. Torische Linsen müssen immer maßgefertigt werden. Dr. D. Breyer war übrigens weltweit der Erste, der eine torische Multifokallinse mit einem Kleinstschnitt von nur 1,6 mm implantiert hat. Er hat diese Operation 2008 live auf dem Kongress der Europäischen Society of Cataract and Refractive Surgery durchgeführt.

Seit kurzem steht uns für die Implantation torischer Linsen mit dem Cassini LED-Hornhauttopotraphen eine verbesserte Diagnostik zur Verfügung. Diese Daten werden kabellos in den LENSAR-Laser und das OP-Mikroskop übertragen und ermöglichen eine exakte Ausrichtung der Linse an der „echten“ Achse der Hornhautverkrümmung. Wir sind eines von zwei refraktiven Zentren in Deutschland, die diese innovative Technik einsetzen. Hier lesen Sie mehr über die Cassini-Hornhautdiagnostik.

Multifokale Linsen der Lentis Mplus Family – auch bei Hornhautverkrümmung

Die Premiumlinsen der LENTIS Mplus Family sind hervorragend geeignet für die Korrektur von Alterssichtigkeit, sogar in Verbindung mit einer Hornhautverkrümmung. Sie werden individuell für Ihre Augen und Ihre Anforderungen an das Sehen ausgewählt und ermöglichen Ihnen ein natürliches, kontrastreiches Sehen in der Nähe, der Ferne und in mittleren Entfernungen, z.B. in der PC-Distanz. In diesem Erklärvideo der Fa. Oculentis erfahren Sie mehr darüber. Schauen Sie doch einmal rein oder sprechen Sie uns an, wir beraten Sie gern, ob diese Linsen auch für Sie geeignet sind.

Portraitfoto von Dr. Detlev Breyer

MIOL Treatment – Quo Vadis?

Große Ehre: Dr. Breyer referiert als geladener Referent beim ERLS-Meeting in Paris über die Zukunft der Multifokallinsen (MIOL)-Chirurgie zur Korrektur der Alterssichtigkeit. Eines ist sicher: Es gibt definitiv nicht DIE MIOL für alle Patienten. Auch gibt es keine komplette Brillenfreiheit durch MIOL. MIOL-Chirurgie muss auf den Patienten maßgeschneidert sein. Informieren Sie sich hier mit einem Klick.

Portraitfoto von Dr. Detlev Breyer

Individualized Patient Care – Comparison of Different Variants of Blended Vision with Rotational Asymmetric Multifocal Intraocular Lenses (MIOL)

2013 stellte Prof. Dan Reinstein in Singapur in einer Sitzung, die Dr. Breyer moderierte, das sog. Presbyond-Augenlasern bei Alterssichtigkeit vor. Dr. Breyer inspirierte das zu seinem Düsseldorfer Schema mit segmentalen MIOL. Auf dem Kongress der amerikanischen Katarakt- und Refraktiv-Chirurgen (ASCRS) in LA 2017 stellt Dr. Breyer seine klinisch und statistisch signifikanten Ergebnisse seines Düsseldorfer Schemas vor. Von der Idee zum persönlichen Goldstandard.

Portraitfoto von Dr. Detlev Breyer

Refractive vs Diffractive Optics for Enhanced Depth of Focus Intraocular Lenses (EDOF IOL). Comparison of Visual Outcome and Photopsia

Dr. Breyer präsentiert weltweit als Erster auf dem Kongress der ASCRS 2017 in Los Angeles seine Ergebnisse im Direktvergleich bei einer neuen Multifokallinsengattung. Es handelt sich um IOL, die eine erweiterte Fokustiefe haben (EDOF IOL). Welche ist die „bessere“ bzw. die „bessere Kombination“?

Portraitfoto von Dr. Detlev Breyer

New refractive optical MIOL concepts – Comparison of different optical systems

Dr. Breyer stellt auf dem amerikanischen Symposium und Kongress ASCRS und ASOA 2017 als weltweit Erster im direkten Vergleich seine Forschungsergebnisse dreier innovativer MIOL vor. Welche Vor- und Nachteile haben die verschiedenen Optiken für den Chirurgen und den Patienten?

Portraitfoto von Dr. Hakan Kaymak

Multifokallinsen – erweiterte Indikationen

MIOL-Kurs von Dr. Hakan Kaymak und Dr. Detlev Breyer im Rahmen der DOC Nürnberg 2017. Thema: Erweiterte Indikationen von Multifokallinsen, z.B. bei Makulopathie.

NEU: Die Linse für die Laseroperation

Anders als bei einer manuellen Operation des grauen Stars lassen sich mit dem Femtosekundenlaser kreisrunde Öffnungen in den Kapselsack schneiden, in dem die natürliche Linse sich befindet und in den auch die Kunstlinse implantiert wird. Die FEMTIS, eine spezielle Laserlinse, verfügt über sogenannte Haptiken, die an der vorderen äußeren Kapselöffnung befestigt werden können. So bleibt die Linse genau dort, wo sie sein soll. Allerdings verlangt dieses Design etwas mehr Geschicklichkeit und Erfahrung vom Operateur. In einer eigenen Studie haben Dr. Breyer und seine Kollegen bisher vielversprechende Ergebnisse mit der Linse erzielt.

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Aberrationskorrigierende Linsen können den Bremsweg verkürzen

Diese Linse ist eine Hochleistungslinse (HD-Linse), die perfekte Sehschärfe mit bestmöglichem Kontrast und realistischer Farbwahrnehmung kombiniert. Durch die Korrektur von Abbildungsfehlern, die durch künstliche Linsen hervorgerufen werden können (Aberrationen), verbessert sie die visuelle Wahrnehmung gerade auch bei Dämmerung oder schwierigen Witterungsverhältnissen. Studien zufolge kann sie ebenso beim Autofahren den Bremsweg verkürzen wie beim Betrachten von Bildern den Kunstgenuss erhöhen, und hervorragende Dienste leistet diese Linse auch beim Sport.

Neben den durch die Linsen hervorgerufenen Aberrationen gibt es auch solche Aberrationen, die auf die Optik des Auges zurückzuführen sind. Diese sogenannten Abbildungsfehler höherer Ordnung können durch eine Aberrometrie festgestellt werden. Basierend auf diesen Messergebnissen können Individuell maßgefertigte Linsen gefertigt werden, die diese kleineren Fehler ausgleichen.

Linsen mit Violettlichtfilter (Gelbe Linsen) – bei Makulaerkrankungen

Zwar ist die „Makula“, die Stelle des schärfsten Sehens, normalerweise vor schädigendem violettem Licht geschützt, aber gerade bei älteren Menschen ist dieser Schutzmechanismus geschwächt. Das kann zu Schädigungen an der Netzhaut führen. Diese Linse bietet daher einen Makulaschutz und ist unsere erste Wahl, wenn Ihre Makula bereits vorgeschädigt ist. Sie ermöglicht bestes Kontrastsehen und Farbsehen und ist ebenfalls gut geeignet für Menschen, die unter starker Blendungsempfindlichkeit oder Diabetes mellitus leiden.

  • FEMTIS Laserlens

    FEMTIS Laserlens

  • Multifokallinse (HD), Oculentis

    Multifokallinse (HD), Oculentis

  • Torische Multifokallinse (HD), Oculentis

    Torische Multifokallinse (HD), Oculentis

  • Torische Multifokallinse (HD), Oculentis

    Torische Multifokallinse (HD), Oculentis

  • Trifokallinse, Zeiss

    Trifokallinse, Zeiss

  • Torische Multifokallinse, Zeiss

    Torische Multifokallinse, Zeiss

  • Multifokallinse Tecnis® MF1P, Abbott

    Multifokallinse Tecnis® MF1P, Abbott

  • Add-on-Linse, Sulcoflex

    Add-on-Linse, Sulcoflex

  • Multifokallinse AcrySof® IQ ReStor®™ Alcon

    Multifokallinse AcrySof® IQ ReStor®™ Alcon

Der Überblendvisus nach dem Düsseldorfer Schema – bei grauem Star und Alterssichtigkeit

Überblendvisus, englisch „Blended Vision“, bezeichnet eine Behandlung, bei der Brillenunabhängigkeit angestrebt wird, indem das ferndominante Auge für scharfes Sehen in die Ferne optimiert wird und das nahdominante Auge für das Sehen in die Nähe – in der mittleren Entfernung sehen beide ein scharfes Bild.

Das Wort „Überblenden“ stammt vom englischen Wort „blend“ ab und heißt zu Deutsch „mischen“. Der Begriff ist Ihnen vielleicht aus der Fotografie oder dem Film geläufig. Auch dort werden zwei Bilder miteinander „gemischt“. Dieses Prinzip macht man sich bei der Sehkraft zunutze: Ein Auge sieht scharf in der Ferne und in mittlerer Distanz, das andere in der Nähe und in mittlerer Distanz. Wo beide Augen ein scharfes Bild sehen, ist naturgemäß das räumliche Sehen besser. Deshalb ermöglicht das Prinzip des Überblendvisus im Gegensatz zur Monovision ein gutes räumliches Sehen.

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Add-on-Linsen: Wenn Sie nach der Katarakt-Operation mehr Brillenunabhängigkeit wünschen

Nach dem Austausch der natürlichen Linse gegen eine Intraokularlinse (IOL) bei einer Katarakt-Operation (Grauer Star) oder zur Korrektur sehr starker Weit- oder Kurzsichtigkeit sowie Astigmatismus (Hornhautverkrümmung) können Brechungsfehler verbleiben, die für bestimmte Sehentfernungen weiterhin das Tragen einer Brille erfordern. Ein Grund dafür ist der nicht exakt vorhersehbare Abstand der Kunstlinse von der Hornhaut – trotz aufwendiger präoperativer Diagnostik, verbesserter Operationsmethoden und hoher Genauigkeit bei der Herstellung der Kunstlinsen. Die Add-On-Linse wird zusätzlich zur Intraokularlinse ins Auge eingesetzt, um bestehende Brechungsfehler auszugleichen. Zum Beispiel, wenn die eingesetzte IOL das Distanzsehen korrigiert, aber für das Sehen in naher und mittlerer Entfernung weiterhin eine Brille benötigt wird. In diesem Fall wird die Add-On-Linse vier bis sechs Wochen nach der ersten Operation vor die IOL implantiert, um brillenfreies Sehen auch in naher und mittlerer Entfernung zu realisieren; das Tragen einer Brille wäre unter Umständen nur noch bei Spezialaufgaben wie Computerarbeit erforderlich.

Der Einsatz einer Add-On-Linse kann selbst Jahre nach der Implantation der IOL erfolgen, wenn diese aufgrund der natürlichen Fortentwicklung der Fehlsichtigkeit nicht mehr ausreichend ist. Auch ein späterer Austausch der Add-on-Linse ist problemlos und schonend machbar. Weitere Vorteile sprechen für das Einsetzen einer Add-On-Linse als Alternative zu einem Austausch der IOL:

  • Das Einsetzen einer Add-On-Linse ist präziser, da die exakte Position und Brechungskraft einfacher zu berechnen sind als bei einem Austausch der IOL im Kapselsack.
  • Der Patient wird beim Einsetzen einer Add-On-Linse weniger belastet, da der Kapselsack, anders als bei einem Austausch der IOL, dabei nicht erneut geöffnet werden muss.

Zwei Linsen zur Korrektur starker Fehlsichtigkeiten

Zusätzlich zur Feinjustierung kann die Add-On-Linse bei der Korrektur starker Fehlsichtigkeiten dazu dienen, die Wirkung der Intraokularlinse zu verstärken. Dies ist sinnvoll, wenn die Hauptlinse alleine zu schwach wäre, um z. B. eine starke Hyperopie (Weitsichtigkeit) auszugleichen. Auch in diesen Fällen wird die Add-On-Linse vier bis sechs Wochen nach der Hauptlinse implantiert. Die Kombination einer IOL mit einer Add-On-Linse kann darüber hinaus auch in weiteren Fällen eine geeignete Lösung sein, da zwei Linsen geringerer Stärke insgesamt eine geringere Dicke haben als eine einzelne Linse höherer Stärke.

Grauer Star bei Kindern

Der Einsatz einer Add-On-Linse ist auch bei der pädiatrischen Kataraktchirurgie zu empfehlen, da sich die Refraktion bei Kindern wachstumsbedingt ändert. Die Add-On-Linse kann aktualisiert werden, ohne die Intraokularlinse im Kapselsack austauschen zu müssen.

Das berichten Patienten über ihre Erfahrungen mit Multifokallinsen

„Torische Trifokallinsen – Optimales Ergebnis“

„Seit meiner Kindheit trug ich wegen meiner Weitsichtigkeit und zusätzlicher Hornhautkrümmung eine Brille. Lange Zeit trug ich mich mit dem Gedanken, meine Augen korrigieren zu lassen. Dr. Breyer hat mir mit seiner ruhigen und kompetenten Art ein sicheres Gefühl gegeben, sodass ich mich endlich getraut habe, eine Kunstlinse implantieren zu lassen. Als am nächsten Tag die Augenklappe entfernt wurde, konnte ich nun das komplette Ergebnis genießen. Es war unbeschreiblich! Meine Sehstärke lag bereits bei 100% und das in allen Entfernungen! Dank der exakten Messung meiner Augen, der richtigen Auswahl der Linse und dem erstklassigen Operateur und Koordinator Dr. Breyer ist das Ergebnis hervorragend. Meine Kontaktlinsen und meine zahleichen Lesebrillen habe ich seither in der Schublade gelassen. Das Ganze kommt mir immer noch irreal vor. Für mich ist ein Traum in Erfüllung gegangen!“

1,0 via jameda.de (Privatpatient)

Sind Sie geeignet für eine Laserbehandlung oder Linsenimplantation?

Aus Erfahrung wissen wir: Je präziser die Voruntersuchung, desto besser das Operationsergebnis. Wir nutzen Voruntersuchungen nicht allein, um Ihre Eignung für einen refraktiven Eingriff festzustellen, sondern auch als Basis für die präzise Planung der Operation.

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Fachvideos für Kollegen und interessierte Patienten

Häufig gestellte Fragen

Welche sind die häufigsten Nebenwirkungen einer Multifokallinse?

Als Nebenwirkungen können Lichtringe (Halos) und Blendungserscheinungen oder Blendeffekte (Glare) entstehen. Bei den meisten Patienten nähern sich diese nach der Eingewöhnungsphase, die unterschiedlich lang sein kann, dem Normalniveau. Diesen Vorgang nennt man neuronale Adaptation. Wer allerdings nachts häufig Autofahren muss oder sich schon im mittleren Lebensalter durch Blendeffekte gestört fühlte, dem empfehlen wir den sogenannten Überblendvisus, bei dem verschiedene segmentale Multifokallinsen miteinander kombiniert werden.

Wie lange dauert die Eingewöhnungsphase bei einer MIOL?

Die meisten Patienten brauchen ca. ein bis drei Monate, um sich an die Multifokallinsen zu gewöhnen. Bei neueren Linsentypen geht es zuweilen auch schneller. Doch es gibt auch Patienten, die erst nach einem Jahr gelernt haben, in allen Entfernungen scharf zu sehen.

Was sollte man bei der Entscheidung für eine Multifokallinse beachten?

Bei der Auswahl von Multifokallinsen sollte man sich dessen bewusst sein, dass in einigen Situationen weiterhin eine Brille nötig sein kann: z.B. beim nächtlichen Autofahren oder beim ausdauernden Lesen in schlechten Lichtverhältnissen. Für die Mehrzahl der Situationen des täglichen Lebens ist jedoch keine Brille mehr nötig. "Sehperfektionisten" sind mit anderen Premiumlinsen besser versorgt.

Wie hoch ist die Patientenzufriedenheit nach MIOL-Implantation?

Wenn Patienten zuvor sehr genau über die Funktionsweise von Multifokallinsen aufgeklärt wurden und ihre Linsen individuell für sie ausgewählt wurden, dann ist die Zufriedenheit besonders hoch. Deswegen legen wir größten Wert auf beide Faktoren.

Wie viele Patienten sind brillenfrei nach einer MIOL-Implantation?

Mit der neuen Generation von Multifokallinsen brauchen über 90% unserer Patienten keine Brille mehr zum Lesen und für das Sehen in der Ferne. Das heißt, sie sind brillenunabhängig. Vollkommene Brillenfreiheit zu versprechen, ist in der Medizin leider nicht möglich.

  • Teaserfoto Cassini LED-Topographie

    Cassini LED-Topographie

    Cassini und LENSAR eröffnen neuen Perspektiven für Patienten mit Hornhautverkrümmung: Hochpräzise Hornhautdiagnostik direkt in den Laser einzuspeisen und die echte Achse der Hornhautverkrümmung mit dem Laser zu markieren revolutioniert die Implantation von torischen Linsen und verbessern die Sehqualität.

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  • Teaserfoto Laser-Grauer-Star-Operation

    Laser-Grauer-Star-Operation

    Die Laseroperation des grauen Stars für hervorragende Sehqualität

    • per Kleinstschnitttechnik
    • individuelle Linsenberatung
    • sogar bei Hornhautverkrümmung

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Weiterführende Fachliteratur

Clinical Outcomes After Implantation of a Trifocal Toric Intraocular Lens

Kretz FT, Breyer D, Klabe K, Hagen P, Kaymak H, Koss MJ, Gerl M, Mueller M, Gerl RH, Auffarth GU.
J Refract Surg. 2015 Aug;31(8):504-10. doi: 10.3928/1081597X-20150622-01; PMID: 26274516

Functional Results One Year after Implantation of a Bitoric, Trifocal Intraocular Lens

Höhn F, Tandogan T, Breyer DR, Kaymak H, Hagen P, Klabe K, Koss MJ, Gerl M, Auffarth GU, Kretz FT; Functional Results One Year after Implantation of a Bitoric, Trifocal Intraocular Lens, Klin Monbl Augenheilkd. 2015 Aug;232(8):957-61. doi: 10.1055/s-0041-103335. Epub 2015 Aug 19. PMID: 26287540

Clinical Outcomes and Capsular Bag Stability of a Four-Point Haptic Bitoric Intraocular Lens

Kretz F.T., Breyer D, Klabe K, Auffarth GU, Kaymak H, J Refract Surg. 2015 Jul;31(7):431-6. doi: 10.3928/1081597X-20150518-11. 
PMID: 26186561

Clinical Outcomes after Binocular Implantation of a New Trifocal Diffractive Intraocular Lens

Kretz FT, Breyer D, Diakonis VF, Klabe K, Henke F, Auffarth GU, Kaymak H.J Ophthalmol. 2015;2015:962891. doi: 10.1155/2015/962891. Epub 2015 Aug 2. PMID: 26301104, PubMed Central PMCID: PMC4537763.

Aufs Auge maßgeschneidert – Individualisierte Linsenchirurgie: Wie versorge ich meine Patienten richtig?

Breyer D, in: Ophthalmologische Nachrichten 05.2015

Clinical outcomes and rotational stability of a 4-haptic toric intraocular lens in myopic eyes

Rita Menucci, MD, Eleonora Favuzza, MD, Francesca Guerra, MD, Giovanni Giacomelli, MD, Ugo Meschini, J Cataract Refract Surg 2014; 40:1479-1487 2014 ASCRS and ESCRS

Microincisions in cataract surgery

Steven Dewey, MD, George Beiko, BMBCh, FRCSC, Rosa Braga-Mele, MD, MEd, FRCSC, Donald R. Nixon, MD, FRCSC, DABO, Tal Raviv, MD, FACS, Kenneth Rosenthal, MD, for the ASCRS Cataract Clinical Committee, Instrumentation and IOLs Subcommittee, J Cataract Refract Surg 2014; 40.1549-1557 2014 ASCRS and ESCRS