Die bewährte photodynamische Therapie (PDT) der Makula bei RCS

Die photodynamische Therapie (PDT) kommt in der Augenheilkunde zum Einsatz, um z.B. die Chorioretinopathia Centralis Serosa (CCS oder RCS) zu behandeln.

Bei der photodynamischen Therapie wird ein Wirkstoff über eine Armvene in die Blutbahn injiziert und gelangt so in die krankhaften Blutgefäße im Auge. Dort wird das Medikament durch nicht-thermisches (kaltes) Laserlicht aktiviert und verschließt die krankhaften undichten Blutgefäße. Die gesunden Teile der Netzhaut werden verschont und die noch vorhandene Sehkraft bleibt erhalten.

Wie wirkt die Photodynamische Therapie (PDT)?

Die PDT ist ein Standardverfahren in der Augenheilkunde. In der zweistufigen Therapie wird der lichtempfindliche Farbstoff, Verteporfin, innerhalb von 10 Minuten über die Vene in die Blutbahn gespritzt. Er reichert sich auch in den krankhaften Gefäßen der Netzhaut an. 5 Minuten nach der Infusion wird der Farbstoff für knapp eineinhalb Minuten mit einem kalten Laser aktiviert. Durch eine photochemische Reaktion verschließen sich die Gefäße, sodass aus diesen keine Flüssigkeit mehr in das umliegende Gewebe austreten kann. Die Behandlung muss mehrfach wiederholt werden. Vorteil der Methode ist, dass bei der Behandlung eine Spiegelung des Augenhintergrundes möglich ist und das behandelte Gebiet gut kontrolliert werden kann. Der relativ schwache Laser schont die lichtempfindlichen Zellen der Netzhaut und das umliegende Gewebe.

Strand, Meer, Sonne und Wolken.

Bei der Photodynamischen Therapie wird der Wirkstoff Verteporfin durch kaltes Laserlicht aktiviert. Foto: Frank Mckenna.

Zur Behandlung der Chorioretinopathia Centralis Serosa, CCS, kann die photodynamische Therapie als „half-dose“ oder „half-fluence“ PDT in Bereichen eingesetzt werden, in denen Flüssigkeit austritt. Diese Vorgehensweise wird auch vom Berufsverband der Augenärzte empfohlen. Dr. Kaymak bietet diese Behandlung seit vielen Jahren mit Erfolg an.

Eine Makulaerkrankung, die vorwiegend jüngere Patienten betrifft: Chorioretinopathia Centralis Serosa (CCS)

Eine für jüngere Menschen typische Makulaerkrankung ist die Chorioretinopathia Centralis Serosa (CCS), auch Retinopathia Centralis Serosa (RCS) genannt. Dabei verursacht die Ansammlung von Flüssigkeit unter der Makula eine Netzhautabhebung. Männer erkranken vier Mal so häufig an der CCS wie Frauen. Die wichtigsten Symptome sind einseitiges Verschwommensehen, Bildverzerrungen, Wahrnehmung eines grauen Flecks im Gesichtsfeld und eine Farbentsättigung. Die Ursachen dieser Netzhauterkrankung sind noch nicht vollständig geklärt.

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Weiterführende Fachliteratur

Laser photocoagulation, photodynamic therapy, and intravitreal bevacizumab for the treatment of juxtafoveal choroidal neovascularization secondary to pathologic myopia

Parodi MB, lacono P, Papayannis A et al. (2010), Arch Ophthalmol 128: 437-442