FAQs: Katarakt / Grauer Star

Der graue Star (Katarakt) ist eine Trübung der Augenlinse, die nur durch eine Operation vollständig therapierbar ist. Welche Behandlungsmethode ist aktuell? Diese und andere Fragen beantworten wir Ihnen hier.

Häufig gestellte Fragen

Was ist, wenn die Operation des grauen Stars einmal nicht optimal läuft?

Für Sie wichtig zu wissen: Zu uns werden sogar viele Patienten geschickt, bei denen es andernorts zu Komplikationen kam. Unsere Operateure bei Breyer, Kaymak & Klabe sind so erfahren, dass sie mögliche Komplikationen sicher managen können und wir Sie nicht in ein Krankenhaus schicken müssen. Wir haben Augenärzte mit unterschiedlichen Tätigkeitsschwerpunkten im Haus: ehemalige Oberärzte und einen ehemaligen Chefarzt der Augenklinik im Marien Hospital Düsseldorf.

Helfen Sport und andere körperliche Aktivität gegen den grauen Star?

Das ist in der Tat das Ergebnis einer großen Studie, die eine schwedischen Autorengruppe Ende 2014 veröffentlichte. Sie verglichen den Zusammenhang zwischen körperlicher Aktivität bzw. Inaktivität und dem Risiko, einen grauen Star (Katarakt) zu entwickeln. Dafür beobachteten sie zwei Gruppen von rund 24.000 Frauen und rund 29.000 Männern im Alter von 45 bis 83 Jahren über einen Zeitraum von durchschnittlich 12 Jahren. Das Viertel (Quartil) der Teilnehmer, das in Befragungen die meiste körperliche Aktivität angegeben hatte, zeigten gegenüber denen mit der geringsten Aktivität das geringste Risiko, einen grauen Star zu entwickeln. Ein Beispiel: Wer täglich länger als eine Stunde geht oder Fahrrad fährt, wies ein um 12 Prozent geringeres Kataraktrisiko auf. Wer körperlich schwer arbeitete, hatte gegenüber Menschen mit sitzender Tätigkeit ein um 16 Prozent geringeres Risiko, an einem grauen Star zu erkranken.

Ist der graue Star (Katarakt) durch Medikamente heilbar?

Nein, das ist bisher noch nicht möglich. Forscher arbeiten zwar an einer medikamentösen Behandlung, diese steckt allerdings noch in den Kinderschuhen. Im November 2015 veröffentlichten Forscher um Jason Gestwicki von der University of Michigan in Ann Arbor im Fachmagazin Science ihre ersten Ergebnisse. Um sie zu verstehen, muss zunächst der Prozess erklärt werden, der zu einem grauen Star führt: Die Augenlinse besteht zur rund einem Drittel aus den Schutzeiweißen A-Crystallin (cryAA) und B-Crystallin (cryAB). Solange diese in gelöster Form vorliegen, sorgen sie dafür, dass die Linse des Auges transparent bleibt. Im Laufe des Lebens verändern diese Eiweiße jedoch ihre Form, sie entfalten sich und verklumpen. Das führt langfristig zu einer Trübung der Augenlinse. Die Wissenschaftler haben bei ihren Laborversuchen mit Mäusen aus einer Reihe von Wirkstoffen einen indentifiziert, der diese Prozess aufhalten und teilweise sogar rückgängig machen konnte. Bis ein solcher Wirkstoff als Medikament vorliegen wird, das für Menschen zugelassen ist, werden noch einige Jahre vergehen.

Woher weiß ich, welche Linse für mich die richtige ist?

Die Wahl der Linse sollten Sie in die Hände eines Spezialisten legen, wenn Ihnen Ihre Brillenunabhängigkeit nach der Operation wichtig ist. Wir beschäftigen uns wissenschaftlich mit Linsensystemen und dem Auswahlprozess. Dieser besteht aus mehreren Phasen: Wir besprechen mit Ihnen, welche beruflichen oder privaten Tätigkeiten Sie oft verrichten, welche Anforderungen Sie an das Sehen haben und wo Sie bereit wären, Kompromisse zu machen. Anschließend führen wir umfangreiche Voruntersuchungen und Vermessungen Ihrer Augen durch. Auf Basis unserer Kenntnisse der verschiedenen Linsensysteme, Ihren Untersuchungsergebnissen und Ihren Wünschen schlagen wir Ihnen Linsen vor, mit denen die angestrebte Sehqualität erreicht werden kann. Eine sehr individuelle Behandlung ist z.B. die Implantation von segmentalen Multifokallinsen nach dem Prinzip des von uns entwickelten Überblendvisus Düsseldorfer Schema. Abgesehen von den Linsen spielt natürlich die Erfahrung des Operateurs und die Operationstechnik eine Rolle. So erreichen wir z.B. bei Patienten mit einer Hornhautverkrümmung – und nicht nur bei diesen – eine höhere Präzision bei der Ausrichtung der Linsen durch den Einsatz eines Femtosekundenlasers bei der Kataraktoperation.

Wann ist der richtige Zeitpunkt für die Kataraktoperation?

Spätestens wenn Sie sich in Ihrer Sehfähigkeit sehr beeinträchtigt fühlen, weil Sie Kontraste nicht mehr gut wahrnehmen oder unter Blendungen beim Autofahren leiden, dann sollten Sie eine Kataraktoperation ins Auge fassen. Als Operateure empfehlen wir unseren Patienten aber immer, nicht zu lange zu warten, denn mit dem Alter steigen auch die Risiken der Operation. Ein sehr harter Linsenkern ist schwieriger zu operieren, auch könnten andere gesundheitliche Probleme mit dem Alter hinzukommen.

Bei der Kataraktoperation handelt es sich um eine Routineoperation. Wir wenden dabei eine sehr schonende minimalinvasive Technik an, auf Wunsch auch einen Laser. Die heute verfügbaren Linsen bieten eine so hervorragende Sehqualität, dass die meisten Patienten uns hinterher sagen: Hätte ich das doch schon früher gemacht. Und sehr viele tun das übrigens schon, wenn sich die Alterssichtigkeit bemerkbar macht, also weit vor dem 60. Lebensjahr, damit sie unabhängig von der Lesebrille werden. Die Meinung, man solle warten, bis der "Star reif ist", ist also nicht mehr zeitgemäß.

Wie lange halten Intraokularlinsen, die bei der Operation des grauen Stars implantiert wurden?

Die neuesten Generationen von Intraokularlinsen (IOL) sind sehr verträglich und haltbar. Sie können ohne Probleme ein Leben lang im Auge bleiben und müssen nicht ausgetauscht werden. Für den Fall, dass Ihnen eine Standardlinse implantiert wurde oder eine Linse, die eine bestehende Fehlsichtigkeit nicht ausreichend ausgleicht, gibt es jedoch die Möglichkeit, eine multifokale Add-on-Linse zusätzlich zur Intraokularlinse ins Auge einzupflanzen, damit Sie brillenunabhängig werden.

Wie sicher ist die Operation des grauen Stars?

Die Operation des grauen Stars wird allein in Deutschland mindestens 650 000 Mal jährlich durchgeführt und ist daher als Routineingriff zu bezeichnen. Dennoch gibt es große Unterschiede bei der Operationstechnik: Ein wichtiger Punkt ist die Länge der Schnitte in die Hornhaut, die notwendig sind, um die Linse des Auges zu entfernen. Sie variiert je nach Operateur und implantierter Linse zwischen 1,6 und 2,8 mm und mehr. Stand der Technik ist heute eine Schnittlänge unter 2,0 mm, weil dadurch vermieden wird, dass durch den Schnitt selber eine Hornhautverkrümmung entsteht. Eine Schnittlänge unter 2.0mm wird auch als Kleinstschnitt- bzw. Mikroinzisionstechnik bezeichnet. Dr. Breyer ist einer der Augenchirurgen, die diese Technik mit entwickelt haben.

Neben der manuellen Operationsmethode gibt es jetzt auch die Laser-Grauer-Star-OP, bei der alle notwendigen Schnitte mit einem Femtosekundenlaser durchgeführt werden Sie ist also klingenfrei. Diese neue Operationsmethode, wenden wir seit 2012 an. Sie ist noch präziser und sicherer als die manuelle Katarakt-Operation.

Der dritte wichtige Aspekt, den Sie beachten sollten, ist die Erfahrung des Operateurs: Je erfahrener er ist, desto sicherer ist der Eingriff für Sie und desto besser in der Regel auch das Sehergebnis. Mit rund 3.800 Operationen pro Jahr gilt Dr. Breyer als High-volume-Chirurg und wurde 2013 in die FOCUS Ärzteliste aufgenommen.

Warum ist die Operation des grauen Stars mit dem Laser sicherer?

Die Laser-Grauer-Star-Operation ist sicherer, weil alle Schnitte zuvor exakt berechnet und genauso exakt umgesetzt werden. Der Femtosekundenlaser, den wir einsetzen, ist mit einem Live-Video-OCT ausgestattet und plant alle Schnitte auf Basis der aktuellen Berechnungen des Auges und nicht auf Basis einer Messung, die zu einem früheren Zeitpunkt durchgeführt wurde. Keine noch so kleine Bewegung des Auges kann daher zu Ungenauigkeiten führen. Selbst ein sehr erfahrener Operateur ist nicht in der Lage, Schnitte mit der Präzision eines Femtosekundenlasers durchzuführen.

Warum ist die Laser-Grauer-Star-Operation präziser als die manuelle Operation?

Die Laser-Grauer-Star-Operation ist präziser, weil alle Schnitte zuvor exakt berechnet und genauso exakt umgesetzt werden. Der Femtosekundenlaser, den wir einsetzen, ist mit einem Live-Video-OCT ausgestattet und plant alle Schnitte auf Basis der aktuellen Berechnungen des Auges und nicht auf Basis einer Messung, die zu einem früheren Zeitpunkt durchgeführt wurde. Keine noch so kleine Bewegung des Auges kann daher zu Ungenauigkeiten führen.

Selbst ein sehr erfahrener Operateur ist nicht in der Lage, Schnitte mit der Präzision eines Femtosekundenlasers durchzuführen. Die Präzision ist dabei kein Selbstzweck: Je genauer die Schnitte, desto genauer kann die Intraokularlinse im Kapselsack positioniert werden. Die exakte Positionierung ist wichtig für ein optimales Sehergebnis nach der Operation. Schon geringste Abweichungen führen zu einem suboptimalen Ergebnis.