Seit 10 Jahren behandeln wir Keratokonuspatienten erfolgreich mit dem UV-Riboflavin Crosslinking (CXL)

Das UV-Riboflavin-Crosslinking bewirkt eine erhöhte Zahl von chemischen Quervernetzungen zwischen den Fasern des Hornhautgewebes, um es zu stabilisieren. Diese Quervernetzung der Hornhaut wird durch eine Kombination von UV-Bestrahlung mit Verabreichung von Riboflavin-Augentropfen, einem Vitamin B2-Abkömmling, erreicht. Wir blicken auf 10 Jahre gute Erfahrungen zurück und können Ihnen eine kurze Behandlung von 5 Minuten pro Auge anbieten. Noch schonender ist das neue Crosslinking mittels Iontophorese [I-CXL].

Mit dem UV-Riboflavin-Crosslinking wird die für den Keratokonus typische Hornhautvorwölbung sozusagen eingefroren, aber nicht rückgängig gemacht. Deswegen ist eine frühzeitige Behandlung wichtig für den Erhalt der Sehqualität bei Keratokonus. Die Behandlungsdauer des UV-Crosslinking betrug bisher ca. 30 Minuten. Mit einem neuen Gerät wurde diese Zeit auf nur 5 Minuten reduziert. Wir sehen darin einen erheblichen Fortschritt und eine große Entlastung für den Patienten.

Das UV-Riboflavin-Crosslinking mit dem CCL Vario

CCL Vario
CCL Vario

Das UV-Crosslinking führen wir ambulant durch unter örtlicher Betäubung durch Augentropfen. Damit die Riboflavin-Augentropfen in das tiefere Hornhautgewebe gelangen können, wird zunächst die Versiegelungsschicht der Hornhaut, das Epithel, vorsichtig entfernt, da das Riboflavin das Epithel nicht durchdringt. Außerdem schützt das Epithel das Auge vor UV-Strahlung und würde diese weitestgehend absorbieren.
Anschließend wird die Riboflavin-Lösung auf die Hornhaut getropft, bis diese gut durchtränkt ist. Zum Schluss behandeln wir die Hornhaut 5 Minuten lang mit UV-Licht, wobei die Intensität so gewählt wird, dass die Strahlung nicht an die unter der Hornhaut gelegenen Augenstrukturen gelangt. Am Ende der Operation wird eine Verbands-Kontaktlinse auf die Hornhaut gelegt: Diese verbleibt einige Tage auf dem Auge bis sich das Epithel regeneriert hat. Erst dann wird sie entfernt.

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Alternative Behandlungen

  • Teaserfoto Iontophorese Crosslinking (iCXL)

    Iontophorese Crosslinking

    Schmerzfreies UV-Riboflavin-Crosslinking der Hornhaut bei Keratokonus mittels Iontophorese – kein Entfernen des Hornhautepithels notwendig.

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  • Teaserfoto Intracorneale Ringsegmente

    Intracorneale Ringsegmente

    Nach einer zirkulären Keratotomie setzen wir zusätzlich intracorneale / intrastromale Ringsegmente (ICRS) ein, die die zentrale Hornhaut abflachen und die Kurzsichtigkeit dadurch zwischen -1 und -4 dpt korrigieren können.

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    Myoring

    Der MyoRing ist ein geschlossener Ring, der 0,3 mm unter der Oberfläche in die Hornhaut eingelegt wird. Er flacht die durch den Keratokonus vorgewölbte Hornhaut ab und stabilisiert das Gewebe.

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Nach der Operation

Ist nach dem Crosslinking noch eine Transplantation möglich?

Durch die Operation ist ein Teil der Hornhautoberfläche offen. Dies kann zum Teil starke Schmerzen verursachen, vergleichbar mit einer „Verblitzung“ beim Schweißen oder einer „Schneeblindheit“. Diese Schmerzen klingen langsam ab und verschwinden in der Regel vollständig binnen 48 Stunden: Schmerztabletten können Ihnen über diese Zeit hinweghelfen. In den ersten drei Tagen kontrollieren wir den Heilungsverlauf täglich. Bis zur sechsten Woche müssen Sie sehr gewissenhaft morgens und abends entzündungshemmende antibiotische Augentropfen anwenden. Zwei Wochen lang etwa wird das operierte Auge deutlich gerötet bleiben. In den ersten sechs bis acht Wochen kann ein Kratzen, Beißen und Brennen andauern, gegen das künstliche Tränen helfen, die Sie beliebig oft anwenden dürfen. Ebenso kann Ihre Sicht in diesem Zeitraum zunächst verschwommener sein als zuvor und eine stärkere Blendung durch helles Licht auftreten. All dies gehört zum normalen Heilungsprozess: Nach dieser Phase und dem Abklingen der postoperativen Symptome haben unsere Keratokonus-Patienten die gleiche oder eine bessere Sehschärfe als vor der Operation.

Zahlreiche Studien belegen die Wirksamkeit des Verfahrens

Obwohl das Crosslinking bei mehreren Tausend Patienten mit Erfolg angewendet wurde, ist das CXL ein kassenärztlich noch nicht zugelassenes Verfahren. Zahlreiche Studien belegen jedoch seine Wirksamkeit, so dass es unter Fachleuten als Methode der Zukunft gilt (3). Weitere Informationen über das CXL finden Sie auf der Website unseres Zentrums für Refraktive Chirurgie UV-Riboflavin-Crosslinking und auf der Website der IROC AG.

Intracorneale Ringsegmente verbessern die Sehqualität

Ist die Sehqualität nach dem Crosslinking besser?

Da das UV-Crosslinking noch keine optische Verbesserung bewirken, setzen wir zusätzlich intracorneale / intrastromale Ringsegmente (ICRS) ein, die die zentrale Hornhaut abflachen und die Kurzsichtigkeit dadurch zwischen -1 und -4 dpt korrigieren können.

Sie bestehen aus einem weichen Polymethylmetacrylat (PMMA), das seit Jahrzehnten für die beim Grauen Star implantierten Intraokularlinsen verwendet wird. Mit Hilfe einer neuen Option des Femtosekundenlasers VisuMax können wir diese intracornealen Ringsegmente besonders schonend und hochpräzise implantieren. Je nach Befund erwägt man danach die Implantation von ICL.

Was ist ein Keratokonus (Hornhautkegel)?

Keratokonus ist eine fortschreitende kegelförmige Vorwölbung und Auswölbung der Hornhaut, deren Ursachen nicht ganz geklärt sind. Schwankungen und Abnahme der Sehschärfe, das Wahrnehmen von Lichtringen um Lichtquellen und Blendempfindlichkeit sind die Folge. Ein Keratokonus wird oft mit einer Hornhautverkrümmung verwechselt. Eine stabilisierende Behandlung sollte so früh wie möglich erfolgen.

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Kennen Sie den MyoRing als schmerzfreie Alternative zum Crosslinking?

Der MyoRing ist ein geschlossener Ring, der 0,3 mm unter der Oberfläche in die Hornhaut eingelegt wird. Dort übernimmt er zwei Funktionen: Er flacht die durch den Keratokonus vorgewölbte Hornhaut ab und stabilisiert das Gewebe, indem er den Druck, der von innen auf der Hornhaut lastet, gleichmäßig verteilt.

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Weiterführende Fachliteratur

Global Consensus on Keratoconus und Ectatic Diseases

Gomes JA, Tan D, Rapuano CJ, Belin MW, Ambrósio R Jr, Guell JL, Malecaze F,
Nishida K, Sangwan VS; Group of Panelists for the Global Delphi Panel of
Keratoconus and Ectatic Diseases. Cornea. 2015 Apr;34(4):359-69. doi: 10.1097/ICO.0000000000000408.
PubMed PMID: 25738235.

Corneal Cross-linking for Treatment of Progressive Keratoconus in Various Age Groups — PDF, 177,52 kB >

Alfonso J F, Lisa C, Alfonso-Bartolozzi B, Perez-Vives C, Montes-Mico R, in: Journal of Cataract and Refractive Surgery, 2014;40:1155-1162 (2014 ASCRS und ESCRS)

Corneal Collagen Cross-linking for Terrien Marginal Degeneration — PDF, 326,25 kB >

Hafezi F, Gatzioufas Z,Seiler T G, Seiler T, in: Journal of Refractive Surgery, 2014;30(7):498-500

Corneal collagen crosslinking with riboflavin and ultraviolet-A light in progressive keratoconus: Ten-year results: Frederik Raiskup

Frederik Raiskup, MD, PhD, FEBO, Anja Theuring, MD, Lutz E. Pillunat, MD, Eberhard Spoerl, PhD, in: J Cataract Refract Surg 2015; 41:41–46 Q 2015 ASCRS and ESCRS, DOI: 10.1016/j.jcrs.2014.09.033

Immediate Effect of Ultraviolet-A Collagen Cross-linking Therapy on the Biomechanics and Histology of the Human Cornea

María A. del Buey, MD Elena Lanchares, PhD José Ángel Cristóbal, MD Santiago Ramón y Cajal Junquera, MD Carmen Yus Gotor, MD Begoña Calvo, PhD in: Journal of Refractive Surgery, Vol. 31, No. 1, 2015, DOI:10.3928/1081597X-20141218-08