Interview mit Dr. Breyer über das Thema 'Sehen ohne Brille'

Redaktion (RE): „Dr. Detlev R.H. Breyer, Focus-Top-Mediziner seit 2013, ist Augenarzt und leitender Operateur der Breyer, Kaymak & Klabe Augenchirurgie an den Schadow Arkaden in Düsseldorf. Er ist spezialisiert auf Operationen für das „Sehen ohne Brille“ von der Laserkorrektur von Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit und Hornhautverkrümmungen bis zu Behandlungen von Alterssichtigkeit und grauem Star.

Im Interview greift er auf 20 Jahre augenärztliche Erfahrung und über 40.000 Operationen zurück: Herr Dr. Breyer, welche Augenkrankheiten lassen sich durch das Augenlasern behandeln?”

Dr. Breyer in seiner Praxis 'Premium Eyes' in Düsseldorf.
Dr. Detlev R.H. Breyer, Focus-Top-Mediziner seit 2013

Dr. Detlev Breyer (DB): „Die häufigste Laserkorrektur findet bei Kurzsichtigkeit, also Myopie, bis minus zehn Dioptrien und Stabsichtigkeit, also Astigmatismus, bis minus vier Dioptrien Anwendung. In deutlich geringerer Zahl wird Weitsichtigkeit, die sogenannte Hyperopie, gelasert. Die Korrektur der Alterssichtigkeit mit dem Laser ist die im Moment am schnellsten wachsende Lasermethode, auch Laser blended vision genannt oder 'Presbyond', ein Verfahren, das in Kooperation mit Carl Zeiss Meditec entwickelt wurde.”

(RE): „Wie funktioniert die Lasik-Operation? Können Sie dies für Laien erklären?”

(DB): „Prinzipiell sind grob drei Generationen Lasermethoden voneinander zu unterscheiden, wobei eine Methode auf dem Wissen der anderen aufbaut. Die erste Generation ist die älteste und schmerzhafteste: die photorefraktive Keratektomie PRK oder Trans-PRK, bei der die oberste Hornhautschicht gelasert wird. Da diese Methode aufgrund der Schmerzen und der langen Seherholungszeit von 4-6 Wochen nur von wenigen Patienten toleriert wurde, hat man die 2. Generation des Augenlaserns, die LASIK erfunden. Hier wird die oberste Hornhautschicht mit einem Messer oder einem Femtosekundenlaser über etwa 20 Millimeter kreisrund aufgeschnitten und bis auf einen kleinen Rest aufgeklappt, gelasert und dann wieder zugeklappt. Die ältere Methode mit dem Messer ist schmerzhafter und birgt ein höheres Komplikationsrisiko, der Femtosekundenläser arbeitet präziser, das Komplikationsrisiko ist deutlich geringer. Der Nachteil der LASIK ist ein trockenes Auge über 3-6 Monate und dass das Hornhautdeckelchen nie wieder so fest anwächst wie vorher. Bei der neusten, schmerzfreien Methode, der dritten Generation dem 3D-ReLEx smile von Zeiss wird mit dem Femtosekundenlaser nur noch ein minimaler Schnitt von zwei bis drei Millimetern angelegt, durch den ein Hornhautscheibchen entfernt wird. Diese Variante birgt das geringste Komplikationsrisiko, ist völlig schmerzfrei und auch für Sportler geeignet.”

(RE): „Wie schnell kann man nach der OP wieder ganz normal arbeiten?”

(DB): „Das hängt von der Art der Arbeit und der Lasermethode beziehungsweise der Höhe der Fehlsichtigkeit ab. Am schnellsten und unkompliziertesten erfolgt der Wiedereinstieg nach der neusten ReLEx-SMILE-Methode. Die Patienten dürfen bereits am selben Tag am Auge reiben, duschen und Sport treiben. Theoretisch und oft auch praktisch können die Patienten schon am ersten Tag nach der Operation wieder Auto fahren und arbeiten. Bei den LASIK-Methoden darf man zwei Wochen auf keinen Fall an den Augen reiben und muss nachts zwei Augenklappen tragen bis das Hornhautdeckelchen an seinen Rändern wieder festwächst und das Auge stabil ist. Nach der älteren photorefraktiven Keratektomie ist die Rückkehr in den Job aufgrund der starken, postoperativen Schmerzen und der langen Seherholung oft erst nach 2-4 Wochen möglich.”

(RE): „Kann die Fehlsichtigkeit immer korrigiert werden oder benötigen einige Patienten auch hinterher noch eine Brille?”

(DB): „Wenn der Patient ausführlich nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen untersucht und von einem erfahrenen Operateur mit den neusten Lasern behandelt wurde, so ist in nahezu allen Fällen von einer kompletten Korrektur auszugehen. Der Patient benötigt dann keine Brille mehr. Aber auch beim Operateur gilt: Übung und Erfahrung machen den Meister. Achten Sie also besonders darauf, ob Ihr Laserzentrum alle Methoden anwendet und die für Sie beste aussuchen kann oder ob es schon von vornherein Einschränkungen gibt. Denn Lasern ist nicht immer die beste Wahl, manchmal ist beispielsweise auch die Implantation von Kontaktlinsen ins Auge sicherer und besser.”

(RE): „Was kostet eine Operation im Durchschnitt?”

(DB): „Je älter die Methode, desto billiger. Die PRK und die Femto-LASIK beginnen bei circa 1000 Euro. Die ReLEx smile kostet ab 2450 Euro und der refraktive Linsenaustausch kann je nach Linsenmodell sogar bis zu 4500 Euro kosten. Rechnet man jedoch Brillen- oder Kontaktlinsenkosten über Jahre dagegen, so spart man sogar mittel- bis langfristig Geld.”

(RE): „Sehen Sie Gefahren bei den boomenden Festpreis-Angeboten für Lasik-OPs im Ausland?”

(DB): „Mal ganz ehrlich: Wann haben Sie das letzte Mal hervorragende Qualität zum kleinen Preis bekommen? Wie steht es um die Rechtssicherheit, wenn etwas nicht wie geplant läuft? Wir betreuen zum Beispiel einige Patienten, die im Ausland mit der Operation nicht zufrieden waren und dann bei uns alles privat bezahlen müssen. Ich persönlich würde lieber etwas länger sparen, als meine Augen außerhalb Deutschlands zu einem Schnäppchenpreis lasern zu lassen. Wie heißt es doch so schön: Die Süße des günstigen Preises ist schnell vergessen, aber der bittere Nachgeschmack schlechter (Seh-)Qualität bleibt.”

Dr. Detlev Breyer in seiner Praxis am Telefon.

Dr. Detlev Breyer, Focus-Top-Mediziner für Katarakt- und Refraktive Chirurgie seit 2013.

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    Dr. Breyer gehört seit 2011 zu den ersten 10 Anwendern weltweit und hat seither über 3200 SMILE-OPs durchgeführt.

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