FAQs: Augenlasern (LASIK, Femto-LASIK, ReLEx® smile)

Durch Augenlaserbehandlungen wie LASIK, Femto-LASIK und das neue ReLEx smile-Verfahren können Fehlsichtigkeiten schonend korrigiert werden, so dass Sie ohne Brille oder Kontaktlinsen wieder schärfer sehen. Hier finden Sie zu diesen Themen die häufigsten Patientenfragen.

Häufig gestellte Fragen

Lassen auch Ärzte ihre Augen lasern und wie zufrieden sind sie mit ihrer Sehqualität?

Natürlich, auch Ärzte lassen ihre Augen lasern und sind genauso zufrieden mit dem Sehergebnis wie andere Patienten. Das fand eine Studiengruppe um Theodore A. Pasquali, MD, im Rahmen einer retrospektiven Studie mit Ärzten durch, die sich in den zurückliegenden 12 Jahren in der Cleveland Clinic Cole Eye Institute, Ohio, USA, bei dem selben Augenchirurgen (R.R.K.) lasern ließen. Das Ergebnis wurde im Journal of Cataract and Refractive Surgery,Vol. 40 (März 2014), veröffentlicht:

„95,3 Prozent der Ärzte sind mit ihrer Augenlaserbehandlung langfristig insgesamt sehr zufrieden, sogar die 39 Prozent unter ihnen, die einen hohen Anspruch an ihre Sehqualität hatten, weil sie selbst Operationen durchführten.”

Lesen Sie mehr darüber in unserem Blogbeitrag.

Welche Korrekturmöglichkeiten gibt es, wenn nach einer ReLEx-SMILE-Augenlaser-Operation keine optimale Sehkorrektur erreicht wird?

Die Wahrscheinlichkeit, dass durch eine ReLEx-SMILE-Behandlung kein optimales Sehergebnis erzielt wird, ist sehr gering, weil der Femtosekundenlaser, den wir einsetzen, nachweislich sehr präzise ist. Sollte dennoch eine Nachkorrektur notwendig werden, so ist diese seit einiger Zeit auch mit ReLEx® SMILE möglich, also ohne Flap.

Bei uns kommen allerdings auf 1000 Behandlungen nur drei, bei denen das Ergebnis nicht optimal war. Dieses Verhältnis kann übrigens deutlich schlechter ausfallen, wenn Sie sich von einem unerfahrenen Operateur behandeln lassen. Dr. Breyer hat bereits über 1.600 ReLEx SMILE Operationen durchgeführt und wendet das Verfahren als einer der Ersten schon seit 2011 an. Nicht zu unterschätzen ist zudem die Rolle einer gründlichen Voruntersuchung mit moderner und präziser Technik, weil nur dabei die Risikofaktoren erkannt werden.

Was sind die Risiken beim Augenlasern?

Dies ist eine sehr wichtige Frage, denn trockene Augen sind ein häufig auftretendes Problem sowohl nach einer Lasik als auch nach einer Femto-Lasik. Der Grund dafür ist der Flap, also der Hornhautdeckel. Bei diesem ca. 20 mm langen Schnitt werden viele wichtige Nerven durchtrennt, die für die Regulierung des Tränenfilms notwendig sind.

Aus dem Grund empfehlen wir fast allen unseren Patienten nur noch das Verfahren ReLEx® SMILE, weil dabei die oberste Hornhautschicht nahezu intakt bleibt, es ist nur ein Schnitt von 2-3 mm notwendig.

Wann darf ich nach einer ReLEx-SMILE-Operation wieder Sport treiben?

Da beim Relex-SMILE-Verfahren kein Flap geschnitten wird, die Hornhaut also bis auf einen winzigen Schnitt intakt und auch stabil bleibt, dürfen Sie bereits am nächsten Tag wieder alles machen. Sogar Fallschirm springen.

Sind die Kosten für Augenlaser-Operationen von der Steuer absetzbar?

Das ist richtig. Die Oberfinanzdirektion Koblenz hat 2006 dazu den unten stehenden Beschluss gefasst. In welcher Höhe Ihnen Kosten erstattet werden, ist individuell verschieden. Bitte fragen Sie dazu Ihren Steuerberater.

Aufwendungen für Augenoperationen mittels Laser können als außergewöhnliche Belastungen steuerlich geltend gemacht werden.

Die Vertreter der Länder haben sich über die steuerliche Behandlung von Aufwendungen für Augen-Laser-OP’s abgestimmt. Zu klären war die Frage, ob ein Nachweis der Zwangsläufigkeit, Notwendigkeit und Angemessenheit der Aufwendungen durch ein vor der Operation ausgestelltes amtsärztliches Attest gefordert werden soll. Nach ständiger Rechtsprechung des BFH setzt der Begriff der Krankheit einen anormalen körperlichen, geistigen oder seelischen Zustand voraus, der den Betroffenen in der Ausübung normaler psychischer oder körperlicher Funktionen derart beeinträchtigt, dass er nach herrschender Auffassung einer medizinischen Behandlung bedarf. Krankheitskosten sind Aufwendungen, die entweder der Heilung einer Krankheit dienen oder den Zweck verfolgen, die Krankheit erträglich zu machen und ihre Folgen zu lindern. Sie erwachsen regelmäßig zwangsläufig, weil sich der Steuerpflichtige ihnen aus tatsächlichen Gründen nicht entziehen kann.

Bei Steuerpflichtigen, die sich einer Augen-Laser-Operation unterziehen, liegt immer eine Fehlsichtigkeit und damit eine Krankheit vor. Die Operation stellt somit eine Heilbehandlung dar. Die Operationsmethode ist auch wissenschaftlich anerkannt. Daher beschlossen die Vertreter der Länder, die Aufwendungen ohne Vorlage eines amtsärztlichen Attests als außergewöhnliche Belastung nach § 33 EStG anzuerkennen. Die Urteile des Finanzgerichts Berlin vom 25.11.2003 (Az. 1 K 1131/03 – nicht veröffentlicht) und des Finanzgerichts Düsseldorf vom 16.02.2006 (Az. 15 K 6677/04 E – juris) finden demnach über die entschiedenen Einzelfälle hinaus keine Anwendung. Eine Veranlagung unter dem Vorbehalt der Nachprüfung ist nicht erforderlich.

Quelle: OFD Koblenz v. 22.06.2006 - S 2284 A - St 32 3

Was ist eigentlich der Flap bei der LASIK?

Um den Begriff zu erklären, muss zunächst erläutert werden, was LASIK ist. LASIK ist eine Abkürzung und bedeutet, dass die Sehkorrektur in einer tiefer liegenden Schicht der Hornhaut erfolgt, dem Stroma. Das geschieht mit einem Excimerlaser, der die Hornhaut durch Verdampfen modelliert, um so ihre Brechkraft zu verändern. Vorher muss jedoch das darüber liegende Gewebe in diesem Bereich kreisrund angeschnitten und wie ein Buchdeckel zur Seite geklappt werden. Dieser Hornhautdeckel nennt sich Flap. Er hat durchschnittlich einen Durchmesser von 9 mm. Der Flap-Schnitt ist dabei ca. 20 mm lang.

Weil durch diesen Flapschnitt auch Nervengewebe durchtrennt wird, das die Versorgung der Hornhaut steuert, kann es vorübergehend oder auch für längere Zeit nach der LASIK zu trockenen Augen oder einem Fremdkörpergefühl kommen. In den meisten Fällen verschwinden diese Symptome wieder. Daneben sind aber auch Fehlschnitte möglich, die zu schweren Komplikationen führen können.

Flapbedingte Nebenwirkungen wie diese kommen bei dem Verfahren ReLEx SMILE nicht vor, weil Augenlasern mit ReLEx SMILE ausschließlich mit einem Femtosekundenlaser durchgeführt wird. Dieser Laser kann durch die oberen Hornhautschichten hindurch gezielt im Innern der Hornhaut schneiden. Dort wird ein exakt berechnetes Scheibchen der Hornhaut präpariert, das der Operateur durch einen minimalen Schnitt von 2 mm entfernen kann, um dadurch die Hornhaut leicht abzuflachen und den Sehfehler zu korrigieren. Ein Flap ist also nicht mehr notwendig.

Ist Augenlasern auch bei trockenen Augen bedingt durch Kontaktlinsen möglich?

Da trockene Augen bislang eine Komplikation waren, die durch den Flapschnitt sowohl bei LASIK oder Femto-LASIK vorkamen, galten trockene Augen als Kontraindikation für Augenlaserbehandlungen. Das neue ReLEx SMILE Verfahren jedoch kommt ohne den Flapschnitt aus. Es darf daher auch bei trockenen Augen angewendet werden. Diese Patienten sind übrigens unsere glücklichsten.

Wann und wie oft ist eine Nachuntersuchung nötig?

Nach einer Augenlaserbehandlung untersuchen wir Sie am Tag nach der Behandlung, dann eine Woche später und ein drittes Mal einen Monat später.

Ist eine Augenlaserbehandlung oder LASIK schmerzhaft?

Nein! Mit unserer modernen Lasertechnologie ist eine Augenlaserbehandlung völlig schmerzfrei. Durch lokale betäubende Augentropfen spüren Sie während der Behandlung nur einen leichten Druck. Dieses Gefühl ist in etwa vergleichbar mit der Empfindung, die Sie spüren, wenn Sie mit Ihrem Zeigefinger leicht auf Ihr Knie drücken. Auch nach der Augenlaserbehandlung haben die Patienten in der Regel keine Schmerzen. Es gibt jedoch Unterschiede zwischen den Verfahren. Studien von Prof. Mehta zeigen, dass die Methode Smile von allen Patienten als angenehmer empfunden wird als eine Femto-Lasik.

Kann man nach der Augenlaser-Behandlung sofort scharf sehen?

Viele Patienten können schon am Tag nach der Behandlung eine Sehleistung von 100% erreichen. Bei einigen dauert es bis zu zwei Wochen, bis die maximale Sehleistung erreicht ist.

Wird eine Augenlaser-Behandlung ambulant oder stationär durchgeführt?

Eine Augenlaserbehandlung wird grundsätzlich ambulant durchgeführt. Falls Sie mit dem Auto anreisen, sollten Sie eine Begleitperson mitbringen.

Wie lange dauert eine Augenlaseroperation?

In der Regel dauert es nicht länger als 15-20 Minuten, um beide Augen zu behandeln.

Welches Augenlaser-Verfahren ist das richtige für mich?

Welches Augenlaserverfahren das beste für Sie ist, hängt von mehreren Faktoren ab, z. B. Höhe der Fehlsichtigkeit (Dioptrien) und Dicke der Hornhaut. Auf jeden Fall werden Sie bei uns nur mit einem sicheren Femto-Laser gelasert. Wir führen keine Mikrokeratom-Lasik mehr durch, bei der eine Klinge zum Einsatz kommt. Das beste Verfahren was wir im Moment anbieten können ist die „kalte“ All-Femto-Lasik, auch ReLEx SMILE genannt.

Wieviel Dioptrien können mit einer Augenlaserbehandlung / LASIK korrigiert werden?

Mit einer Augenlaserbehandlung können in der Regel Kurzsichtigkeit bis -10 dpt, Weitsichtigkeit bis +4 dpt und eine Hornhautverkrümmung bis 5 dpt korrigiert werden. Bei einigen Verfahren auch mehr. Jedoch lasern wir aus Gründen der Sicherheit nie in Grenzbereichen, sondern würden Ihnen dann lieber alternative Verfahren, z.B. eine ICL oder IOL vorschlagen. Nach einer gründlichen Erstuntersuchung empfehlen wir Ihnen dann eine oder mehrere passende Methoden für Ihre Augen.

Welche Erfahrungen liegen mit Augenlaserbehandlungen vor?

Das erste Augenlaserverfahren, PRK, wird seit 1987 angewendet. Seit Mitte der 90er Jahre wurde die klassische LASIK mit dem Mikrokeratom eingeführt. Seitdem sind auch Augenlaserverfahren wissenschaftlich anerkannt, also seit rund 20 Jahren. Im Jahr 1998 ließ auch die amerikanische FDA das LASIK-Verfahren zu. Sechs Jahre später, im Jahr 2004 wurde die Femto-LASIK entwickelt, bei der der Flap nicht mehr mit dem Mikrokeratom, sondern mit dem Femtosekundenlaser präpariert wurde. Durch diese Entwicklung sowie durch die Einführung eines Eyetracking-Systems wurde das Verfahren noch einmal sicherer. 2007 hat die NASA die Femto-LASIK sogar für Astronauten zugelassen. Mit dem Sehergebnis sind ca. 90 Prozent der Patienten zufrieden.

Doch gibt es auch Risiken und unerwünschte Nebenwirkungen, über die berichtet wurde und über die Patienten vor jedem Eingriff informiert werden müssen: In der wissenschaftlichen Literatur werden die meisten Risiken mit dem LASIK-Flap in Verbindung gebracht: Da durch den Schnitt viele Nervenverbindungen durchtrennt werden, sind trockene Augen oder ein Fremdkörpergefühl weit verbreitete Risiken. Beschrieben wird auch, dass diese kreisrunde Öffnung der obersten Hornhautschicht eine Destabilisierung der Hornhaut bewirke, daneben sind Fälle von Flapverschiebungen oder Flap-abtrennungen dokumentiert. Zudem weiß man heute, dass der Flap zeitlebens nicht mehr anwächst, er wird nur durch adhäsive Kräfte gehalten und kann viele Jahre später noch angehoben werden oder bei traumatischen Ereignissen, z.B. Unfällen mit Ballsportarten oder Autounfällen, bei denen der Airbag aktiviert wurde, wieder gelöst oder abgetrennt werden.

Die Flap-assoziierten Risiken können jedoch mit dem 2008 entwickelten flaplosen Verfahren "Small Incisision Lenticle Extraction", kurz ReLEx SMILE genannt, ausgeschlossen werden. Inzwischen liegen zahlreiche Studien damit vor. Im September 2016 wurde das Verfahren von der amerikanischen FDA zugelassen. Bis zum September 2017 haben rund 1600 Augenchirurgen über eine Million ReLEx SMILE-Prozeduren erfolgreich durchgeführt.

Komme ich für eine Augenlaserbehandlung / LASIK infrage?

Um festzustellen, ob Sie für eine Augenlaserbehandlung geeignet sind, untersuchen wir Ihre Augen im Rahmen einer Erstberatung mit modernster Technik. Dabei werden die Gesundheit Ihrer Augen, die Sehstärke, die Hornhautdicke und viele weitere Parameter untersucht. Eine Erstberatung ist bei uns kostenfrei. Hier geht es zum Thema Voruntersuchungen und zum Schnelltest.