Monovision vs. Multifokallinsen - pro und contra

Nürnberg 2018

Vergleich der Sehqualität bei der Monovision und bei verschiedenen Multifokallinsen.

Monovision vs. Multifokallinsen - pro und contra

*Präsentiert: Im Rahmen der DOC 2018 in Nürnberg.

Vortragender / Co-Autoren: Philipp Hagen (1,2), Detlev Breyer (1,2)

Institute der Autoren:
(1) Breyer, Kaymak & Klabe Augenchirurgie, (2) International Vision Correction Research Center Network (IVCRC.net).

Zielsetzung:
Die Alterung der natürlichen Linse geht typischerweise mit dem Verlust des Akkommodationsvermögens einher. Um wieder einen guten Visus über einen weiten Distanzbereich zu ermöglichen, können Kunstlinsen in verschiedenen Varianten implantiert werden. Wir möchten einen Überblick über gängige Varianten geben sowie pro & contra von Monovision und Multifokallinsen (MIOL) diskutieren.

Methode:
Verschiedene IOL-Implantationsvarianten wie z. B. Monovision, Mini-Monovision, Hybrid-Monovision, MIOL und EDOF Linsen, Mix & Match sowie Blended Vision werden vorgestellt und erläutert. Anhand von publizierten Studien und eigenen Ergebnissen werden Vor- und Nachteile der Varianten in Bezug auf Fern- Intermediär und Nahvisus, Brillenunabhängigkeit, Halo und Glare sowie die Patientenzufriedenheit diskutiert.

Ergebnis:
Vergleicht man Monovision mit MIOL, so schneiden MIOL (und auch Blended Vision) in puncto Brillenunabhängigkeit in der Regel besser ab als die Monovision. Letztere zeigt dafür meist weniger Halo & Glare. In den anderen Kategorien zeigten sich bislang keine signifikanten Unterschiede zwischen den beiden Varianten.

Schlussfolgerung:
Sowohl Monovision als auch Multifokallinsen sind geeignet, eine hohe Brillenunabhängigkeit sowie einen guten Visus in verschiedenen Distanzbereichen zu ermöglichen. Die individuellen Wünsche und Sehgewohnheiten des Patienten sind dabei ausschlaggebend für die Wahl der passenden Linse und Zielrefraktion. Eine neue Variante stellt in dieser Hinsicht die Blended Vision als Fusion von Monovision und MIOL-Implantation dar.