Erste Ergebnisse mit einer neuen diffraktiven Trifokallinse. – Dresden 2018

Präsentiert von Cornelia Ullmann beim DGII-Kongress 2018 in Dresden. Co-Autoren: D. R. H. Breyer, H. Kaymak, K. Klabe, P. R. Hagen, 
F. T. A. Kretz, G. U. Auffarth


Zielsetzung: Die Ringstruktur diffraktiver Multifokallinsen kann derart konfiguriert werden, dass unterschiedliche Beugungsmaxima räumlich zusammenfallen und somit mehr Licht in einen der Fokuspunkte fällt. Ziel dieser retrospektiven Untersuchung war die Bewertung der visuellen Ergebnisse nach bilateraler Implantation einer derartigen diffraktiven Trifokallinse und ihr Vergleich mit einer vorherigen Generation.

Methode: Die neue trifokale asphärische AcrySof IQ PanOptix (Alcon) wurde bilateral bei 15 Patienten implantiert und die (bitorische) trifokale AT LISA tri (Carl Zeiss Meditec) bei 104 Patienten. Die Nachuntersuchungen erfolgten 1, 3 und 6 Monaten nach der OP. Es wurden subjektive Refraktion, Defokuskurven, Halo&Glare sowie ein Patientenfragebogen evaluiert.


Ergebnisse: In der Gruppe mit PanOptix (LISA tri) betrug der mittlere postoperative UDVA nach 3 Monaten 0,04logMAR (-0,03logMAR). Die UNVA war 0,03logMAR (0,13logMAR). Der Vergleich der beiden Defokuskurven zeigte einen besseren Nahvisus (Fernvisus) für die PanOptix (LISA tri). Die Zielrefraktion (+/-0,5dpt SÄ) wurde bei über 71% (64%) der Patienten erreicht und 93% (91%) der Augen lagen innerhalb von +/-1,0dpt. Halo & Glare waren signifikant stärker ausgeprägt als bei phaken Augen, wurden jedoch überwiegend als nicht störend beschrieben. Der Fragebogen zeigte eine hohe Patientenzufriedenheit: Über 95% der Patienten würden sich wieder für eine Trifokallinse entscheiden.

Schlussfolgerungen: Unsere ersten Ergebnisse zeigen, dass die PanOptix eine leicht bessere Nahsicht ermöglicht während LISA tri in der Ferne etwas besser abschneidet. In Bezug auf Alltagstätigkeiten wie Arbeiten am Computer, Haushaltsführung, Handarbeit oder nächtliche Autofahrten befriedigen beide Linsen die Patientenbedürfnisse.