Sind Sie über 40? Dann schützen Sie Ihre Sehkraft mit modernster Glaukom-Diagnostik

Diagnostik mit dem DRI OCT-1 Atlantis

Weltweit zählt der grüne Star, medizinisch Glaukom, zu den häufigsten Ursachen einer Erblindung. Das Glaukom bezeichnet eine Gruppe von Augenerkrankungen, die eines gemeinsam haben: Die Fasern des Sehnervs sterben langsam ab. Wenn Betroffene etwas merken, sind oft schon 90 Prozent der Nervenfasern untergegangen. Das International Council of Ophthalmology hat nun die vom Berufsverband Deutscher Augenärzte angebotene Glaukomvorsorge ab 40 Jahren als sinnvoll bestätigt.

Da viele Formen des grünen Stars mit einer Erhöhung des Augendrucks einhergehen, kann eine Augendruckmessung in Verbindung mit der Messung der Hornhautdicke erste Hinweise auf eine Erkrankung geben, für eine zuverlässige Diagnostik reicht sie jedoch nicht aus. Viel früher, ja bis zu sechs Jahre bevor erste Sehverschlechterungen eintreten, sind Schäden am Sehnerv bereits mit dem OCT feststellbar[1] – diese bieten wir Ihnen in unserem Premiumpaket GREEN OPTIMAL an. Nutzen Sie daher ab dem 40. Lebensjahr regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen, um irreparable Schäden zu verhindern. Diese Untersuchungen wurden im Februar 2016 auch vom International Council of Ophthalmology in einer Leitlinie festgehalten. Lesen Sie dazu auch unseren Blogeintrag zum Thema 'Glaukomvorsorge ist nicht gleich Glaukomvorsorge'.

Spezialist für dieses Thema

Portraitfoto von Dr. Karsten Klabe

Dr. Karsten Klabe

Augenarzt und leitender Operateur

Unser leitender Operateur Dr. Karsten Klabe ist spezialisiert auf die chirurgische Versorgung des grünen Stars (Glaukom). Ausgehend von Ihrem individuellen Befund bietet er Ihnen eine schonende Lasertherapie, Mikroimplantate oder minimalinvasive Operationstechniken an. Dr. Klabe war bis Ende 2014 zehn Jahre lang Chefarzt der Klinik für Augenheilkunde des Marien Hospital Düsseldorf.

Die Augendruckmessung (IOD)

Die meisten, aber nicht alle Glaukomformen, gehen mit einem erhöhten Augendruck einher. Deshalb ist die Kontrolle des Augendruckes, auch Intraokulare Druckmessung (IOD) genannt, nur eines von mehreren Elementen der Vorsorge. Sie kann schmerzfrei mit einem Applanationstonometer durchgeführt werden oder berührungsfrei mit einem Non-Contact-Tonometer, bei dem der Augeninnendruck mittels eines kurzen Luftimpulses gemessen wird.

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Die Messung der Hornhautdicke (Pachymetrie)

Wäre der Fußball ein Luftballon ...

Weder für die Diagnose eines grünen Stars noch für die Verlaufskontrolle ist die Druckmessung allein jedoch ausreichend, sie sollte immer in Verbindung mit der Hornhautdicke beurteilt werden. Stellen Sie sich nur einmal vor, Sie wollten erst einen Fußball und dann einen Luftballon eindrücken. Ohne es auszuprobieren wissen Sie, dass Sie bei dem Luftballon viel weniger Kraft aufbringen müssten, weil seine Oberfläche dünner ist. Ein Fußball hält hingegen sogar das Gewicht eines Jungen aus, ohne dass der Ball sich verformt. Genauso wirkt sich die Dicke der Hornhaut auf ihren Widerstand bei einer Druckmessung aus und führt zu falschen Ergebnissen. Eine berührungsfreie Messung der Hornhautdicke (optische Pachymetrie) gilt daher als internationaler wissenschaftlicher Standard[2].

Non-Contact-Tonometer Corvis® ST

Eine neue Dimension in der Diagnostik bietet das Non-Contact-Tonometer Corvis® ST: Es vermisst nicht nur die Hornhautdicke und den Augeninnendruck (IOD), sondern auch die biomechanischen Eigenschaften der Hornhaut, nachdem ein Luftimpuls auf diese eingewirkt hat. Alle Werte werden zueinander in Beziehung gesetzt und erlauben dadurch eine weitgehend realistische Beurteilung des Augeninnendrucks. Von diesem Non-Contact-Tonometer sind bisher weltweit erst zwei im Einsatz. Wir sind sehr erfreut darüber, diese moderne Diagnostik nutzen zu können und werden unsere Erfahrungen damit wissenschaftlich auswerten.

Die OCT-Untersuchung des Sehnervs deckt erste Schäden auf

Frühe Diagnose des Glaukoms

Messung der retinalen Nervenfaserschicht

Ein hoher Augendruck muss nicht unmittelbar zu Schäden am Sehnerv führen, und nicht jedes Glaukom geht mit einem erhöhten Augendruck einher. Doch auch beim sogenannten Normaldruckglaukom lässt sich wie bei anderen Formen des grünen Stars im Frühstadium eine abnehmende Dicke der Nervenfaserschicht der Netzhaut (Retina) feststellen. Um einen grünen Star sicher auszuschließen, ist neben der Augendruckmessung und Pachymetrie die Untersuchung der retinalen Nervenfaserschicht (RNFL) mit Hilfe computergestützter Messmethoden sehr wichtig. Internationaler Standard ist die Optische Kohärenztomografie (OCT), mit der Schäden ca. fünf Jahre früher entdeckt werden können. Sie arbeitet mit einem schwachen Laserstrahl und ist berührungs- und schmerzfrei.

Die optische oder auch okuläre Kohärenztomographie erstellt hochauflösende Schichtaufnahmen des Gewebes ähnlich wie ein Mikroskop und führt Dicken- und Volumenmessungen durch. Für die Diagnostik eines Glaukoms werden die Nervenfaserschicht, die Ganglienzellschicht und die von kleinsten Gefäßen durchzogene Schicht der Aderhaut untersucht.

Schäden können sechs Jahre früher diagnostiziert werden

Bereits sechs Jahre bevor ein Patient erste Gesichtsfeldausfälle bemerkt und lange bevor Schäden am Sehnerv funduskopisch sichtbar sind, können erste Schäden an der retinalen Nervenfaserschicht diagnostiziert werden. Auch kleinere, individuelle Veränderungen des Sehnervs sind damit über einen längeren Zeitraum nachweisbar. Diese werden in einem Glaukom-Pass dokumentiert.

Das Swept Source OCT – liefert noch schärfere Bilder dort, wo es nötig ist

HD-OCT-Bild von der Papille

Bei der Optischen Kohärenztomografie (OCT) setzen wir nur modernste Geräte ein, z.B. das Swept Source DRI OCT von Topcon sowie modernste Geräte von Zeiss.

Diese nehmen innerhalb weniger Sekunden hochauflösende Bilder von den tieferliegenden Schichten der Netzhaut auf, selbst durch getrübte Schichten hindurch, z.B. die durch einen grauen Star milchig wirkende Augenlinse. So gelingt mittels moderner OCT-Geräte die präzise Darstellung des vorderen Augenabschnittes, die Visualisierung des Kammerwinkels und die Messung der zentralen Hornhautdicke. Je nach Bedarf wählen wir das richtige Gerät für Sie aus[4].

Gesichtsfeldprüfung (Perimetrie)

Unter Gesichtsfeld versteht man alle Punkte vom Zentrum bis hin zur Peripherie, die mit gerader, bewegungsloser Haltung des Kopfes und geradeaus gerichtetem Blick wahrgenommen werden. Die Untersuchung des Gesichtsfeldes nennt man Perimetrie. Man unterscheidet das monokulare - also das Gesichtsfeld eines Auges - und das binokulare, das sich auf beide Augen bezieht. Da ein Glaukom mit einer schleichenden und daher kaum wahrnehmbaren Einschränkung des Gesichtsfeldes verbunden ist, kann die Gesichtsfeldprüfung einen weiteren Hinweis auf eine Glaukomerkrankung geben.

Die Laserscanning Tomographie (HRT)

Bei der Laser Scanning Tomographie mit dem Heidelberger Retina Tomograph tastet ein Laserstrahl die Papille Punkt für Punkt ab (256x256 Punkte) und misst dabei die Intensität, mit der das Licht vom Gewebe reflektiert wird. Die daraus mittels eines Computers generierten Reflexbilder zeigen anhand ihrer Farbintensität, wie stark das Licht reflektiert wurde: helle Flächen reflektieren stark, dunkle wenig. Die konfokale dreidimensionale Messtechnik erzeugt Bilder in verschiedenen Schichttiefen des Gewebes, aus denen mittels einer Software anschließend ein dreidimensionales Bild des Sehnervenkopfes errechnet werden kann.

Wenn Sie zur Risikogruppe gehören, sollten Sie alle zwei Jahre zur Vorsorge kommen

Zu den Risikofaktoren zählen eine Kombination aus einem Lebensalter ab 40 Jahren, genetischer Veranlagung, einem zu hohem oder stark schwankendem Blutdruck sowie hoher Kurz- oder Weitsichtigkeit. Weiterhin zählen dazu: Diabetes, eine dunkle Hautfarbe, Migräne, Bluthochdruck, eine Neigung zu krampfartiger Gefäßverengung (Vasospasmus) und ein Zustand nach einer Augenverletzung. In diesem Fall empfehlen wir – nicht nur Ihnen – unser Premium Paket GREEN OPTIMAL.

Wenn ein Glaukom diagnostiziert wird

Wenn ein grüner Star festgestellt wird, dann werden die Untersuchungsintervalle verkürzt und die Ergebnisse in einem Glaukom-Pass festgehalten. Im Frühstadium der Krankheit wird meist eine Therapie mit Augentropfen empfohlen, im Spätstadium ist ein chirurgischer Eingriff notwendig. Die regelmäßigen Untersuchungen geben dabei wichtige Informationen über den Krankheitsverlauf des grünen Stars und den Erfolg der Therapie. Augendruck- und Gesichtsfeldmessungen werden dann auch von den gesetzlichen Kassen übernommen. Mehr über moderne minimalinvasive Behandlungsmethoden eines grünen Stars lesen Sie unter Erkrankungen im Kapitel grüner Star (Glaukom).

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Glaukom-Patientin von Dr. Klabe berichtet in „Bild der Frau“ über ihre Mikroimplantate

Eine Glaukom-Patientin von Dr. Klabe berichtet in „Bild der Frau“ über ihre Mikroimplantate, die sie vor dem Erblinden schützen.

Die 55-jährige technische Zeichnerin Irena Lideriene litt unter den Nebenwirkungen ihrer Tropfen gegen den Grünen Star. Als die Leberwerte sich zunehmend verschlechterten, machte sie sich auf die Suche na... weiterlesen >

Literaturangaben

[1]

Estimating Lead Time Gained by Optical Coherence Tomography in Detecting Glaucoma before Development of Visual Field Defects Kuang

Tammy M. et al.
Ophthalmology , (Oct. 2015) Volume 122 , Issue 10 , 2002 - 2009

doi.org/10.1016/j.ophtha.2015.06.015

 ↩
[2]

Glaucoma Corneal thickness in glaucoma screening, diagnosis, and management

Brandt, James D., Current Opinion in Ophthalmology. 2004; 15:85-89

 ↩
[3]

Comparison of Scanning Laser Polarimetry and Optical Coherence Tomography in Preperimetric Glaucoma.

Kim HG, Heo H, Park SW, Optom Vis Sci. 2010 Oct 28. Brinkmann CK, Adrion C, Mansmann U, Schmitz-Valckenberg S, Holz FG. Der Ophthalmologe 2010; 107:999-1006

 ↩
[4]

Ability of Stratus OCT to detect progressive retinal nerve fiber layer atrophy in glaucoma.

Lee EJ, Kim TW, Park KH, Seong M, Kim H, Kim DM, Invest Ophthalmol Vis Sci. 2009; 50:662-8

 ↩