Intracorneale Ringsegmente verbessern die Sehqualität bei Keratokonus

Nach nach einer stabilisierenden Therapie des Keratokonus, z.B. einer zirkulären Keratotomie, können intracorneale bzw. intrastromale Ringsegmente in die Hornhaut eingesetzt werden, um die zentrale Hornhaut abzuflachen und die Sehqualität zu verbessern.

Was sind intracorneale Ringsegmente?

Intracorneale Ringsegmente

Intracorneale Ringsegmente (ICRS) sind zwei kleine Ringhälften, die in die Hornhaut implantiert werden, ca. ein Jahr nach einer ersten stabilisierenden Behandlung des Keratokonus. Die Ringsegmente flachen die zentrale Hornhaut ab und können die Kurzsichtigkeit dadurch zwischen -1 und -4 dpt korrigieren. Sie bestehen aus einem weichen Polymethylmetacrylat (PMMA), aus dem seit Jahrzehnten Intraokularlinsen (IOL) hergestellt werden, also solche Linsen, die man bei der Operation des grauen Stars einsetzt.

Mit Hilfe eines Femtosekundenlasers wird zuvor ein Tunnel präpariert, in den die Ringsegmente vorsichtig hineingeschoben werden. Diese Technik ist besonders präzise und schonender als eine manuelle Implantation. Je nach Befund kann anschließend erwogen werden, eine Implantierbare Kontaktlinse einzusetzen, um die Sehqualität zu verbessern.

Und was kann man tun, um die Sehqualität nach einer stabilisierenden Keratokonusbehandlung zu verbessern?

Weiterführende Fachliteratur

Combined femtosecond laser-assisted intracorneal ring segment implantation and corneal collagen cross-linking for correction of keratoconus.

Ibrahim O, Elmassry A, Said A, Abdalla M, El Hennawi H, Osman I. Clin Ophthalmol. 2016 Mar 22;10:521-6. doi: 10.2147/OPTH.S97158. PubMed PMID: 27041991; PubMed Central PMCID: PMC4809308.

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