Was ist ein grauer Star (Katarakt) und wie wird er heute behandelt?

Der graue Star (Katarakt) ist eine Trübung der Augenlinse, die meist ab dem 50. Lebensjahr auftritt und mit der Zeit zu einer zunehmend verschwommenen Sicht führt. Sie kann durch die Implantation von Kunstlinsen vollständig therapiert werden. Die Grauer-Star-Operation gehört zu den am häufigsten durchgeführten Eingriffen am Menschen und ist einer der Tätigkeitsschwerpunkte unserer Augenärzte.

Mann mittleren Alters am Meer, hält seine Hand hoch, um sich vor der Sonne zu schützen.

Die Operation des grauen Stars verschafft Ihnen wieder klare Sicht.

Die Symptome des grauen Stars (Katarakt)

Katarakt Auswirkungen und Ursachen

Durch den grauen Star werden die Augenlinse und damit auch die Sicht zunehmend trüb, Betroffene sehen wie durch einen Schleier. Die Griechen glaubten übrigens, dass dieser Schleier durch eine Flüssigkeit hervorgerufen werde, die im Innern des Auges herunterläuft und prägten den Namen Katarakt, was soviel wie Wasserfall bedeutet. Je nach Stadium ist sogar von außen eine Graufärbung der Linse sichtbar, wodurch vermutlich die deutsche Bezeichnung, der graue Star, entstanden ist.

Wie bei einer Kamera beeinträchtigt die Trübung der Linse die Brechung der Lichtstrahlen im Auge und führt zu den typischen Symptomen des grauen Stars:

  • die Sicht wird zunehmend verschwommen
  • Farben erscheinen blasser
  • die Blendempfindlichkeit nimmt zu
  • Ihre Augen gewöhnen sich langsamer an wechselnde Lichtverhältnisse
  • die räumliche Wahrnehmung und Fernsicht verschlechtern sich.
  • Wahrnehmung von Lichthöfen (Halos) um Lichtquellen herum

Die meisten der Symptome des grauen Stars empfinden vor allem Autofahrer als besonders störend. Am Anfang bemerken Sie nur wenig von diesem schleichenden Prozess. Er verläuft langsam und völlig schmerzfrei, kann aber die Sehqualität im Laufe der Jahre erheblich einschränken. Weltweit ist die Hälfte der Menschen über 70 vom grauen Star betroffen.

Mutter hebt Kind hoch (Foto unscharf, verblasst und mit Grauschleier)

Menschen, die unter einem grauen Star leiden, sehen die Welt wie durch einen immer dichter werdenden Schleier. Nur eine Operation hilft.

Ihr Spezialist für die Operation des grauen Stars

Portraitfoto von Focus-Top-Mediziner Dr. Detlev R.H. Breyer

Focus-Top-Mediziner Dr. Detlev R.H. Breyer

Augenarzt, Augenchirurg und leitender Operateur
Focus Top Mediziner Auszeichnungen

Dr. Detlev Breyer gilt als einer der Grauer-Star-Pioniere, der die Operation mit der Kleinstschnitttechnik durchführt. Seit 2013 wird er als Focus-Top-Mediziner für Refraktive Chirurgie in der Focus-Ärzteliste geführt. Er und seine Kollegen Dr. Kaymak und Dr. Klabe implantieren eine künstliche Linse mit einem minimalen Schnitt von 1,5 - 1,6 mm und setzen seit 2012 einen Femtosekundenlaser bei der Grauer-Star-Operation ein.

Die Erfahrung Ihres Operateurs beeinflusst maßgeblich das Ergebnis Ihrer Grauer-Star-Operation

Wussten Sie, dass die Erfahrung Ihres Operateurs, seine Operationstechnik und die Auswahl Ihrer Linsen entscheidende Faktoren sind, wenn es um Ihre Sehqualität nach der Operation des grauen Stars geht? Mit minimalinvasiver Operationstechnik und individuell ausgewählten Intraokularlinsen ist die Graue-Star-Operation heute gut verträglich und die Sehqualität wesentlich besser als noch vor einigen Jahren. Sie wird heute schon im frühen Stadium des grauen Stars durchgeführt. Ihr Augenarzt und Grauer-Star-Spezialist, Dr. Detlev Breyer, berät Sie gern.

Keine Angst vor der Operation des grauen Stars mit dem Laser – ein Erfahrungsbericht

Sabine Wagner, Journalistin und Filmproduzentin, leidet unter beginnendem grauen Star. Sie hat erfahren, dass ihr nur eine Operation helfen kann, die bereits im Frühstadium der Erkrankung möglich ist. Ihre Augenärztin empfiehlt ihr Dr. Breyer. Obwohl sie ihm gleich vertraut und von seiner Erfahrung beeindruckt ist, ist sie vor der Operation des ersten Auges ziemlich aufgeregt.

Ist der graue Star gefährlich?

Warten Sie nicht zu lange mit der Operation des grauen Stars.

Die gute Nachricht zuerst: Im Gegensatz zu einem grünen Star ist der Schaden, den der graue Star an der Linse des Auges verursacht, mit der Operation des grauen Stars, der sogenannten Kataraktoperation, vollständig zu beheben: Sobald wir die getrübte Linse gegen eine klare Kunstlinse ausgetauscht haben, erleben Sie wieder die klare Sicht, die Sie von früher kannten. Durch eine Premiumlinse mit mehreren Brennpunkten werden Sie sogar wieder unabhängig von Ihrer Lesebrille.

Dennoch raten wir Ihnen, die Graue-Star-Operation nicht zu lange hinauszuzögern, da eine getrübte Linse Ihr Sehvermögen zunehmend einschränkt und in vielen Alltagssituationen eine Gefahr für Sie und andere darstellt. Stürze und Unfälle passieren einfach schneller, wenn man seine Umwelt nicht mehr klar und deutlich sieht.

Doppelt so sicher Auto fahren nach der Kataraktoperation

Älteres Paar im Cabrio.

Australische Forscher haben herausgefunden, dass Autofahrer nach ihrer Kataraktoperation fast doppelt so sicher fahren wie vor der Operation. In einer Studie (10/2019), bei der ein Fahrsimulator eingesetzt wurde, konnten sie zeigen, dass sich nach der Operation des grauen Stars die Zahl der Beinahezusammenstöße und Unfälle um 48 Prozent reduzierte. Mehr dazu im Blogposting

Wie der graue Star die Linse des Auges verändert

Die Linse des Auges (griechisch "phakos") ist ein Organ ohne Nerven und Gefäße. Sie besteht aus einer Linsenkapsel und einem Linsenkern. Wie die Linse eines Fotoapparates ist die Augenlinse kristallklar und beidseitig konvex gekrümmt. Als Sammellinse bündelt die natürliche Linse das ins Auge eintretende Licht und fokussiert es auf der Netzhaut. Dabei kann sie aufgrund ihrer Elastizität sich entweder flach oder kugelig formen, um den Brennpunkt auf der Netzhaut zu verändern.

Im Laufe unseres Lebens verändert sich die Linse kontinuierlich: Neue Zellen bilden sich im Kern und lassen die Linse mit den Jahren dicker und unflexibler werden. Verliert die Linse ihre Elastizität, so verändert sich auch ihre Brechkraft und Gegenstände in der Nähe erscheinen zunehmend unscharf. Dieser Prozess führt zur sogenannten Alterssichtigkeit und in der Regel zur Abhängigkeit von einer Lesebrille.

Illustration des Auges mit der für den grauen Star typischen Linsentruebung.

Bei einem grauen Star kommt es darüber hinaus zu Veränderungen im Innern der Augenlinse. Dort befinden sich hoch konzentrierte Proteine, die durch die Schutzeiweiße A-Crystallin (cryAA) und B-Crystallin (cryAB) transparent bleiben. Versagen diese sogenannten Kristalline, so verklumpen die Proteine und führen zu der für den grauen Star typischen Linsentrübung. Durch sie wird das einfallende Licht gestreut – unscharfes Sehen ist die Folge. Gegen die Linsentrübung hilft keine Lesebrille, sondern nur die Katarakt- oder Grauer-Star-Operation.

Auge im Querschnitt, Pfeil auf der Linse

[1] Die Linse bündelt die in das Auge einfallenden Lichtstrahlen und fokussiert sie auf die Netzhaut, indem sie sich mithilfe des Ziliarmuskels flach oder kugelig formt (akkommodiert). Ihre Brechkraft beträgt mit 10 Jahren 15 dpt, mit 50 nur noch 2 dpt.

Was sind die Ursachen des grauen Stars?

Die Ursachen des grauen Stars sind nicht eindeutig geklärt. Bisher galt oxidativer Stress als einer der Faktoren, die zu den Umbauvorgängen in den Fibrillen der Linse des Auges führen. Weitere Faktoren, die zu einem grauen Star beitragen, sind:

  • natürliche Alterungsprozesse
  • UV-Strahlen des Sonnenlichtes
  • Infrarotstrahlen
  • zu wenig körperliche Aktivität
  • Rauchen
  • Diabetes
  • Mangelernährung
  • Verletzungen am Auge
  • Medikamente
  • Röteln während der Schwangerschaft können auch bei Babys einen grauen Star hervorrufen

Der Altersstar ist die häufigste Form des grauen Stars

Bei vielen Betroffenen treten erste Anzeichen einer Linsentrübung bereits ab dem 50. Lebensjahr auf und verstärken sich im Laufe des Lebens: Mit über 70 Jahren leiden rund 50 von 100 Menschen unter dem grauen Star. Deshalb spricht man auch vom sogenannten Altersstar. Es ist die häufigste Form des grauen Stars und kann unbehandelt bis zur Erblindung führen. Körperliche Aktivität wirkt sich positiv aus und kann den Altersstar hinauszögern.

Der graue Star in den Entwicklungsländern

Menschen in Entwicklungsländern leiden häufiger und schon in jüngeren Jahren unter dem grauen Star. Gründe dafür sind zum Beispiel Mangelernähung, viel Sonnenlicht und die Lebensgewohnheiten. Auch eine Rötelninfektion der Mutter während der Schwangerschaft kommt in Entwicklungsländern häufiger vor, da ein Impfschutz nur selten besteht und kann bereits beim Ungeborenen zu einem grauen Star führen. Im Gegensatz zu den hochentwickelten Ländern haben Menschen in den ärmeren Ländern der Welt nur selten die Mittel und Möglichkeiten, sich einer Operation des grauen Stars zu unterziehen, um wieder klar sehen zu können. Hier hilft jedoch die Christoffel Blindenmission, die wir aus dem Grund unterstützen. Mehr dazu im Kapitel Soziales Engagement.

Diabetiker haben ein hohes Risiko am grauen Star zu erkranken

Die Stoffwechselerkrankung Diabetes wirkt sich mit auf das Auge aus und führt nicht nur zur diabetischen Netzhauterkrankung (Retinopathie). Diabetiker leiden auch früher als andere Menschen unter einem grauen Star.

Unfälle und Medikamente können einen grauen Star verursachen

Unfälle, bei denen das Auge verletzt wurde, können zur Bildung eines grauen Stars führen. Auch einige Medikamente, insbesondere Cortison, können einen grauen Star verursachen, wenn sie über längere Zeit eingenommen werden.

Auch manche Augenoperationen ziehen eine grauen Star nach sich

Bei einer Augenoperation, bei der Glaskörper des Auges entfernt wird, lässt sich die Bildung eines grauen Stars häufig nicht vermeiden. Aus dem Grund wird eine Glaskörperoperationen oft mit dem Austausch der natürlichen Linse gegen eine Kunstlinse, also einer Kataraktoperation, verbunden.

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Häufig gestellte Fragen

Hier finden Sie häufige Patientenfragen zum Thema Grauer Star oder Grauer-Star-Operation. Haben Sie auch Fragen, die hierhin gehören? Dann schreiben Sie unserer Redaktion Ihre Frage. Wir freuen uns von Ihnen zu hören.

Was ist, wenn die Operation des grauen Stars einmal nicht optimal läuft?

Für Sie wichtig zu wissen: Zu uns werden sogar viele Patienten geschickt, bei denen es andernorts zu Komplikationen kam. Unsere Operateure bei Breyer, Kaymak & Klabe sind so erfahren, dass sie mögliche Komplikationen sicher managen können und wir Sie nicht in ein Krankenhaus schicken müssen. Wir haben Augenärzte mit unterschiedlichen Tätigkeitsschwerpunkten im Haus: ehemalige Oberärzte und einen ehemaligen Chefarzt der Augenklinik im Marien Hospital Düsseldorf.

Helfen Sport und andere körperliche Aktivität gegen den grauen Star?

Das ist in der Tat das Ergebnis einer großen Studie, die eine schwedischen Autorengruppe Ende 2014 veröffentlichte. Sie verglichen den Zusammenhang zwischen körperlicher Aktivität bzw. Inaktivität und dem Risiko, einen grauen Star (Katarakt) zu entwickeln. Dafür beobachteten sie zwei Gruppen von rund 24.000 Frauen und rund 29.000 Männern im Alter von 45 bis 83 Jahren über einen Zeitraum von durchschnittlich 12 Jahren. Das Viertel (Quartil) der Teilnehmer, das in Befragungen die meiste körperliche Aktivität angegeben hatte, zeigte gegenüber denen mit der geringsten Aktivität das geringste Risiko, einen grauen Star zu entwickeln. Ein Beispiel: Wer täglich länger als eine Stunde geht oder Fahrrad fährt, wies ein um 12 Prozent geringeres Kataraktrisiko auf. Wer körperlich schwer arbeitete, hatte gegenüber Menschen mit sitzender Tätigkeit ein um 16 Prozent geringeres Risiko, an einem grauen Star zu erkranken.

Ist der graue Star (Katarakt) durch Medikamente heilbar?

Nein, das ist bisher noch nicht möglich. Forscher arbeiten zwar an einer medikamentösen Behandlung, diese steckt allerdings noch in den Kinderschuhen. Im November 2015 veröffentlichten Forscher um Jason Gestwicki von der University of Michigan in Ann Arbor im Fachmagazin Science ihre ersten Ergebnisse. Um sie zu verstehen, muss zunächst der Prozess erklärt werden, der zu einem grauen Star führt: Die Augenlinse besteht zur rund einem Drittel aus den Schutzeiweißen A-Crystallin (cryAA) und B-Crystallin (cryAB). Solange diese in gelöster Form vorliegen, sorgen sie dafür, dass die Linse des Auges transparent bleibt. Im Laufe des Lebens verändern diese Eiweiße jedoch ihre Form, sie entfalten sich und verklumpen. Das führt langfristig zu einer Trübung der Augenlinse. Die Wissenschaftler haben bei ihren Laborversuchen mit Mäusen aus einer Reihe von Wirkstoffen einen indentifiziert, der diese Prozesse aufhalten und teilweise sogar rückgängig machen konnte. Bis ein solcher Wirkstoff als Medikament vorliegen wird, das für Menschen zugelassen ist, werden noch einige Jahre vergehen.

Woher weiß ich, welche Linse für mich die richtige ist?

Die Wahl der Linse sollten Sie in die Hände eines Spezialisten legen, wenn Ihnen Ihre Brillenunabhängigkeit nach der Operation wichtig ist. Wir beschäftigen uns wissenschaftlich mit Linsensystemen und dem Auswahlprozess. Dieser besteht aus mehreren Phasen: Wir besprechen mit Ihnen, welche beruflichen oder privaten Tätigkeiten Sie oft verrichten, welche Anforderungen Sie an das Sehen haben und wo Sie bereit wären, Kompromisse zu machen. Anschließend führen wir umfangreiche Voruntersuchungen und Vermessungen Ihrer Augen durch. Auf Basis unserer Kenntnisse der verschiedenen Linsensysteme, Ihren Untersuchungsergebnissen und Ihren Wünschen schlagen wir Ihnen Linsen vor, mit denen die angestrebte Sehqualität erreicht werden kann. Eine sehr individuelle Behandlung ist z.B. die Implantation von segmentalen Multifokallinsen nach dem Prinzip des von uns entwickelten Überblendvisus Düsseldorfer Schema. Abgesehen von den Linsen spielt natürlich die Erfahrung des Operateurs und die Operationstechnik eine Rolle. So erreichen wir z.B. bei Patienten mit einer Hornhautverkrümmung – und nicht nur bei diesen – eine höhere Präzision bei der Ausrichtung der Linsen durch den Einsatz eines Femtosekundenlasers bei der Kataraktoperation.

Wann ist der richtige Zeitpunkt für die Kataraktoperation?

Spätestens wenn Sie sich in Ihrer Sehfähigkeit sehr beeinträchtigt fühlen, weil Sie Kontraste nicht mehr gut wahrnehmen oder unter Blendungen beim Autofahren leiden, dann sollten Sie eine Kataraktoperation ins Auge fassen. Als Operateure empfehlen wir unseren Patienten aber immer, nicht zu lange zu warten, denn mit dem Alter steigen auch die Risiken der Operation. Ein sehr harter Linsenkern ist schwieriger zu operieren, auch könnten andere gesundheitliche Probleme mit dem Alter hinzukommen.

Bei der Kataraktoperation handelt es sich um eine Routineoperation. Wir wenden dabei eine sehr schonende minimalinvasive Technik an, auf Wunsch auch einen Laser. Die heute verfügbaren Linsen bieten eine so hervorragende Sehqualität, dass die meisten Patienten uns hinterher sagen: Hätte ich das doch schon früher gemacht. Und sehr viele tun das übrigens schon, wenn sich die Alterssichtigkeit bemerkbar macht, also weit vor dem 60. Lebensjahr, damit sie unabhängig von der Lesebrille werden. Die Meinung, man solle warten, bis der "Star reif ist", ist also nicht mehr zeitgemäß.

Wie lange halten Intraokularlinsen, die bei der Operation des grauen Stars implantiert wurden?

Die neuesten Generationen von Intraokularlinsen (IOL) sind sehr verträglich und haltbar. Sie können ohne Probleme ein Leben lang im Auge bleiben und müssen nicht ausgetauscht werden. Für den Fall, dass Ihnen eine Standardlinse implantiert wurde oder eine Linse, die eine bestehende Fehlsichtigkeit nicht ausreichend ausgleicht, gibt es jedoch die Möglichkeit, eine multifokale Add-on-Linse zusätzlich zur Intraokularlinse ins Auge einzupflanzen, damit Sie brillenunabhängig werden.

Die minimalinvasive Operation des grauen Stars

Die Operation des grauen Stars gehört mit rund 800 000 Eingriffen jährlich zu den Standardoperationen in Deutschland. Die Katarakt-Operation ist die einzige Möglichkeit zur Behandlung des grauen Stars.
Bei der manuellen Operation wird die getrübte Linse des Auges mithilfe von Ultraschallenergie zerkleinert und durch eine kleine, manuell erzeugte Öffnung des Kapselsacks entfernt. Anschließend wird eine moderne Kunstlinse implantiert. Aufgrund minimalinvasiver Operationstechniken wird die Grauer-Star-Operation in der Regel ambulant durchgeführt. Moderne Premiumlinsen mit mehreren Brechpunkten bieten sogar Brillenunabhängigkeit nach der Operation.

Spezialist für dieses Thema

Portraitfoto von Focus-Top-Mediziner Dr. Detlev R.H. Breyer

Focus-Top-Mediziner Dr. Detlev R.H. Breyer

Augenarzt, Augenchirurg und leitender Operateur

Dr. Detlev Breyer hat zur Entwicklung der Kleinstschnitttechnik bei der Operation des grauen Stars beigetragen und setzt seit 2012 als einer der Ersten für die Katarakt-Operation auf Wunsch einen Femtosekundenlaser ein. Zu seinen Schwerpunkten zählt außerdem die Auswahl von Premiumlinsen.

So verläuft die manuelle Katarakt-Operation

Patientenbriefing vor der OP
Vor dem Eingriff erklären wir Ihnen alle Schritte der Operation und was zu beachten ist.

Die Voruntersuchung

Aus Erfahrung wissen wir: Je präziser die Voruntersuchung, desto besser das Operationsergebnis. Wir nutzen Voruntersuchungen nicht allein, um Ihre Eignung für einen refraktiven Eingriff festzustellen, sondern auch, um die Operation des grauen Stars präzise zu planen.

Untersuchung des Auges mit dem OCT.
Vor der Katarakt-Operation untersuchen und vermessen wir Ihre Augen.

Denn das Ergebnis der Operation wird zu einem großen Teil von einer gründlichen Diagnostik des Auges beeinflusst. Dazu gehört die Vermessung des vorderen und hinteren Augenabschnitts mit modernster Technik und die Untersuchung des Auges auf Erkrankungen, damit wir kein Risiko eingehen. Übrigens lassen sich manche Operationen auch mit einer Katarakt-Operation verbinden, wie z.B. chirurgische Behandlungen des grünen Stars.

Wichtiger Hinweis für Kontaktlinsenträger: Bitte legen Sie in den zwei Wochen vor der Voruntersuchung eine Kontaktlinsenpause ein.

Mehr zur Voruntersuchung erfahren

Anästhesie: Wählen Sie die Schmerzfreiheit, die Sie wünschen:

  • Dämmerschlaf durch eine Spritze
  • Dämmerschlaf und eine Spritze neben das Auge (Peribulbäranästhesie). In 10 Jahren wurde bei uns dabei kein Augapfel verletzt.
  • Vollnarkose für Angstpatienten
  • Tropfanästhesie für Mutige

Weitere Vorbereitungen am Tag der Operation

Am Tag der Operation des grauen Stars erhalten Sie desinfizierende Augentropfen, Haare und Körper werden abgedeckt und die Haut um das zu operierende Auge wird desinfiziert, anschließend wird ein Lidsperrer eingesetzt, damit das Auge geöffnet bleibt.

Die schonende Grauer-Star-Operation mit der Kleinstschnitttechnik

Unter dem Operationsmikroskop schneidet Ihr Operateur einen winzigen Schnitt am äußeren Rand des Auges, um einen Zugang zur natürlichen Linse zu erhalten. Dieser Schnitt misst bei unseren Operateuren weniger als 2 mm, damit Ihr Auge nicht unnötig belastet wird.

Dr. Breyer nimmt den Linsenaustausch vor
Unter dem OP-Mikroskop implantiert Dr. Breyer eine Kunstlinse.

Die Linse ist in der Linsenkapsel aufgehängt, die der Operateur mit einem runden Schnitt (Kapsulotomie) eröffnet. Um die natürliche Linse des Auges zu entfernen, wird sie mit Ultraschallenergie zerkleinert und kann dadurch problemlos durch winzige Instrumente abgesaugt werden. Dieser Vorgang nennt sich Phakoemulsifikation. Zum Schluss wird die klare Kunstlinse in die leere Linsenkapsel eingesetzt. Auch das geschieht mit Hilfe von winzigen Instrumenten, in denen die gefaltete Linse eingelegt ist. Im Kapselsack entfaltet sich die Linse und findet dort Halt. Je nach Linsentyp wird die Linse vom Operateur genau ausgerichtet, um ein optimales Sehergebnis zu bieten.

Die ambulante Operation des grauen Stars dauert nicht länger als 20 Minuten. Liegen Zusatzrisiken vor, so würden wir die Grauer-Star-Operation stationär vornehmen. Weiterführende Fachliteraturangaben zum Thema finden Sie unten auf dieser Seite.

Die Operation des grauen Stars mit dem Femtosekundenlaser

Seit 2012 gehört Dr. Detlev Breyer zu den Ersten in Europa, die die Operation des grauen Stars mit Hilfe eines Femtosekundenlasers durchführen. Mit einem Femtosekundenlaser gelingen Schnitte mit immer der gleichen Präzision – viel exakter als die menschliche Hand es je könnte.

Die Vorteile der Operation des grauen Stars mit dem Laser

Bei der Grauer-Star-Operation mit dem Femtosekundenlaser übernimmt der Laser die folgenden Schnitte, die bei der manuellen Operationstechnik vom Augenchirurgen durchgeführt wurden, bei Bedarf zerkleinert er auch die Linse:

  • einen winzigen Schnitt am äußeren Rand des Auges
  • eine kreisrunde Öffnung in die vordere Linsenkapsel (Kapsulotomie)
  • sowie die Fragmentierung der Linse

Seit 2014 ist das der Femtosekundenlaser LENSAR (Topcon). Dieser verfügt im Vergleich zu Konkurrenzmodellen über ein sogenanntes 3-D-CSI-Kamerasystem, um eine echte 3-D-Rekonstruktion des Auges zu erstellen. Die Technik basiert auf einer Weiterentwicklung der Scheimpflugkamera, die auch in der Diagnostik verwendet wird. Die Strahlengänge der Kamera und des Lasers sind identisch, das heißt, sie benutzen denselben optischen Pfad. Dem Patienten gibt das zusätzliche Sicherheit.

So verläuft die schmerzfreie Grauer-Star-Operation mit dem Femtosekundenlaser

Anästhesie: Wählen Sie die Schmerzfreiheit, die Sie wünschen:

  • Dämmerschlaf durch eine Spritze
  • Dämmerschlaf und eine Spritze neben das Auge (Peribulbäranästhesie). In 10 Jahren wurde bei uns dabei kein Augapfel verletzt.
  • Vollnarkose für Angstpatienten
  • Tropfanästhesie für Mutige

Vorbereitung: Ihre Haare und Ihr Körper werden abgedeckt und die Haut um das zu operierende Auge wird desinfiziert. Anschließend setzt der Operateur den Lidsperrer vorsichtig ein, damit das Auge geöffnet bleibt. Er positioniert das Kontaktglas (Patienteninterface) des Lasers auf Ihrem Auge und zentriert es genau über der natürlichen Linse. Der Lensar erlaubt aber auch die Ausrichtung auf die optische Achse.

Der Einsatz des Lensar Lasers: Mit unserem Lensar Laser treiben wir Perfektion auf die Spitze: Zunächst erfolgt ein Irisabgleich, um Winkelfehler bei torischen Linsen und bogenförmigen Keratotomien (Hornhautschnitten) zu vermeiden. Möglich wird das durch eine verbesserte Hornhautdiagnostik.

Unter der Kontrolle des Operateurs schneidet der Laser einen zuvor präzise berechneten kleinen Schnitt am äußeren Rand des Auges sowie eine kreisrunde Öffnung in die vordere Linsenkapsel (Kapsulotomie). Insbesondere die kreisrunde Kapsulotomie können selbst sehr routinierte Operateure manuell niemals so exakt ausführen. Anschließend zerkleinert der Laser die natürliche Linse. Da wir jede Linsentrübung vor der Operation genau vermessen, setzen wir beim Lasern nur so wenig Laserenergie wie nötig ein, um Ihr Auge zu schonen. Jeden dieser Schritte planen unsere Operateure vorher sehr genau und führen ihn exakt so durch, während sie alles in Echtzeit auf dem Monitor des integrierten Kamera-Systems verfolgen.

Der Einsatz des Nanosekundenlasers: Um den vorzerkleinerten Linsenkern vollständig entfernen zu können, wurde bisher Ultraschallenergie eingesetzt (Phakoemulsifikation). Heute setzen wir dafür den neuesten Nanosekundenlaser ein, um Ihr Auge so sanft wie möglich zu therapieren.

Die Implantation der Linse Anschließend setzt der Operateur unter dem Operationsmikroskop in die nun leere Linsenkapsel eine Kunstlinse. Aufgrund der exakteren Schnittführung des Lasers ist die Positionierung der Linse viel genauer möglich und das Sehergebnis nach der Operation entsprechend besser vorauszuberechnen. Gut zu wissen: Wir implantieren alle modernen Linsentypen. Diese bestehen aus weichen Materialien und werden gefaltet durch kleinste Öffnungen eingesetzt. Erst im Augeninnern nehmen sie ihre ursprüngliche Form wieder an.

Die ambulante Operation dauert nicht länger als 20 Minuten. Liegen Zusatzrisiken vor, so würden wir die Laser-Grauer-Star-Operation stationär vornehmen. Weiterführende Fachliteraturangaben zum Thema finden Sie unten auf dieser Seite.

Wie viele Operationen sollte ein Kataraktchirurg im Jahr durchführen?

Dr. Breyer verdeutlicht die Bedeutung von Routine und Erfahrung eines Kataraktchirurgen.

Die Vorteile der minimalinvasiven Laser-Grauer-Star-OP mit dem Lensar Laser:

  • Das Kontaktglas liegt auf der Lederhaut (Sklera), nicht auf der Hornhaut auf
  • Daraus gehen 75% weniger Epithellen verloren als bei anderen Lasermodellen
  • Die Schnitte in die Hornhaut sind präziserer
  • Alle Schnitte sind reproduzierbar - unabhängig von äußeren Faktoren
  • Die vordere Linsenkapsel ist präziser zu eröffnen
  • Die Kunstlinse kann genauer ausgerichtet werden
  • 40% weniger Ultraschallenergie wird benötigt, um die natürliche Linse zu entfernen
  • Eine Hornhautverkrümmung kann sofort mit korrigiert werden
  • Der Operationsablauf und das Ergebnis sind exakter planbar
  • Echte 3-D-Visualierung und Kontrolle des Auges während der Operation (3-D-CSI Kamera-System)
  • Bereits wenige Tage nach der Operation sind Tätigkeiten des täglichen Lebens wieder möglich.

Für wen kommt der Laser-Linsenaustausch infrage?

Ob Sie nun alterssichtig sind und unabhängig von Ihrer Lesebrille werden möchten oder ob Sie bereits unter den Symptomen des grauen Stars, also einer Linsentrübung leiden: In beiden Fällen könnte der Laser-Linsenaustausch eine mögliche Therapie für Sie sein. Gern besprechen wir mit Ihnen, was Sie sich von der Behandlung erhoffen und was Ihre Anforderungen an die Sehqualität nach einer Operation sind.

Möchten Sie einen Termin vereinbaren?

Besuchen Sie uns an den Düsseldorfer Schadow Arkaden oder in Meerbusch. Wir freuen uns über Ihre Nachricht.

Das Konzept für die individuelle Premiumlinsenauswahl: MI-LENS®

Welche ist die beste Linse? Keine! Jeder Mensch braucht Linsen, die auf seine Sehgewohnheiten und Augen abgestimmt sind. Deswegen befassen wir uns wissenschaftlich mit den Optiken und Eigenschaften von Premiumlinsen und tragen in Kooperation mit Prof. Dr. Schaeffel, Universität Tübingen, zur Entwicklung von Linsensystemen bei. Dieses Wissen haben wir in unserem Konzept MI-LENS® zusammengefasst, mit dem wir durch ausführliche Voruntersuchungen und Gespräche mit Ihnen die auf Ihre Bedürfnisse zugeschnittene Intraokularlinse auswählen.

Vorteile und Varianten von Intraokularlinsen

Intraokularlinsen

Der Ersatz der natürlichen Linse des Auges kommt hauptsächlich in fortgeschrittenem Alter vor, wenn die Flexibilität der natürlichen Linse nachgelassen hat und die Fokussierkraft des Auges nicht mehr gegeben ist oder wenn die Linse getrübt (Katarakt) und die Sicht nicht mehr klar ist. Hier können moderne Intraokularlinsen eingesetzt werden, die einen oder mehrere Brechpunkte haben können, z.B. Multifokallinsen, auch Mehrstärkenlinsen, mit unterschiedlichen optischen Prinzipien. Wenn Sie bisher Hochleistungsbrillengläser tragen und nun eine Linsenchirurgische Operation planen, dann empfehlen wir Ihnen sogenannte HD-Linsen, die weniger Halo- und Blendeffekte haben. Bei Bedarf sind diese Linsen auch mit Blaulichtfilter oder als torische Linsen verfügbar.

Sie sehen also: Es gibt nicht die eine Linse für alle, sondern viele verschiedene Typen, optische Prinzipien, Stärken und sogar Kombinationsmöglichkeiten. Hier stellen wir Ihnen die wichtigsten Linsentypen einmal vor:

  • Multifokallinsen (Mehrstärkenlinsen oder MIOL)
  • Segmentale Linsen / rotationssymmetrische MIOL
  • HD-Linsen
  • Torische Linsen
  • Aberrationskorrigierende Linsen
  • Linsen mit Violettlichtfilter (Gelbe Linsen)
  • Add-on-Linsen

Was genau sind segmentale Linsen?

Dr. Breyer definiert die segmentalen Linsen im Vergleich zu den Multifokallinsen.

Besser sehen mit Multifokallinsen oder segmentalen Linsen

Multifokallinsen

Standardlinsen, sogenannte Monofokallinsen, ermöglichen ein scharfes Fernbild, aber ein unscharfes Nahbild – dafür wäre weiterhin eine Lesebrille notwendig. Standardlinsen werden von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Wenn Sie eine bessere Sehqualität und Brillenunabhängigkeit wünschen, bieten Ihnen moderne Multifokallinsen mit mehreren Brennpunkten die Möglichkeit, in der Nähe, in mittleren Distanzen und der Ferne scharf zu sehen. Je nach Hersteller und Modell variieren Form und optisches Prinzip. So gibt es Multifokallinsen mit konzentrischen Stufen oder solche mit einem sektorförmigen Nahteil, die einen HD-Effekt besitzen. Letztere werden auch segmentale Linsen genannt. Welche Linse für Sie passend wäre, hängt von vielen Faktoren ab, die wir gerne mit Ihnen besprechen.

Diese Linsen implantieren wir

Ob monofokal-asphärisch, bifokal, mit erweiterter Schärfentiefe (EDOF) oder Linsen, die nach dem Lochblendenprinzip arbeiten: Wir sind mit moderen Intraokularlinsen und Add-on-Linsen der neuesten Generation bestens vertraut und implantieren Ihnen die, die am besten zu Ihren Sehbedürfnissen passt. Hier sehen Sie eine Auswahl.

  • Multifokale IOL, FineVision, © Physiol

    Multifokale IOL, FineVision, © Physiol

  • Trifokallinse, © Carl Zeiss Meditec

    Trifokallinse, © Carl Zeiss Meditec

  • Monofokal-torische Premiumlinse (HD), © Oculentis

    Monofokal-torische Premiumlinse (HD), © Oculentis

  • Multifokallinse Acrysof IQ PanOptix, © Alcon

    Multifokallinse Acrysof IQ PanOptix, © Alcon

  • Multifokale Add-on-Linse © 2018 Rayner Intraocular Lenses Limited

    Multifokale Add-on-Linse © 2018 Rayner Intraocular Lenses Limited

  • IC-8, die Lochblenden-Intraokularlinse, © Acufocus

    IC-8, die Lochblenden-Intraokularlinse, © Acufocus

Torische Linsen bei Hornhautverkrümmung

Torische Multifokallinse

Liegt bei Ihnen neben einer Kurz- oder Weitsichtigkeit auch eine Hornhautverkrümmung vor, so kann beides mit torischen Linsen ausgeglichen werden. Torische Linsen müssen immer maßgefertigt werden. Dr. D. Breyer war übrigens weltweit der Erste, der eine torische Multifokallinse mit einem Schnitt von nur 1,6 mm implantiert hat. Er hat diese Operation 2008 live auf dem Kongress der Europäischen Society of Cataract and Refractive Surgery durchgeführt.

Seit kurzem steht uns für die Implantation torischer Linsen mit dem Cassini LED-Hornhauttopotraphen eine verbesserte Diagnostik zur Verfügung. Diese Daten werden kabellos in den LENSAR-Laser und das OP-Mikroskop übertragen und ermöglichen eine exakte Ausrichtung der Linse an der „echten“ Achse der Hornhautverkrümmung. Wir sind eines von zwei refraktiven Zentren in Deutschland, die diese innovative Technik einsetzen. Hier lesen Sie mehr über die Cassini-Hornhautdiagnostik.

Aberrationskorrigierende Linsen – können den Bremsweg verkürzen

Diese Linse ist eine Hochleistungslinse (HD-Linse), die perfekte Sehschärfe mit bestmöglichem Kontrast und realistischer Farbwahrnehmung kombiniert. Durch die Korrektur von Abbildungsfehlern, die durch künstliche Linsen hervorgerufen werden können (Aberrationen), verbessert sie die visuelle Wahrnehmung gerade auch bei Dämmerung oder schwierigen Witterungsverhältnissen. Studien zufolge kann sie ebenso beim Autofahren den Bremsweg verkürzen wie beim Betrachten von Bildern den Kunstgenuss erhöhen, und hervorragende Dienste leistet diese Linse auch beim Sport.

Neben den durch die Linsen hervorgerufenen Aberrationen, gibt es auch solche Aberrationen, die auf die Optik des Auges zurückzuführen sind. Diese sogenannten Abbildungsfehler höherer Ordnung können durch eine Aberrometrie festgestellt werden. Die so gemessenen kleineren Fehler können durch individuell nach Aberrometrie maßgefertigte Linsen ausgeglichen werden.

Linsen mit Violettlichtfilter (Gelbe Linsen) – bei Makulaerkrankungen

Zwar ist die „Makula“, die Stelle des schärfsten Sehens, normalerweise vor schädigendem violettem Licht geschützt, aber gerade bei älteren Menschen ist dieser Schutzmechanismus geschwächt. Das kann zu Schädigungen an der Netzhaut führen. Diese Linse bietet daher einen Makulaschutz und ist unsere erste Wahl, wenn Ihre Makula bereits vorgeschädigt ist. Sie ermöglicht bestes Kontrastsehen und Farbsehen und ist ebenfalls gut geeignet für Menschen, die unter starker Blendungsempfindlichkeit oder Diabetes mellitus leiden.

Brillenunabhängigkeit dank Add-on-Linsen, wenn bei Ihnen bereits Monofokallinsen implantiert wurden

Nach dem Austausch der natürlichen Linse gegen eine Intraokularlinse (IOL) bei einer Katarakt-Operation (Grauer Star) oder zur Korrektur sehr starker Weit- oder Kurzsichtigkeit sowie Astigmatismus (Hornhautverkrümmung) können Brechungsfehler verbleiben, die für bestimmte Sehentfernungen weiterhin das Tragen einer Brille erfordern. Ein Grund dafür ist der nicht exakt vorhersehbare Abstand der Kunstlinse von der Hornhaut – trotz aufwendiger präoperativer Diagnostik, verbesserter Operationsmethoden und hoher Genauigkeit bei der Herstellung der Kunstlinsen. Die Add-On-Linse wird zusätzlich zur Intraokularlinse ins Auge eingesetzt, um bestehende Brechungsfehler auszugleichen. Zum Beispiel, wenn die eingesetzte IOL das Distanzsehen korrigiert, aber für das Sehen in naher und mittlerer Entfernung weiterhin eine Brille benötigt wird. In diesem Fall wird die Add-On-Linse vier bis sechs Wochen nach der ersten Operation vor die IOL implantiert, um brillenfreies Sehen auch in naher und mittlerer Entfernung zu realisieren; das Tragen einer Brille wäre unter Umständen nur noch bei Spezialaufgaben wie Computerarbeit erforderlich.

Der Einsatz einer Add-On-Linse kann selbst Jahre nach der Implantation der IOL erfolgen, wenn diese aufgrund der natürlichen Fortentwicklung der Fehlsichtigkeit nicht mehr ausreichend ist. Auch ein späterer Austausch der Add-on-Linse ist problemlos und schonend machbar. Weitere Vorteile sprechen für das Einsetzen einer Add-On-Linse als Alternative zu einem Austausch der IOL:

  • Das Einsetzen einer Add-On-Linse ist präziser, da die exakte Position und Brechungskraft einfacher zu berechnen sind als bei einem Austausch der IOL im Kapselsack.
  • Der Patient wird beim Einsetzen einer Add-On-Linse weniger belastet, da der Kapselsack, anders als bei einem Austausch der IOL, dabei nicht erneut geöffnet werden muss.

Zwei Linsen zur Korrektur starker Fehlsichtigkeiten

Zusätzlich zur Feinjustierung kann die Add-On-Linse bei der Korrektur starker Fehlsichtigkeiten dazu dienen, die Wirkung der Intraokularlinse zu verstärken. Dies ist sinnvoll, wenn die Hauptlinse alleine zu schwach wäre, um z. B. eine starke Hyperopie (Weitsichtigkeit) auszugleichen. Auch in diesen Fällen wird die Add-On-Linse vier bis sechs Wochen nach der Hauptlinse implantiert. Die Kombination einer IOL mit einer Add-On-Linse kann darüber hinaus auch in weiteren Fällen eine geeignete Lösung sein, da zwei Linsen geringerer Stärke insgesamt eine geringere Dicke haben als eine einzelne Linse höherer Stärke.

Grauer Star bei Kindern

Der Einsatz einer Add-On-Linse ist auch bei der pädiatrischen Kataraktchirurgie zu empfehlen, da sich die Refraktion bei Kindern wachstumsbedingt ändert. Die Add-On-Linse kann aktualisiert werden, ohne die Intraokularlinse im Kapselsack austauschen zu müssen.

Der Überblendvisus nach dem Düsseldorfer Schema – bei grauem Star und Alterssichtigkeit

Menschen sind Individuen: Deswegen gibt es nicht die „beste“ Linse, die zu jedem passt. Nach dem von Dr. Breyer entwickelten „Düsseldorfer Schema“ zur Behandlung von Alterssichtigkeit kombinieren wir segmentale Premiumlinsen unterschiedlicher Stärken nach Ihren persönlichen Sehpräferenzen, um Ihnen maximale Brillenunabhängigkeit zu bieten. Das Besondere daran ist, dass sich die Sehbereiche der Linsen ergänzen und überschneiden, damit ein möglichst natürlicher Seheindruck entsteht.

„Über-blenden“ (von englisch:„mischen“) ist ein häufig genutzter Begriff aus Fotografie und Film, wo zwei Bilder miteinander „gemischt“ werden. Dieses Prinzip macht man sich bei der Sehkraft zunutze: Ein Auge sieht scharf in der Ferne, das andere in der Nähe. Zusätzlich sehen beide den mittleren „Überblendbereich“ scharf. Bisher wurde dies mit einheitlichen Sehbereichen von 0,0 und -1,5 dpt mit dem Laser erreicht. Beim Düsseldorfer Schema haben Sie hinsichtlich der Sehbereiche, in denen Sie ein scharfes Bild sehen werden, eine Auswahl.

Wichtige Vorteile des Überblendvisus

Gegenüber herkömmlichen Multifokallinsen und einer Monovisionsbehandlung hat der Überblendvisus folgende Vorteile:

  • maßgeschneiderte Therapie durch individuelle Linsenkombination
  • gutes räumliches Sehen
  • weniger störende Lichtphänomene
  • besseres Kontrastsehen
Dr. Breyer erhält eine Auszeichung.
Für sein Video zum Überblendvisus nach dem Düsseldorfer Schema erhielt Dr. Breyer vom Kongress der Europäischen Augenchirurgen den Innovations Award.

Dr. Breyer wendet den Überblendvisus nach dem Düsseldorfer Schema bei vielen Patienten an, die unter Alterssichtigkeit leiden, indem er segmentale Multifokallinsen bzw. Mehrstärkenlinsen, die scharfes Sehen in unterschiedlichen Distanzen ermöglichen, nach diesem Prinzip und unter Berücksichtigung der individuellen Sehanforderungen der Patienten miteinander kombiniert. Die Firma Oculentis war davon so überzeugt, dass sie unser „Düsseldorfer Schema“ bereits mit ihren darauf abgestimmten Premiumlinsen anderen Augenchirurgen empfiehlt.

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Was ist ein Nachstar?

Der Nachstar und die YAG Laser Kapsulotomy

Der Nach-Star ist eine natürliche Vernarbung oder leichte Eintrübung des Kapselsacks, in den die Linse implantiert wurde. Er folgt recht häufig auf eine Katarakt-Operation und wird bei uns schnell und schmerzfrei mit dem neuesten YAG-Laser von Carl Zeiss Meditec entfernt (YAG-Laser-Kapsulotomie). Dabei wird mit dem Laser ein kleines Loch in der hinteren Kapsel erzeugt, durch das das Licht ungehindert in das Auge gelangen kann: Die Sicht ist wieder klar. In der nebenstehenden Slideshow sehen Sie eine schematische Darstellung der Eintrübung und der Laserbehandlung.

Häufig gestellte Fragen

Wie lange dauert die Eingewöhnungsphase bei einer MIOL?

Die meisten Patienten brauchen ca. ein bis drei Monate, um sich an die Multifokallinsen zu gewöhnen. Diese Gewöhnung nennt sich Neuroadaption, weil das Gehirn erst lernen muss, den neuen Seheindruck zu verarbeiten. Bei neueren Linsentypen geht es zuweilen auch schneller. Doch es gibt auch Patienten, die erst nach einem Jahr gelernt haben, in allen Entfernungen scharf zu sehen. Neuere Magnetresonanztomographie-gestützte klinische Studien konnten diese oft erwähnte mehrmonatige Adaptionsphase an MIOL mittlerweile auf Ebene von Aktivitätsmustern im Gehirn eindeutig nachweisen.

Welche sind die häufigsten Nebenwirkungen einer Multifokallinse?

Als Nebenwirkungen können Lichtringe (Halos) und Blendungserscheinungen oder Blendeffekte (Glare) entstehen. Bei den meisten Patienten nähern sich diese nach der Eingewöhnungsphase, die unterschiedlich lang sein kann, dem Normalniveau. Diesen Vorgang nennt man neuronale Adaptation. Wer allerdings nachts häufig Autofahren muss oder sich schon im mittleren Lebensalter durch Blendeffekte gestört fühlte, dem empfehlen wir den sogenannten Überblendvisus, bei dem verschiedene segmentale Multifokallinsen miteinander kombiniert werden.

Was sollte man bei der Entscheidung für eine Multifokallinse beachten?

Bei der Auswahl von Multifokallinsen sollte man sich dessen bewusst sein, dass in einigen Situationen weiterhin eine Brille nötig sein kann: z.B. beim nächtlichen Autofahren oder beim ausdauernden Lesen in schlechten Lichtverhältnissen. Für die Mehrzahl der Situationen des täglichen Lebens ist jedoch keine Brille mehr nötig. "Sehperfektionisten" sind mit anderen Premiumlinsen besser versorgt.

Wie hoch ist die Patientenzufriedenheit nach MIOL-Implantation?

Wenn Patienten zuvor sehr genau über die Funktionsweise von Multifokallinsen aufgeklärt wurden und ihre Linsen individuell für sie ausgewählt wurden, dann ist die Zufriedenheit besonders hoch. Deswegen legen wir größten Wert auf beide Faktoren.

Wie viele Patienten sind brillenfrei nach einer MIOL-Implantation?

Mit der neuen Generation von Multifokallinsen brauchen über 90% unserer Patienten keine Brille mehr zum Lesen und für das Sehen in der Ferne. Das heißt, sie sind brillenunabhängig. Vollkommene Brillenfreiheit zu versprechen, ist in der Medizin leider nicht möglich.

Sind Sie geeignet für eine Laserbehandlung oder Linsenimplantation?

Wünschen Sie sich ein Leben ohne Brille oder Kontaktlinsen? Dann sind Sie bei uns goldrichtig. Unsere Chirurgen sind international anerkannte Pioniere auf dem Gebiet der Laser- und Linsenchirurgie und führen insgesamt rund 2.500 refraktive Operationen pro Jahr durch, von der modernsten ReLEx® SMILE bis zur Implantation von Kontaktlinsen oder Intraokularlinsen per Kleinstschnitt.

Aus Erfahrung wissen wir: Je präziser die Voruntersuchung, desto besser das Operationsergebnis. Wir nutzen Voruntersuchungen nicht allein, um Ihre Eignung für einen refraktiven Eingriff festzustellen, sondern auch als Basis für die präzise Planung der Operation. Das gilt vor allem für die Laseroperation von Alterssichtigkeit und grauem Star bei Hornhautverkrümmung. Hier bietet der neue LED-Hornhauttopograph Cassini eine überragende Messgenauigkeit und die Möglichkeit, die Ergebnisse direkt in den LENSAR-Laser einzuspeisen – ein Meilenstein in der Kataraktchirurgie.

Um höchste Präzision und für Sie beste Sehqualität zu erzielen, setzen wir grundsätzlich mehr Geräte ein, als gefordert sind. Insbesondere durch den Einsatz der Diagnosetechnik verschiedener Hersteller erhalten wir eine genaue Berechnung der Fehlsichtigkeiten. Diese trägt – neben der Operation – entscheidend zum Behandlungsergebnis bei.

Erfahren Sie mehr zur Voruntersuchung.

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  • Teaserfoto Laser-Grauer-Star-Operation

    Die Laseroperation

    Grauer-Star-Laseroperation für bestes Sehen ab ca. 45 Jahren.

    • per Kleinstschnitttechnik
    • individuelle Linsenberatung
    • sogar bei Hornhautverkrümmung

    mehr erfahren >

  • Teaserfoto Premiumlinsen / Multifokallinsen

    Premiumlinsen

    Individuell ausgewählte Multifokallinsen: Unabhängigkeit von Lese- oder Gleitsichtbrille.

    • maßgeschneidert
    • modernste Optik
    • bessere Sehqualität

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  • Teaserfoto Überblendvisus / Düsseldorfer Schema

    Der Überblendvisus

    Überblendvisus statt Lesebrille durch verschiedene Multifokallinsen.

    • weniger störende Lichtphänomene
    • besseres Kontrastsehen
    • gutes räumliches Sehen

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Portraitfoto von Focus-Top-Mediziner Dr. Detlev R.H. Breyer

Focus-Top-Mediziner Dr. Detlev R.H. Breyer

Augenarzt, Augenchirurg und leitender Operateur

Dr. Breyer wird von Forschern auf der ganzen Welt für seine Beiträge zu schonenden Operation des grauen Stars anerkannt: Er hat die Kleinstschnitttechnik mitentwickelt, gehört seit 2012 zu den Ersten, die einen Femtosekundenlaser bei der Kataraktoperation einsetzen und hat ein eigenes Konzept für die individuelle Linsenimplantation entwickelt: den Überblendvisus nach dem Düsseldorfer Schema. Er berät Sie gern zur Grauer-Star-Operation.