Früh genug erkannt können Erkrankungen von Netzhaut und Makula nahtlos und schmerzfrei behandelt werden

Diagnostik mit dem DRI OCT-1 Atlantis

Zum hinteren Augenabschnitt gehören der Glaskörper und die Netzhaut (Retina). Die Retina wird oft mit der lichtempfindlichen Schicht einer Kamera verglichen. In ihrer Mitte befindet sich die Makula, der Punkt des schärfsten Sehens. Erkrankungen in diesem Bereich können zu schweren, meist unwiederbringlichen Sehverlusten führen und das zentrale Gesichtsfeld betreffen. Modernste, schmerzfreie Diagnostik und rechtzeitig einsetzende Therapie helfen, Ihr Augenlicht zu schützen.

Mit dem Alter steigt das Risiko von Netzhauterkrankungen. Degenerative Prozesse können zu Ablagerungen, Schwellungen, Netzhautrissen oder Netzhautlöchern führen und die Sehfähigkeit gefährden. Kurzsichtige Menschen sind häufiger und früher betroffen als Normalsichtige.

Früherkennung von Makula- und Netzhauterkrankungen

Welche Netzhaut- und Makulaerkrankungen lassen sich früh erkennen?

Mit zunehmendem Alter schrumpft der Glaskörper allmählich. Damit verbunden können unbedenkliche kleinere Schlieren oder Schatten, sogenannte Glaskörpertrübungen, auch Mouches volantes genannt, die klare Sicht beeinträchtigen. Treten diese Symptome jedoch plötzlich und/oder vermehrt auf, so kann das auf eine krankhafte Schrumpfung des Glaskörpers mit Ausbildung eines Netzhautloches hindeuten, die bis zu einer Ablösung der Netzhaut führen kann. Das Absterben von Sehzellen und Erblindung sind die möglichen Folgen. Kurzsichtige Menschen sind häufiger betroffen als Normalsichtige. Eine prophylaktisches Laserbehandlung von Vorstufen der Netzhautlöcher kann einen Schutz vor einer Netzhautablösung bieten. Daneben lassen sich auch andere Erkrankungen im Vorfeld diagnostizieren: Die Netzhaut, die sich an der Innenseite des hinteren Augenabschnitts befindet, wird über Arteriolen (arterielle Endgefäße) mit Blut versorgt. Über Venen wird das Blut abtransportiert. Treten hier Blutgerinnsel auf, ein retinaler Venen- oder Arterienverschluss, so führt das zu einem akuten Sehverlust. Mehr über mögliche Glaskörper- und Netzhauterkrankungen lesen Sie hier.

Erkrankungen der Makula, wie die altersbedingte Makuladegeneration (AMD) ist die wichtigste Erblindungsursache bei Menschen im Alter von über 50 Jahren in den Industriestaaten. Weitere Erkrankungen, die zu einer Verschlechterung der zentralen Sehschärfe führen, sind ein Makulaödem, das Vitreomakuläre Traktionssyndrom, ein Macular Pucker (Epiretinale Gliose) oder Makulaforamen (Makulaloch). Für alle diese Erkrankungen gilt: Werden sie früh genug diagnostiziert und behandelt, so kann in den meisten Fällen der allmähliche Verlust des Sehvermögens verzögert oder sogar aufgehalten werden.

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Die OCT: Zeigt Erkrankungen des Augenhintergrundes bereits im Frühstadium

Die Optische Kohärenztomographie (OCT) ist ein berührungs- und schmerzfreies Verfahren. Es erzeugt innerhalb kürzester Zeit dreidimensionale Bilder vom lebenden Gewebe mit einer Auflösung im Bereich von einigen Mikrometern. Mit dem heute verfügbaren hochauflösenden SD-OCT lassen sich Glaskörperstrukturen und der Übergang zwischen Glaskörper und Netzhaut genau darstellen. Dabei werden Netzhautstrukturen oder Veränderungen in ihrem Aufbau präzise vermessen. Es zeigt die Dickenzunahme der Netzhaut durch die für die AMD typischen Ablagerungen unterhalb der Netzhaut, liefert Hinweise zur nichtinvasiven Unterscheidung von trockener und feuchter AMD und kann das Ausmaß einer vitreomakulären Traktion genauestens darstellen. Aus diesem Grund kommt die OCT für die Verlaufs- und Therapieerfolgskontrolle vieler Erkrankungen zum Einsatz. Ferner ist sie eine maßgebliche Entscheidungshilfe für die Indikation einer Operation.

Die Funduskopie: Den Hintergrund im Blick haben

Die Funduskopie, auch Ophthalmoskopie oder Augenspiegelung genannt, ist eine weitere Untersuchung des Augenhintergrundes, die mit der Spaltlampe oder einem Bonoskop erfolgen kann. Erstere bietet einen umfassenderen 3-D-Überblick über die Netzhaut (Retina) und die diese versorgenden Blutgefäße – die hellroten Arterien und die dunkelroten Venen – den Sehnerv und den gelben Fleck (Makula). Sie wird durch die erweiterte Pupille durchgeführt.

Die Fundusautofluoreszenz: Um erste Anzeichen zu erkennen

Degenerative Erkrankungen sollten so früh wie möglich erkannt werden.

Die Fundusautofluoreszenz ist eine kurze und schmerzfreie Untersuchung des retinalen Pigmentepithels (RPE). Sie ist empfehlenswert, wenn eine degenerative Netzhauterkrankung im Frühstadium ausgeschlossen werden soll. Das RPE, eine feine Gewebeschicht, versorgt die Photorezeptoren der Netzhaut und entsorgt deren Abbauprodukte. Mit der Zeit bilden sich so in den RPE-Zellen Einlagerungen, die als Lipofuszin bezeichnet werden. Krankhafte Veränderungen der Netzhaut führen oft zu einer vermehrten Lipofuszin-Ansammlung. Schreitet die Erkrankung weiter fort, gehen RPE-Zellen einschließlich des Lipofuszins zugrunde und werden abgebaut. Die so entstehende atypische Verteilung des Lipofuszins in den verschiedenen Krankheitsstadien kann durch die Fundusautofluoreszenz frühzeitig visualisiert werden – noch bevor sich diese Veränderungen bei der Untersuchung des Augenhintergrundes zeigen. Sie liefert zudem Hinweise darauf, ob eine trockene AMD bereits in eine feuchte überzugehen droht oder ob eine prophylaktische Therapie mit Nahrungsergänzungsmitteln noch sinnvoll ist. Die Untersuchung wird durch die erweiterte Pupille durchgeführt und kommt ohne Kontrastmittel aus[1].

Portraitfoto von Dr. Hakan Kaymak

Choroidale Neovaskularisation (CNV) – Früherkennung von Makulaerkrankungen

Vortrag von Dr. Hakan Kaymak im Rahmen der DOC-Nürnberg 2017 über die nicht invasive Früherkennung von Makulaerkrankungen mittels High-Tech-Diagnostik. Diese ist bei Breyer, Kaymak & Klabe bereits Routine. Dr. Kaymak referiert regelmäßig auf internationalen Kongressen über die Umsetzung neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse in der Makula-Bildgebung anhand von Fallbeispielen.

Literaturangaben

[1]

Progression of geographic atrophy and impact of fundus autofluorescence patterns in age-related macular degeneration.

Holz FG, Bindewald-Wittich A, Fleckenstein M, Dreyhaupt J, Scholl HP, Schmitz-Valckenberg S; FAM-Study Group, Am J Ophthalmol. 2007; 143:463-72

 ↩

Weiterführende Fachliteratur

Autofluorescence method to measure macular pigment optical densities fluorometry and autofluorescence imaging.

Delori FC (2004), Arch Biochem Biophys 430: 156-162

Fundus autofluorescence and development of geographic atrophy in age-related macular degeneration.

Holz FG, Bellman C, Staudt S, Schutt F, Volker HE (2001), Invest Ophthalmol Vis Sci 42: 1051-1056

Fundus autofluorescence (488 NM) and near-infrared autofluorescence (787 NM) visualize different retinal pigment epithelium alterations in patients with age-related macular degeneration.

Kellner U, Kellner S, Weinitz S (2010), Retina 30: 6-15

Fundus autofluorescence in exudative age-related macular degeneration.

McBain VA, Townend J, Lois N (2007), Br J Ophthalmol 91: 491-496

High-resolution optical coherence tomography after surgery for vitreomacular traction: a 2-year follow-up.

Sayegh RG, Georgopoulos M, Geitzenauer W, Simader C, Kiss C, Schmidt-Erfurth U (2010), Ophthalmology 117: 2010-2017