Das vitreomakuläre Traktionssyndrom (VMTS)

Das vitreomakuläre Traktionssyndrom bezeichnet eine anormale hintere Glaskörperabhebung, bei der der Glaskörper (Corpus Vitreum) an einigen Stellen noch fest an der Makula haftet. Dadurch wird ein Zug (Traktion) auf die Makula ausgeübt, der zu einer Minderung der Sehschärfe und zu verzerrtem Sehen führt. Das vitreomakuläre Traktionssyndrom musste bisher chirurgisch mit einer Vitrektomie behandelt werden, jetzt soll ein neues Medikament die Verbindung zwischen Makula und Glaskörper lösen.

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Dr. Hakan Kaymak

Augenarzt, Augenchirurg und leitender Operateur

Das Vitreomakuläre Traktionssyndrom ist ein Behandlungsschwerpunkt unseres leitenden Operateurs Dr. Hakan Kaymak.

Was ist eine Vitreomakuläre Traktion (VMT) und wie wird sie behandelt?

Was sind die Ursachen für das vitreomakuläre Traktionssyndrom (VMTS)?

Wenn im Laufe des Lebens die regelmäßige Anordnung der Kollagenfasern des Glaskörpers zunehmend verloren geht, verflüssigt sich seine gelartige Masse mehr und mehr. Ab einem gewissen Punkt ist der Glaskörper nicht mehr stabil genug und hebt sich von der Netzhaut ab. Das ist nicht ungewöhnlich: Rund 65% der Patienten zwischen dem 65. und 85. Lebensjahr weisen eine hintere Glaskörperabhebung auf. Manchmal bleibt der Glaskörper jedoch an den festen Verbindungsstellen an der Netzhaut haften. Diese anormale Glaskörperabhebung führt zu einem Zug auf Netzhaut.

Wie wirkt sich das vitreomakuläre Traktionssyndrom aus?

Der Zug auf die Netzhaut führt zu einer Verdickung der Makula und einem Makulaödem, die die Sehfähigkeit bedrohen. Das Sehen wird schlechter, es kommt zu starkem Verzerrtsehen (Sehen von Wellenlinien).

Wie wird ein vitreomakuläre Traktionssyndrom behandelt?

Bei leichten Sehbeeinträchtigungen wird zunächst abgewartet, ob sich der Glaskörper vollständig abhebt. Ist das nicht der Fall und nehmen die Symptome zu, so musste bisher der Glaskörper mittels einer sogenannten Vitrektomie entfernt werden. Seit März 2013 gibt es ein neues Medikament mit dem Wirkstoff Ocriplasmin, das die Adhäsion zwischen Netzhaut und Glaskörper lösen kann. Das Medikament wird direkt in den Glaskörper injiziert. Mehr dazu lesen Sie unter Glaskörperinjektionen im Kapitel Behandlungen.

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Schützen Sie Ihr Augenlicht – gehen Sie zur Vorsorge!

Zum hinteren Augenabschnitt gehören der Glaskörper und die Netzhaut (Retina), die vergleichbar ist mit der lichtempfindlichen Schicht einer Kamera. In ihrer Mitte befindet sich die Makula, der Punkt des schärfsten Sehens. Erkrankungen in diesem Bereich können zu schweren, meist unwiederbringlichen Sehverlusten im zentralen Gesichtsfeld führen.

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