Dr. Kaymak erkärt im Podcast wie DIMS-Brillengläser bei Kindern ein Fortschreiten der Myopie bremsen

Im Ophtha Podcast „Unter 4 Augen” spricht Dr. Hakan Kaymak über die Technologie sogenannter DIMS-Brillengläser. Diese korrigieren die Kurzsichtigkeit nur im Zentrum vollständig, in der Peripherie sind winzige Linsensegmente mit einer Brechkraft von +3,5 dpt angeordnet, d.h. dort bleibt das Auge kurzsichtig. Diese Technologie nennt sich Defocus Incorporated Multiple Segments, kurz D.I.M.S.. In der Studie von Lam et al., die Dr. Kaymak hier mit Annika Licht bespricht, konnte gezeigt werden, dass dadurch das Längenwachstum des Auges gegenüber einer Einstärkenbrille um 60 Prozent gebremst wird.[1] Warum diese Verbesserung als hundertprozentiger Erfolg zu bewerten ist, erfahren Sie in diesem Podcast.

Ihr Spezialist für Myopievorsorge bei Kindern

Portraitfoto von Dr. Hakan Kaymak

Dr. Hakan Kaymak

Augenarzt, Augenchirurg und leitender Operateur

Dr. Hakan Kaymak ist Augenarzt, Augenchirurg und leitender Operateur der Breyer, Kaymak & Klabe Augenchirurgie für den Bereich Netzhaut-, Makula- und Glaskörperchirurgie. Sein Therapiespektrum umfasst Laserbehandlungen, innovative Kombinationstherapien und minimalinvasive Operationen sowie die Vorsorge und Behandlung von Kurzsichtigkeit bei Kindern.

Hören Sie den Podcast zum Thema DIMS-Brillengläser

Das Längenwachstum des Auges wird bei herkömmlichen Einstärkenbrillen dadurch getriggert, dass die Schärfenebene genau auf die Netzhautmitte fällt, in der Peripherie jedoch dahinter (hyperoper Defokus) liegt. Man weiß inzwischen, dass eine solche Überkorrektur in der Peripherie das Längenwachstum des Auges anregen kann. Dieser Erkenntnis tragen die DIMS-Gläser Rechnung, indem in der Peripherie eine zweite Schärfeebene eingezogen wird. Der Erfolg der Gläser konnte in der besprochenen Studie von Lam et al. schon nach zwei Jahren nachgewiesen werden. In diesem Podcast erklärt Dr. Kaymak das DIMS-Prinzip und plädiert für eine Myopieprophylaxe – ähnlich der Kariesprophylaxe in den Schulen. Mit den DIMS-Gläsern stehe eine sehr effektive Therapie zur Verfügung, die frei von Nebenwirkungen sei und damit nicht nur die direkten Folgen, sondern auch die Spätfolgen von hoher Kurzsichtigkeit vermeiden könne.

Die Studie von Lam et al. zeigt, dass das Augenlängenwachstum der Studienteilnehmer mit DIMS-Gläsern um 60 Prozent verlangsamt wurde gegenüber der Vergleichsgruppe mit herkömmlichen Einstärkengläsern.

Dr. Kaymak erklärt in diesem Podcast, warum diese Verbesserung als hundertprozentiger Erfolg zu bewerten ist.

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    Miyosmart Brillengläser mit DIMS-Technologie sind ein effektives und nicht-invasives Mittel, um Kurzsichtigkeit zu korrigieren und gleichzeitig deren Fortschreiten einzudämmen.

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    Kurzsichtigkeit entsteht, wenn der Augapfel zu lang ist. Lichtstrahlen, die ins Auge fallen, bilden dann ihren Brennpunkt nicht genau auf der Netzhaut, sondern davor und führen zu einem unscharfen Bild. Bei Kindern können wir mit modernen Therapien und mehr Tageslicht das Längenwachstum des Auges eindämmen, um Spätfolgen wie Netzhautablösung vorzubeugen.

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Literaturangaben

[1]

Defocus Incorporated Multiple Segments (DIMS) spectacle lenses slow myopia progression: a 2-year randomised clinical trial.

Lam CSY, Tang WC, Tse DY, Lee RPK, Chun RKM, Hasegawa K, Qi H, Hatanaka T, To CH. Br J Ophthalmol. 2020 Mar;104(3):363-368. doi: 10.1136/bjophthalmol-2018-313739. Epub 2019 May 29. PMID: 31142465; PMCID: PMC7041503.

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[2]

Myopietherapie und Prophylaxe mit „Defocus Incorporated Multiple Segments“-Brillengläsern [Myopia treatment and prophylaxis with defocus incorporated multiple segments spectacle lenses]

Kaymak H, Graff B, Neller K, Langenbucher A, Seitz B, Schwahn H. Ophthalmologe. 2021 Jul 8. German. doi: 10.1007/s00347-021-01452-y. Epub ahead of print. PMID: 34236491

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