Was ist ein Macular Pucker (Epiretinale Gliose)?

Veränderungen des hinteren Glaskörpers, die zur Bildung eines Häutchens oder einer Membran auf der Netzhautmitte (Makula) führen, heißen Macular Pucker oder epiretinale Gliose. „Pucker“ ist das englische Wort für „knittern“ und es beschreibt bildhaft, dass das Häutchen die Netzhaut wie unter einem Zellophanpapier in Fältchen zieht.

Ein Macular Pucker ist nicht gefährlich, kann aber das Sehvermögen manchmal stark einschränken. Bislang ist keine medikamentöse Behandlung bekannt, jedoch kann das Häutchen in einer chirurgische Behandlung (Vitrektomie) entfernt werden.

Makulaforamen & epiretinale Gliose

Spezialist für dieses Thema

Portraitfoto von Dr. Hakan Kaymak

Dr. Hakan Kaymak

Augenarzt, Augenchirurg und leitender Operateur

Die Behandlung eines Macular Puckers gehört zu den Schwerpunkten unseres leitenden Operateurs Dr. Hakan Kaymak.

Was sind die Ursachen für einen Macular Pucker (Epiretinale Gliose)?

Makular Pucker Auswirkungen und Ursachen

Die Fältelung kann unterschiedlich ausprägt sein und entsteht durch feine Membranen und Narbenstränge. Weil ein Macular Pucker mit seiner Fältelung in der Netzhautmitte glitzert, nennt man diese Veränderung auch Zellophanmakulopathie. Die Ursachen für einen Pucker können ein Netzhautloch, Netzhautoperationen, Laserbehandlungen, Gefäßveränderungen oder Gefäßverschlüsse sein. Meistens handelt es sich jedoch um altersbedingte Veränderungen.

Wie wirkt sich ein Macular Pucker aus?

Die Veränderungen können einen Zug an der Netzhaut ausüben und zu einer Fältelung der Makula führen. Dadurch ist ihre Funktionsfähigkeit eingeschränkt und es kommt zur Sehverminderung und mehr oder weniger starkem Verzerrtsehen (Sehen von Wellenlinien).

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Muss ein Macular Pucker chirurgisch behandelt werden?

Bislang ist keine medikamentöse Behandlung bekannt, die eine Sehverbesserung bewirkt. Bei starken Verzerrungen hilft daher nur noch eine Operation. Dabei wird der Glaskörper, eine gallertige Substanz, die das Augeninnere ausfüllt, mittels einer sogenannten Vitrektomie entfernt, und mit feinen Instrumenten wird die „Zellophanfolie“ abgezogen. Die zusätzliche Entfernung der Grenzschicht von Glaskörper und Netzhaut verhindert das Nachwachsen des Häutchens. Wir wenden dabei eine minimalinvasive Operationstechnik an, die sogenannte 25- oder 27-Gauge-Technik, bei der so feine Instrumente verwendet werden, dass keine Naht mehr erforderlich ist.

Dr. Kaymak wendet bei chirurgischen Eingriffen routinemäßig minimalinvasive OP-Techniken an.

Da bei den Betroffenen häufig bereits Linsentrübungen vorliegen und diese nach einer Vitrektomie zunehmen können, geht in den meisten Fällen der eigentlichen Operation an der Netzhaut eine Entfernung der menschlichen Linse voraus. Hierbei wird das gleiche Verfahren angewendet wie bei der Operation des grauen Stars, wobei eine Kunstlinse eingesetzt wird. Das ermöglicht dem Operateur einen besseren Einblick auf die Netzhaut und dem Patienten oft ein klareres Sehen nach der Operation. Das primäre Ziel der Operation ist das Verbessern der Wellenlinien. In einigen Fällen kommt es nach der Entfernung des Häutchens auch zur Sehverbesserung. Diese Phase kann bis zu einem Jahr nach der Operation andauern.

Wann muss ein Macular Pucker operiert werden?

Den Zeitpunkt für die Operation bestimmen Sie. Wir empfehlen Ihnen die Operation, wenn Sie sich durch die Beeinträchtigung Ihres Sehvermögens in Ihrem täglichen Leben eingeschränkt fühlen.

Die schonende Operation eines Macular Puckers

Die Vitrektomie ist ein chirurgischer Eingriff am Glaskörper

  • 27-Gauge-Instrumente
  • bei Glaskörpererkrankungen
  • bei Netzhauterkrankungen

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